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Insektenarten verschwinden

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Insekten
  • Insektenschwund
  • Rückgang
  • Ökosystem

Insektenarten verschwindenFoto: F. Vassen

Es ist anders als lange gedacht: Nicht die seltenen Arten sind für den Rückgang an Insekten verantwortlich. Vielmehr ist der Insektenschwund auf Verluste bei lokal häufigeren Arten zurückzuführen. Das zeigt eine neue Metastudie von Forschenden des „Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung“ (iDiv) und der Universität Halle-Wittenberg.

Bislang war nur wenig über die allgemeinen und langfristigen Tendenzen bei lokal seltenen und häufigen Arten bekannt. Um dies zu ändern, trugen die Forschenden Daten über Insekten­gemeinschaften zusammen, die über einen Zeitraum von neun bis 64 Jahren in 106 Studien gesammelt worden waren. Die Daten wurden in weitgehend intakt gebliebenen Gebieten erhoben. Das Ergebnis: Die Zahl der Landinsekten geht um 1,5 % pro Jahr zurück. Die häufigsten Arten sind am stärksten von einem Rückgang betroffen (ca. 8 %), während seltenere Arten weniger stark zurückgehen.

Das hat weitreichende Folgen: Häufige Arten sind eine Hauptnahrungsquelle für Vögel und andere insektenfressende Tiere und erfüllen somit eine lebenswichtige Funktion im Ökosystem. „Die Nahrungsnetze müssten sich als Reaktion auf den Rückgang der am häufigsten vorkommenden Arten bereits erheblich verändert haben“, erklärt Dr. Roel van Klink vom iDiv.

sök

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