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Insekten mit Pheromonen verwirren

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PheromonfallenFoto: Hoyer Pheromonfallen: Im Garten ist damit leider keine ausreichende Bekämpfung möglich

Dass sich Apfel- und Pflaumenwickler, die Dörrobstmotte und viele andere Insekten bei der Partnersuche auf ihren „Geruchssinn“ verlassen, ist schon lange bekannt. Die weiblichen Tiere senden mit ihren Pheromonen, den Sexuallockstoffen, die Botschaft an ihre männlichen Artgenossen aus: Hier ist ein Weibchen.

Im praktischen Pflanzenschutz nutzt man dieses Phänomen schon seit Langem. Die Pheromone vieler Schadinsekten bzw. täuschend ähnliche Stoffe lassen sich heute preiswert im Labor herstellen. Vielen Gartenfreunden sind sie von den im Handel erhältlichen Apfelwickler- und Pflaumenwicklerfallen bekannt.

Diese Fallen wurden entwickelt, um die Flugzeiten der Schädlinge zu be­stimmen und so Sprit­zun­gen mit Insektiziden besser ter­minieren zu können. Für eine Bekämpfung reicht die Wirksamkeit der Fallen nicht aus, auch wenn auf dem Leimboden große Mengen von männlichen Faltern kleben. Ein ausreichender Bekämpfungserfolg ist nur zu erreichen, wenn möglichst viele Weibchen abgetötet werden.

In Erwerbsobstanlagen und in Weinbergen setzt man die Pheromone allerdings unter bestimmten Voraussetzungen mit Erfolg ein. Im Garten und auch in Parkanlagen sind diese Voraussetzungen jedoch nicht gegeben, sodass man hier nicht auf diese umweltfreundliche Methode setzen kann.

Christoph Hoyer