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Obstgarten Oktober

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JostabeereFoto: Fotolyse/Adobe Stock Die Jostabeere ist robust, selbstfruchtbar und ertragreich und sollte in keinem Garten fehlen. Robuste Jostabeere: Die Jostabeere, eine Kreuzung aus Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere, sollte in keinem Garten fehlen. Von Gallmilben oder Stachelbeermehltau bleiben die Sträucher verschont. Zudem sind sie selbstfruchtbar und ertragreich. Jetzt ist noch eine gute Pflanzzeit dafür. Empfehlenswerte Sorten sind ‘Jogranda’, ‘Jonova’ oder ‘Jostine’.

Kiwis ernten: Die großfrüchtigen, behaarten Sorten der Kiwi (Actinidia deliciosa) reifen in unseren Breiten in der Regel nicht an der Pflanze aus. Je nach Witterung können Sie die Früchte ab Mitte Oktober ernten und drei bis vier Wochen bei 18–20 °C bis zur Genussreife lagern. Anders ist es bei den Kiwibeeren (Actinidia arguta). Sie reifen ab September an der Pflanze aus.

Richtiger Schnitt gegen Stippe: Wenn Ihre Äpfel leicht eingesunkene, braune Flecken auf der Schale und im Fruchtfleisch haben, handelt es sich um Stippe. Ursache dafür ist eine mangelhafte Calciumversorgung. Vorbeugend kann ein maßvoller Baumschnitt sein. Schneiden Sie aber nicht zu viel, denn sonst bilden sich zu viele Neutriebe. Die benötigen für ihr Wachstum viel Calcium, das am Ende den Früchten fehlt. Auch eine Blattdüngung mit Calciumdüngern kann sinnvoll sein.


Pflaumenbäume auslichten:
Für einen Auslichtungsschnitt bei Pflaumenbäumen können Sie sich noch bis zum Wintereinbruch Zeit lassen. Allerdings sollten Sie bereits vor dem Laubfall alle vertrockneten Zweige entfernen. Denn gerade im unbelaubten Zustand können Sie nur schwer abgestorbenes von lebendigem Holz unterscheiden. Entdecken Sie bei dieser Arbeit Fruchtmumien, sollten Sie diese direkt mit entfernen.


Pflanzzeit für Beerensträucher:
Für Stachel- und Johannisbeeren beginnt jetzt die Pflanzzeit. Überwiegend werden sie als Busch oder Hochstamm angeboten. Hochstämme haben den Vorteil, dass sie weniger Platz benötigen. Langlebiger, robuster und ertragreicher sind jedoch Büsche. Egal für welche Form Sie sich entscheiden, achten Sie darauf, dass der Boden humus- und nährstoffreich ist.


Zeit für den Weißanstrich:
Sie können auch jetzt schon den Weißanstrich an Obstbäumen vornehmen. Entfernen Sie dafür zunächst an einem trockenen Tag lockere Rindenteile sowie Flechten und Moose vom Stamm. Danach können Sie den Anstrich mit einem Pinsel auftragen. Tipp: Wenn Sie den Anstrich so dünn aufrühren, dass er sich mit einer Farbsprühpistole verarbeiten lässt, können Sie damit auch gut die verzweigten Kronen der Beerensträucher besprühen und so vor der Wintersonne schützen.

WeißanstrichFoto: Flora Press/BIOSPHOTO/NouN


ZwetschenernteFoto: mauritius images/Westend61/Harald Walker Mit spät reifenden Sorten ist jetzt immer noch eine Zwetschenernte möglich. Letzte Zwetschen ernten:
(gvi) Zu den spät reifenden Zwetschen­sorten, die jetzt pflückreif sind, zählen ‘Anna Späth’ und ‘Hauszwetsche’. Von Letzterer können Sie einige Früchte sogar bis No­vember am Baum hängen lassen. Auch wenn sie dann wie Trockenfrüchte aus­sehen, der Geschmack ist sehr aromatisch.

Lederbeeren durch Falschen Mehltau:
(gvi) Falscher Mehl­tau verursacht an Weintrauben sogenannte Leder­beeren. Die Früchte sind dann trocken und fühlen sich wie Leder an. Entfernen Sie alle be­trof­fenen Früchte sowie Blätter und das Falllaub. Wichtig ist auch, dass Sie die Reben regelmäßig schneiden, denn so lässt sich die Gefahr für eine Neuinfektion im kommenden Jahr minimieren.

