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Rückenschule: Tipps für Arbeiten hoch über dem Kopf

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Tipps für Arbeiten hoch über dem KopfFoto: Bös Das Ende des Gerätes muss nah am Körper gehalten werden. Nur so er­rei­chen Sie Stabilität für die eigent­li­che Arbeit. Der obere Arm ist der mo­bile Teil, der die Bewegung führt, der untere Arm stützt das Gewicht. Beim Sturz des Astes fällt auch die Sä­ge, was Sie mit den Armen kaum abfangen können, wenn Sie nicht na­he der Schnittstelle stehen. Viele Werkzeuge werden mit langen, leichten Stielen angeboten, die das Arbeiten in der Höhe erleichtern sollen. Man kann damit zwar auch ferne Äste erreichen, aber die Arbeit ist viel anstrengender, als man denkt.

Allein die Arme für längere Zeit über den Kopf zu heben, fällt vielen Menschen schwer, weil ihre Muskulatur nicht kräftig genug ist. Zusammen mit einem Schneidgerät an einer langen Stange ist das Heben noch viel anstrengender.

Wie bei allen schweren Arbeiten müssen Sie auch hier Bauch- und Pomuskeln fest anspannen, um den Rücken zu stabilisieren. Heben Sie das Gerät wegen der Hebelgesetze möglichst senkrecht über sich. So können Sie das Gewicht des plötzlich fallenden Gerätes besser abfangen, wenn der Ast abgeschnitten ist.

Für die Sicherheit sorgen feste Schuhe und ein stabiler Stand, und berücksichtigen Sie die Fallrichtung des Astes! Für Sicherheit kann auch ein „Entlastungsschnitt“ dienen, bei dem gezielt bestimmte Astteile entfernt werden, um ein unkontrolliertes Abbrechen des Astes im Augenblick des Abschneidens zu vermeiden. Große und ausladende Äste schneiden Sie aus Sicherheitsgründen in Etappen ab, damit verhindern Sie auch das Einreißen der Rinde.

Bei hohen Bäumen sollten Sie sich an Fachleute wenden, die mit der passenden Ausrüstung (und mit Versicherungsschutz!) arbeiten. Nur ausgebildete Baumfachleute können beurteilen, wie und wann ein großer Baum in größerem Umfang gestutzt oder ausgelichtet werden kann, ohne seine Schönheit und Gesundheit einzubüßen. Unkundiges Kappen kann einen Baum sogar so weit schädigen, dass er seine Standsicherheit einbüßt.

Ulrike Bös, Brigitte Kleinod