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Von der Hand in den Mund: Naschobst im Garten

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Tafeltraubensorte ‘Muscat bleu’Foto: Buchter-Weisbrodt Die derzeit robusteste Tafeltraubensorte ‘Muscat bleu’ braucht keinerlei Pflanzenschutz Bei Stachelbeeren ist es genauso verhängnisvoll wie bei Tafeltrauben, wenn keine pilzfeste Sor­te gepflanzt wird. Ohne sechs- bis zehnmaliges Spritzen würden die Pflanzen dem Pilzbefall erliegen.

Bei Stachelbeeren bleiben ‘Invicta’, ‘Remarka’ und ‘Reflamba’ pilzfrei. Bei Hausreben sollte man ‘Muscat bleu’ oder die samenlo­se, gelbschalige ‘Romulus’ pflanzen. Josta, die Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere, trägt kaum Früchte, wenn man nicht darauf achtet, dass es sich um ausgewiesene Sorten handelt: entweder die seit 20 Jahren bewährten ‘Jogranda’ und ‘Jostine’ oder die neu im Handel erhältliche ‘Jonova’.

 

Langlebige Pflanzen

Bei fast allen Obstarten für den Garten handelt es sich um langlebige Kulturen. Sorte und Qualität der Pflanze bestimmen Pflegeaufwand, Ertrag, Gesundheit und Langlebigkeit des Gehölzes. Es lohnt sich also, in zertifizierten Obstbaumschulen einzukaufen.

Den besten Pflanzenschutz bieten Sorten, die von Natur aus gegen die wichtigsten Schad­er­re­ger widerstandsfähig sind. Sie bleiben anhaltend gesund, sofern sonst nichts die Pflanze stresst – etwa falsche Bodenbeschaffenheit oder zu viel Dünger.


Beerenhecken

Rote und weiße JohannisbeersortenFoto: Buchter-Weisbrodt Hier isst das Auge mit: Einen schönen Kontrast bilden rote und weiße Johannisbeersorten Johannisbeeren lassen sich besonders leicht als gut 2 m hohe Hecken ziehen – ein attraktiver Sichtschutz oder Raumteiler. Die Jungpflanzen werden dann am Drahtgerüst ein- oder zweitriebig erzogen. Wer einen traditionellen Strauch erziehen will, muss die Jung­pflan­ze recht tief setzen. Ist der Strauch vier Jahre alt, werden jedes Jahr die vier ältesten Äste bo­deneben entfernt und bis auf vier alle Neutriebe weg­ge­schnit­ten.

Bei Schwarzen Johannisbeeren sind alle alten Sorten krankheitsanfällig. Als äußerst robust haben sich ‘Titania’, ‘Ometa’ und ‘Fertö­der’ erwiesen. Bei Roten Johannis­beeren haben sich ‘Jonkheer van Tets’ (früh), ‘Rolan’ (mittel) und ‘Rovada’ (spät reif) bewährt. Wer das Besondere sucht, kann die weißen Sorten ‘Primus’ und ‘Blan­ka’ oder die rosaroten ‘Rosa Sport’ und ‘Rosalinn’ pflanzen.

Brombeeren ergeben hübsche Hecken. Die ge­schmack­lich unüber­troffene, leider extrem stachelige Sorte ‘Theodor Reimers’ ist ein „Muss“, wenn die Frucht intensiv nach Brombeere schmecken soll.

Einfacher lassen sich stachello­se Sorten kultivieren. Zu den ertragreichsten und geschmacklich noch am ehesten an Brombeeren erinnernden Sorten zählt ‘Chester Thornless’, die mit ihren auffallend großen, rosaroten Blüten auch ei­ne richtige Gartenschönheit ist.

Die weit verbreitete Sorte ‘Loch Ness’ wächst nur auf besten Böden üppig. Interessant ist auch die wie Himbeeren aufrecht wachsen­de stachellose Brombeersorte ‘Na­vaho’.

Mit der richtigen Schnitttechnik (gezieltes Anschneiden der Seiten­triebe) lassen sich hier große, ver­gleichsweise aromatische Beeren ernten.

Dr. Helga Buchter-Weisbrodt

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GartenDialog 2026Foto: Petra Richli

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