Pflanzlöcher vorbereiten:
(gvi) Oktober und November sind die Pflanzmonate schlechthin. In der Regel hebt man das Pflanzloch erst kurz vor der Pflanzung aus. Es kann jedoch vorteilhaft sein, diese Arbeit schon so früh wie möglich zu erledigen. Denn dann kann sich die Erde an der Luft beleben, und ein besseres Anwachsen ist garantiert. Lockern Sie bei der Gelegenheit auch gleich den Boden nach unten hin auf, damit die neuen Wurzeln es leichter haben einzuwachsen. Schweren Boden können Sie mit Sand und Sandboden mit Kompost mischen.


Erdbeerreihen begrünen:
(gvi) Ihre Erdbeerpflanzen können Sie wirksam vor Barfrösten schützen, wenn Sie zwischen den Reihen eine zusätzliche Begrünung aussäen. Dafür eignen sich in der Regel alle bekannten Gründüngungspflanzen, für eine späte Aussaat um diese Zeit ist Winterroggen jedoch am bes­ten geeignet. Er keimt auch noch bei kühleren Temperaturen innerhalb weniger Tage recht zuverlässig. Zudem friert er nicht ab, sodass der Boden den ganzen Winter über bedeckt bleibt.

Beerensträucher pflanzen:
(gvi) Der Herbst ist Pflanzzeit, auch für Beerensträucher. Diese werden entweder als Busch oder Hochstamm angeboten. Hochstämme benötigen weniger Platz und lassen noch genügend Fläche für Unterkulturen, langlebiger und robuster sind allerdings Büsche. Der Boden sollte generell humus- und nährstoffreich sein. Wählen Sie auch einen sonnigen Standort, denn dort ist die Fruchtqualität wesentlich besser als an halbschattigen Plätzen.


Kiwis spät erntenFoto: LianeM/Fotolia.com Kiwis sollten möglichst spät geerntet werden, sie vertragen sogar leichte Nachtfröste.


Start der Kiwiernte:
(gvi) Gegen Monatsende können Sie die großfrüchtigen Kiwis (Actinidia chinensis) ernten. Sollte es bis dahin erste Nachtfröste geben, ist das kein Problem, denn die Früchte vertragen auch leichte Fröste bis –4 °C. Bevor die Früchte nach der Ernte wirklich genussreif sind, müssen sie noch einige Zeit nach­reifen, bis sie anfangen, auf leichten Druck nachzugeben.


Obstgarten Oktober - Astpartien vom Obstbaumkrebs befallenFoto: Die Grüne Kamera Wenn nur kleine Astpartien vom Obst­baum­krebs befallen sind, können Sie diese auch mit einem Stechbeitel entfernen.

(gvi) Baumkrebs wegschneiden: Beim Obstbaumkrebs handelt es sich nicht um ein Krebsgeschwür, wie man vielleicht meinen könnte, sondern um eine Pilz­er­kran­kung. Schneiden Sie jetzt an trockenen Tagen be­fal­le­ne Astpartien bis ins gesunde Holz heraus. Bei kleineren Stellen genügt es meist schon, nur das betroffene Holz zu entfernen, bei größeren Stellen ist es allerdings besser, den ganzen Ast abzusägen.

(gvi) Holunder ernten: Je nach Witterungsverlauf sind jetzt die Holunderbeeren reif und lassen sich zu Gelee oder Saft ver­arbeiten. Falls Sie außergewöhnliche Sorten mögen, könnte vielleicht auch der Gelbfrüchtige Ho­lun­der (Sambucus nigra ‘Fructo Lutea’) etwas für Sie sein. Seine Früchte schmecken ähnlich wie die schwarzen, haben aber den Vorteil, dass sie nicht färben.

(gvi) Kornelkirschen pflanzen: Jetzt ist der richtige Zeit­punkt, um die leckeren Kornelkirschen zu pflanzen. Beachten Sie aber, dass unveredelte Sorten erst nach ca. fünf bis sechs Jahren Früchte tragen, veredelte Sorten blühen dagegen schon ab dem dritten Stand­jahr. Kornelkirschen sind selbstunfruchtbar und brauchen eine zweite Sorte als Pollenspender. Für Kleingärten eignet sich beispielsweise die Weißbunte Kornelkirsche (Cornus mas ‘Variegata’) mit einer Endhöhe von 3 m.gvi


MispelnFoto: Fotolia/LianeM Mispeln benötigen einige frostige Nächte, damit sie ihr volles Aroma entwickeln und geerntet werden können.

Tee aus Wildfrüchten

(gvi) Bereiten Sie sich doch einmal ihren eigenen Tee aus getrockneten Wildfrüchten zu. Dafür eignen sich z.B. Hagebutten, Kornelkirschen, Weißdornfrüchte und Holunderbeeren, die Sie in einem Dörrapparat oder auf Tabletts an einem warmen, luftigen Platz trocknen.


