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Stacheltier sucht bald Kinderzimmer

Igel gehören vermutlich zu den beliebtesten Tieren – wegen ih­res putzigen Verhaltens, ihrer scheinbaren Behäbigkeit und ihrer Wehrhaftigkeit im Stachelkleid. Und doch wissen die meisten Igel­freun­de nicht, wie sie dem Igel, dem „Wildtier des Jahres 2009“, praktisch helfen können, berichtet der Naturschutzbund NABU:

„Igel werden oft für ein Haustier gehalten. Sie sind aber Wildtiere und stehen aus gutem Grund unter strengem Schutz. Neben der hohen Wahrscheinlichkeit, überfahren zu werden, leiden sie un­ter der Ausräumung einst artenreicher Gärten und unter allerlei Fal­len, die sich für sie auftun, etwa immer enger werdende Drahtzäune, in denen sie hängen bleiben können, nicht abgedeckte Licht- und Kellerschächte und Tei­che mit tief abfallenden Kanten ohne Ausstieg.“

Foto: Pleiner 
Igeln können Sie etwas Gutes tun, indem Sie Ihren Garten naturnah gestalten und z.B. eine Igelburg bauen


Igeln im eigenen Garten helfen
Daher ruft der NABU auf, den eige­nen Garten durch viele naturnahe Elemente, wie z.B. heimische Sträu­cher, „igelgerechter“ zu gestalten. Orte, die für Igel und andere Tiere zu heimtückischen Fallen werden könnten, sollten beseitigt werden, und – es sollte in keinem Garten eine Igelburg fehlen.

Diese ist einfach zu bauen – in Form eines aus Holz zu fertigenden Baus mit einem verlängerten Eingang, der Katzen den Zugang verwehrt. An einem geschützten Ort aufgestellt, sollte die Igelburg zunächst mit grobem Reisig, dann mit trockenem Laub überdeckt wer­den.

„Dann haben die Igelmütter ein Kinderzimmer, in dem sie die kleinen Stachelträger zur Welt bringen und säugen können. Wenn der Ort sehr gut geschützt ist, wird außerdem vielleicht ein Igel im Spätherbst Gras und Stroh hineinschieben und darin den Winter verbringen“, sagt der NABU.

Der NABU hat für alle Igelfreun­de ein „Igelpaket“ (Bauplan für die Igelburg in einer 30-seitigen Bauplansammlung und Broschüre „Der Igel – Pflegefall oder Outdoor­profi“) zusammengestellt. Es kann angefordert werden gegen Ein­sendung von 5,– Euro beim NABU, Stichwort „Igelburg“, Schloss­-wall 15, 26122 Oldenburg.

Stand:01.03.2009


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