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Rasenmäher und Co. startklar machen

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Geräte zur Rasenpflege richtig warten

Wer gleich zu Beginn der Vegetationsperiode ein paar grundsätzliche Dinge beachtet, kann sich im weiteren Verlauf des Gartenjahres eine Menge Arbeit sparen und trotzdem einen schönen, gepflegten Rasen sein Eigen nennen. Die arbeitssparende Vorbereitung beginnt schon bei den Geräten, die wir zur Ra­sen­pfle­ge benötigen. Bevor sie im Frühjahr wieder zum Einsatz kommen, sollten sie richtig gewartet aus dem „Winterschlaf“ geholt werden.


Inbetriebnahme und laufende Pflege

Die regelmäßige Pflege ist entscheidend für die Lebensdauer der Geräte, aber auch für die Ar­beits­er­geb­nis­se. Ein stumpfes Messer oder ein Motor, der wegen fehlender Luftzufuhr (z.B. durch verstopfte Lüftungsschlitze) weniger Leistung bringt, kann eben nicht richtig arbeiten. Und der Umweltaspekt ist hier ebenfalls von großer Bedeutung.

Motorenwartung

Gartengeräte können Sie schon im Winter oder im zeitigen Frühjahr für die neue Saison vorbereiten. Elektromotoren brauchen dabei keine Pflege. Bei Benzinmotoren empfiehlt sich auf jeden Fall ein Ölwechsel. Dazu den Motor warm laufen lassen, damit das Öl dünnflüssiger wird. Dann das Öl über die Ablass-Schraube oder eine spezielle Saugpumpe restlos entfernen und zum Schutz der Umwelt fachgerecht entsorgen, also z.B. bei einer Tankstelle abgeben.

Aufgefüllt wird dann die Menge, die im Serviceheft angegeben ist. Dort finden Sie auch Angaben zur Ölqualität. Zündkerze und Luftfilter sollten ebenfalls jährlich ausgetauscht werden. Auch hier sind die Angaben im Serviceheft zu beachten.

Kraftstoff, der älter als ein halbes Jahr ist, verliert seine Zündfähigkeit. Auch er sollte deshalb restlos entfernt und durch frischen ersetzt werden. Frischer Kraftstoff braucht auch keine Zusätze. Wer Zweitaktgemisch für Rasenmäher oder z.B. die Motorsense benötigt, muss beachten, dass einmal der Kraftstoff altern kann, dass sich aber auch Öl und Kraftstoff mit der Zeit entmischen. Ist das geschehen, hilft auch kein kräftiges Schütteln mehr. Neues Gemisch muss her, aber nur in dem Mischungsverhältnis, das im Serviceheft angegeben ist.

Die Messer von Gartengeräten sollte nur ein Fachmann schleifen. Bei falschem Schliff kann es nämlich zu Unwuchten kommen, die sich rasch auf die Kurbelwelle und damit auf die Lebensdauer des Motors auswirken können.


Kosten im Griff behalten

Viele Fachhändler bieten seit einiger Zeit günstige Win­ter­in­spek­tio­nen, um ihre Werkstätten in den Wintermonaten besser auszulasten. Bei solchen preisgünstigen Angeboten lohnt es sich oft nicht, die Arbeiten selbst auszuführen. Im April und Mai dagegen sind die Werkstätten der Fachhändler übervoll, War­te­zei­ten lassen sich dann leider nicht vermeiden.

Vor unliebsamen Überraschungen schützt ein schriftlicher Kostenvoranschlag, mindestens aber eine mündliche Schätzung der Werkstatt. Noch sicherer ist das Vereinbaren einer Kos­ten­ober­gren­ze. Wird sie überschritten, muss die Werkstatt nachfragen, ob die Reparatur ausgeführt werden soll oder nicht.


Batterien

Eine ganze Reihe von Gartengeräten arbeitet heute bereits mit Akkus. Ihnen schaden am meisten tiefe Temperaturen und fehlende Ladung. Deshalb müssen die Akkus im Winter frostfrei gelagert werden.

