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Gärtnern im Einklang mit der Natur

Schlagworte zu diesem Artikel:
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Blumenwiese, Steinhaufen und Kompost


Blumenwiese bietet LebensraumFoto: Wachtmann Eine Blumenwiese bietet Lebensraum und Nahrung für viele heimische Pflanzen und Tiere.
Eine Wiese ist eine ausdauernde Pflanzengemeinschaft, in der Blumen, Gräser und Kräuter ihren Lebenszyklus bis zur Samenreife durchlaufen und so eine artenreiche Pflanzenwelt bieten. Auch Steingärten, Sand-, Kies- oder Steinhaufen fördern die Artenvielfalt im Garten. Ein einzelner Garten ist immer nur ein Teil eines Lebensraumes von Pflanzen und Tieren, während größere Kleingartenanlagen durchaus ein Gesamtlebensraum für eine oder mehrere Arten sein können.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil zum naturnahen Gärtnern ist die Kreislaufwirtschaft im ei­ge­nen Garten. Alles organische Material, ausgenommen kranke Pflanzenteile, sollte im Garten verbleiben und wieder neu aufgearbeitet werden. Ein Komposthaufen ist das beste Beispiel dafür und dient gleichzeitig als hervorragender Lebensraum für viele nützliche Tiere.
 

Jeder kann Pflanzen und Tiere fördern


InsektenhotelFoto: Wachtmann Ein Insektenhotel bietet Nist- und Überwinterungshilfen für viele Nützlinge.
Jedem Kleingärtner ist es mit einfachen Mitteln möglich, aktiv zum Artenschutz beizutragen. Wir können z. B. mit Stein- oder Totholzhaufen, Wildpflanzenwiesen und Feuchtbiotopen zusätzliche Lebensräume für Insekten und andere nützliche Tiere schaffen und dadurch Flora und Fauna positiv beeinflussen.

Es sollte uns allen ein wichtiges Anliegen sein, unsere Umwelt zu erhalten und zu pflegen. Denn oft werden wir an kleine und große Vergehen gegenüber der Natur erinnert. Daher sollten be­son­ders wir als Kleingärtner jede Gelegenheit bei unserer Arbeit nutzen, um einen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und zur Verbesserung unseres Gartens zu leisten.

Darüber hinaus sollten wir den persönlichen Wert für die in der Natur wirkenden Menschen, also auch für uns Kleingärtner, nicht vergessen. Wenn wir zur Erhaltung der Umwelt beitragen, wirken die Arbeiten im Garten und die daraus erworbenen Erkenntnisse positiv für das eigene Leben und die Gesundheit.

Es ist zudem wichtig, immer wieder daran zu erinnern, was durch unsere Gärten für ein un­ver­zicht­ba­res Gut in unseren Händen liegt. Dieses Gut muss immer wieder verteidigt und vergrößert werden, in jedem einzelnen Kleingarten, aber auch im öffentlichen Grün, in Parkanlagen, auf Streuobstwiesen u.v.m.

Sven Wachtmann
Stellv. Landesfachberater des Landesverbandes der Gartenfreunde Berlin




Naturnahes Gärtnern im Überblick

Worum geht's?

Was ist zu tun?

Boden Gründüngung, Mulch, Kompost, Boden bearbeiten, Bodenuntersuchung
Wasser  Gezielt gießen, Tropfschläuche verlegen, bodennah wässern
Standort Optimal für jede Kultur auswählen: sonnig, halbschattig, schattig
Pflanzen  Robuste Arten auswählen, gesundes Pflanzenmaterial verwenden
Pflanzabstand  Optimal für jede Kultur auswählen, nicht zu dicht pflanzen
Düngung  Auf die jeweilige Pflanzenart abstimmen, bedarfsgerecht düngen, Bodenuntersuchung, organischen Dünger bevorzugen
 Nützlinge Unterschlupf für Tiere schaffen, Insektenhotel, Steinhaufen, Reisighaufen, Benjeshecke, Feuchtbiotop, Nahrungspflanzen für Insekten
Pflanzenschutz Integrierter Pflanzenschutz, Nützlinge einsetzen, Pflanzenschutzmittel mit natürlichen Wirkstoffen wählen
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