„Fleischfresser“ im Gemüsebeet
Foto: Bingenheimer
|
Diese Entdeckung verdankt die Fachwelt Wissenschaftlern des Royal Botanical Gardens Kew in London. Sie fanden heraus, dass beide Nutzpflanzen mit Hilfe klebriger Härchen an den Stängeln kleine Insekten töten und die Nährstoffe der herabgefallenen Tiere nach und nach über die Wurzeln aufnehmen.
Nach Meinung der Forscher entwickelten die Wildformen der heutigen Kulturpflanzen diesen Mechanismus, um auch auf armen, ungedüngten Böden überleben zu können. Doch auch die heutigen Sorten sollen diese Fähigkeit der Nährstoffgewinnung noch besitzen.
Aber nicht nur bei Tomaten und Kartoffeln, sondern auch bei vielen weiteren Pflanzenarten konnten die Wissenschaftler den Mechanismus nachweisen, etwa bei Petunien, Ziertabak oder beim Hirtentäschelkraut. Die Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass die Zahl der fleischfressenden Pflanzen allgemein unterschätzt wird.
Quelle: aid, Jürgen Beckhoff
Stand:01.03.2010


Social Bookmarks