Mit modernen Ladegeräten können sie auch während der Winterpause permanent am Netz bleiben. Sie entnehmen dem Netz dabei nur kleinste Mengen Strom und ergänzen so die geringen Verluste, die in jeder Batterie auftreten. (Beachten Sie die Hinweise des Herstellers.) Auch während des Sommers empfiehlt sich nach jedem Einsatz eines Gartengerätes mit Akku das Wiederaufladen.

Laufende Pflege

Nach jedem Einsatz sollten Gartengeräte gründlich gereinigt werden. Das gilt für das Hand­werks­zeug wie den Spaten genauso wie für das Gehäuse eines Gartengerätes mit Motor. Luft­ein­tritt­schlit­ze müssen bei motorisierten Gartengeräten unbedingt immer freigehalten werden. Der Sprühfilm spezieller Pflegesprays sorgt dann noch dafür, dass die Geräte gut durch den Winter kommen, er erleichtert aber auch ungemein die Säuberung nach dem nächsten Arbeitseinsatz.

Bewährt haben sich Anschlüsse für Gartenschläuche an Gartengeräten der neueren Generation. Die drehenden Werkzeuge reinigen das Gehäuse mit Hilfe des Wasserstrahls. Um Rost vorzubeugen, empfiehlt sich eine gründliche Trocknung und wiederum das Einsprühen mit Pflegespray. Die Schlauchanschlüsse finden sich aber nur an Gartengeräten mit Benzinmotor.

Für elektrische Antriebe gibt es so etwas nicht, weil die Kombination Wasser/Strom viel zu gefährlich ist. Deshalb sollte bei Elektrogeräten das Reinigen mit dem Wasserstrahl grundsätzlich unterlassen werden. Hier hilft ein harter Besen. Pflegesprays unterstützen auch hier die Rei­ni­gungs­wir­kung.

Sicherheitsaspekte bei Elektrogeräten

Bei Gartengeräten mit elektrischem Antrieb sind noch drei wichtige Sicherheitsaspekte zu erwähnen. Jedes dieser Gar­ten­ge­rä­te sollte nur über einen FI-Schalter betrieben werden. Der misst ständig den durchfließenden Strom. Sollte sich der aus irgendeinem Grunde ändern, schaltet die Technik sofort den Strom ab. Eingebaut werden FI-Schalter in die Schaltkästen im Haus, oder sie können in Steckdosen den Geräten vorgeschaltet werden.

Für Gartengeräte sollten nur spezielle Kabel verwendet werden. Sie sind dicker als die normalen Haushaltskabel, aber auch teurer. Es gibt sie auf jeden Fall beim Fachhändler.

Immer wieder sieht man Gartenbesitzer mit unzureichend geflickten Elektrokabeln arbeiten. Die einfache Lüsterklemme mit Isolierband reicht aber auf keinen Fall im Außenbereich aus, um ein durchtrenntes Kabel wieder zu verbinden. Gerade bei nassem Gras kann es schnell zu Situationen kommen, die für den Bediener äußerst gefährlich werden können.

Reparaturen von durchtrennten Kabeln für den Außenbereich – sie kommen immer wieder einmal auch trotz höchster Vorsicht vor – sollten deshalb nur von einem Fachmann vorgenommen werden. Manchmal hilft nur noch ein komplett neues Kabel. Selbst wenn die Kosten zur Neu­an­schaf­fung hoch sind ? die eigene Sicherheit sollte jedem ein paar Euro mehr wert sein.

Jedes elektrische Gerät muss heute nach einer Reparatur durch eine Werkstatt von einer Elektrofachkraft auf seine Sicherheit überprüft werden. Der Kunde sollte deshalb immer auf einen entsprechenden Prüfvermerk auf der Rechnung oder einen separaten Nachweis achten, dass die elektrische Sicherheit nach der Reparatur geprüft wurde.

M.K.