Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2005
Der BDG fordert Stellungnahme der Parteien zum Kleingartenwesen.
"Liebe Gartenfreundinnen, liebe Gartenfreunde,
Wahlzeiten sind Zeiten, in denen Politiker Farbe bekennen müssen.
Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) hat den im Bundestag vertretenen Parteien so genannte Wahlprüfsteine übersandt. Wir wollten wissen, wie sich die Parteien in der nächsten Legislaturperiode zum Kleingartenwesen allgemein und zum Bestand des Bundeskleingartengesetzes stellen.
Trotz der Kürze der gesetzten Fristen haben alle angefragten Parteien rechtzeitig geantwortet, sodass wir Ihnen die Stellungnahmen noch rechtzeitig vor dem Gang zur Wahlurne vorstellen können.
Ich rufe die Kleingärtner auf, zur Wahl zu gehen und nicht, angesteckt durch die allgemeine Politikverdrossenheit, das höchste Gut der Demokratie – das Stimmrecht – zu verschenken!
Mit freundlichen Grüßen
Ingo Kleist,
Präsident des BDG"
Lesen Sie im Folgenden die „Wahlprüfsteine", die der BDG den Parteien übersandt hat:
„Die Bundestagswahl 2005 ist in aller Munde, wenn auch noch nicht mit letzter Gewissheit feststeht, dass diese Bundestagswahl stattfindet, wird doch mit ihr gerechnet. Eine Million Kleingärtnerfamilien in Deutschland sind verständlicherweise daran interessiert zu wissen, wie ihre Partei zu den Fragen steht, die die Kleingärtner betreffen, um ihre Wahlentscheidung treffen zu können.
Wir stellen deshalb nachfolgende Fragen:
1. Das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) bietet den Kleingärtnern Kündigungsschutz, Pachtbegrenzung und Sicherheit, damit alle Bevölkerungsschichten in Städten und Gemeinden sich einen Kleingarten leisten können. Diese Schutzvorschriften wurden mit § 20a BKleingG bereits mit Wirkung vom 03.10.1990 für die neuen Bundesländer eingeführt. Für die eine Million Kleingartennutzungsverträge in Deutschland bedeutet dies Rechtsschutz und Rechtssicherheit.
Wird Ihre Partei das BKleingG mit seinen Regelungen Kündigungsschutz, Pachtbegrenzung und Ersatzlandbeschaffung beibehalten?
Welche Änderungen planen Sie gegebenenfalls und aus welchem Grund?
2. Kleingärtner leisten einen wichtigen Beitrag für das soziale Umfeld einer Stadt. Die Förderprogramme ‚Soziale Stadt‘ und ,Stadtumbau Ost‘ der Bundesregierung unterstützen die Umwandlung der deutschen Städte.
Wie sieht Ihre Partei den Beitrag der Kleingärtnervereine zu diesen Projekten?
3. 7,5 % aller Kleingärtner sind Migranten. Die Eingliederung der Migranten ist eine wichtige innenpolitische Aufgabe, bei der die Kleingärtnervereine vor Ort Wichtiges leisten.
Wie sieht Ihre Partei die Möglichkeiten, den Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. seitens der Bundesregierung bei diesen Maßnahmen zu unterstützen?
4. Gesundheits- und Umwelterziehung für Kinder und Erwachsene sind wichtige Maßnahmen, insbesondere auch zur Reduzierung der Krankheitskosten. Die Bewegung im Garten und die soziale Gemeinschaft mit anderen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Leider sind die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Kleingarten in Deutschland noch nicht erfasst.
Wird Ihre Partei eine ministerielle Untersuchung zum Thema ‚Gesundheit und Kleingarten‘ fördern?"
Lesen Sie hier die Stellungnahmen der einzelnen Parteien:
Für die SPD: Klaus Uwe Benneter
Für die CDU/CSU: Heiner Lueg im Auftrag von Dr. Angela Merkel
Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Für die FDP: Joachim Günther
Für die LINKE/PDS: Lothar Bisky
Lesen Sie hier Stellungnahmen von sieben Landesverbänden:
Konkrete Erwartungen an die Bundesregierung
Stand:01.09.2005


Social Bookmarks