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Alte Apfelbäume neu beleben

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Apfelbäume
  • Obstbäume
  • Obst­baum­splint­kä­fer
  • Wundverschluss
  • Wundverschlussmittel
  • Winterschnitt

Wenn Sie einen Garten mit altem Obstbaumbestand übernommen haben, sollten Sie unbedingt den Gesundheitszustand der Gehölze überprüfen. Bäume mit abgeplatzter Rinde, deutlich her­vor­tre­ten­den Pilzkonsolen oder mit kleinen und großen Bohrlöchern, z.B. durch den Obst­baum­splint­kä­fer hervorgerufen, sollten Sie besser ganz entfernen, damit sie nicht als Infektionsherd eine permanente Gefahr für gesunde Gehölze darstellen.

Ist der Gesamtbestand im Garten zu dicht geworden, sollten Sie schwächere Gehölze ganz entfernen, damit die verbleibenden wieder genügend Luft und Sonne bekommen. Auch hier gilt: Weniger ist manchmal mehr!

Dennoch lohnt es oftmals, insbesondere alte Apfelbäume zu erhalten. Werden sie über mehrere Jahre gut und richtig geschnitten, bringen sie genügend Früchte für den persönlichen Bedarf. (Siehe auch untenstehenden Literaturtipp.)

Besonders im laublosen Zustand lässt sich dem Baum ein neues Grundgerüst „verordnen". Bis Ende Februar sollten die Schnittmaßnahmen erledigt sein.

Bei Schnittarbeiten stellt sich immer wieder die Frage nach dem Sinn von Wundverschlussmitteln. Der Wundverschluss muss grundsätzlich unmittelbar nach dem Schnitt erfolgen. Aufgrund neuerer Erkenntnisse von Fachleuten ist es nicht ratsam, Wunden, die größer als eine 2-Euro-Münze sind, ganzflächig zu verschließen. Ein solcher Wundverschluss reißt später ohnehin auf und lässt Feuchtigkeit und Pilzsporen eindringen.

Sie sollten daher bei größeren Wunden nur den Rand, unter dem sich das Bildungsgewebe für die Überwallung der Schnittflächen befindet, mit dem Wundverschlussmittel verstreichen. Hierdurch wird vor allem das Austrocknen der Wundränder vermieden, sodass der Vorgang der Überwallung gefördert wird. Der Holzteil in der Mitte der Schnittfläche bleibt offen, damit eingedrungene Feuchtigkeit rasch wieder entweichen kann.

 

Der Winterschnitt

Pardatscher, Günter: „Der Winterschnitt von Obst- und Ziergehölzen". 126 Seiten.

61 Farbfotos, 44 Zeichnungen. Broschiert. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.

Preis 9,90 Euro. ISBN 3-8001-3118-8.

Der Winterschnitt von Bäumen und Sträuchern fördert den natürlichen Aufbau, die Gesundheit und bei Obstgehölzen die Fruchtbarkeit. Vorausgesetzt, er wird richtig gemacht. Das Buch sagt wie.

Aus dem Inhalt: Grundlagen des Schnitts (natürliche Wuchseigenschaften). Warum schneiden? Wuchsformen, Triebformen, Knospenformen. System der Kronenerziehung. Schnitt von Kern-, Stein- und Beerenobst. Schnitt von Ziergehölzen: Sträucher, Laubbäume, Nadelbäume. Wundbehandlung: Wundpflege, Überwallen, Wundverschlussmittel.

Maria Andrae

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