Oktobersonne für die Fruchtreife

(gvi) Die Oktobersonne gibt Früchten wie Trauben, Äpfeln, Quitten und anderen Obstarten, die noch nicht geerntet wurden, die letzte Reife. Fallobst und Fruchtmumien sollten Sie regelmäßig absammeln und vernichten.


Mispelernte erst nach dem Frost

(gvi) Noch vor 100 Jahren war die Mispel (Mespilus germanica) in vielen Bauerngärten zu finden, doch dann geriet sie fast völlig in Vergessenheit – zu Unrecht. Denn ihre kugeligen Scheinfrüchte, die bis weit in den Spätherbst reifen, enthalten viele Mineralien, Vitamin C sowie Pektin und schme­cken wunderbar herb-süßlich und nussartig. Ernten sollten Sie die Früchte allerdings erst, wenn es einige Frostnächte gegeben hat. Denn erst durch die Minusgrade erlangen sie ihr volles Aroma und werden butterweich. Wenn der Spätherbst mal wieder sehr mild ist, können Sie nachhelfen, indem Sie die Früchte für einen Tag in das Gefrierfach (–18 °C) legen und dann wieder auftauen lassen. Das Fruchtfleisch können Sie direkt aus der Schale löffeln.


Laub von ObstbäumenFoto: Patryssia – Fotolia.com Das Laub von Obstbäumen sollten Sie vom Rasen harken, damit es dort keine gelbe Flecken gibt. Es lässt sich kompostieren.

Herbstlaub lässt sich auch kompostieren

Manchen stört es, anderen gefällt es – das bunte Herbstlaub der Obst­bäu­me im Garten. Die Blätter der Kirschbäume fallen in kur­zer Zeit zu Boden und trocknen rasch zusammen, so auch das Laub von Apfel- und Pflaumen­bäumen. Grundsätzlich ist jede Laubart kompostierbar. Durch Aufschichten mit etwas halbverrottetem Kompost oder Abdecken mit Gartenerde lässt sich der Verrottungs­vor­gang beschleunigen. Werden die Blätter als 5 bis 6 cm hohe Mulchschicht auf Baumscheiben verteilt, schützen sie den empfindlichen Wurzelbereich vor starken Frösten.


Pflanzzeit für Obstgehölze

Gegen Ende des Monats, wenn alle Blätter abgefallen sind, beginnt die Pflanzzeit für Obst­ge­höl­ze. Neue Apfel-, Kirsch- und Pflaumen­bäume werden in vorbereitete Pflanzlöcher gesetzt. Auch für Beerenobst wie Johannis-, Stachel- und Jostabeeren sowie Himbeeren ist die Zeit dafür güns­tig. Frostempfindliche Obstarten wie Aprikosen, Pfirsiche, Quitten, Nussbäume und Kletterobst wie Weinreben und Kiwi pflanzt man besser im Frühjahr. Vorsicht ist in jedem Fall geboten, wenn Wühlmäuse Probleme machen und sich an den jungen Wurzeln der Gehölze gütlich tun. Hier­ge­gen schützen Pflanzhosen aus engmaschigem Drahtgeflecht.

(hbw) Ist der Standort für neue Obstgehölze optimal vorbereitet, der Garten im ökologischen Gleichgewicht und eine robuste Sorte ausgewählt, entscheidet nur noch die Qualität der Jung­pflan­ze darüber, wie gut sie sich entwickelt. Gemessen am erwünschten Lebensalter eines Obstgehölzes darf der Preis nicht ausschlaggebend sein. Schlechtes Ausgangsmaterial lässt sich selbst mit bester Pflege nur selten wettmachen. Wer seine Obstgehölze in anerkannten Baum­schu­len erwirbt, kann weitgehend sicher sein, dass die Pflanze hohe Qualitätsnormen erfüllt, dass die Veredlungen sortenecht sind und aus guten Selektionen stammen und dass die Pflanzen frei von Krankheiten und Schädlingen sind. Dies ist auch wichtig, damit im Garten bereits bestehende Obstkulturen nicht angesteckt werden.

(hbw) Grundsätzlich gilt: Der Herbst ist der beste Zeitpunkt für Neupflanzungen. Dann haben die Bäume und Sträucher das Laub abgeworfen, aber der Boden ist noch nicht gefroren. Nur bei Gehölzen, deren Holz leicht durch Frost geschädigt wird, wie Walnuss, Marone, Pfirsich und Ap­ri­ko­se, ist die Frühjahrspflanzung vorzuziehen, ansonsten muss der Jungbaum im ersten Winter einen Frostschutz erhalten.


Minikiwi ‘Weiki’Foto: Buchter-Weisbrodt Süß und aromatisch schmecken die Früchte der ertragreichen Minikiwi ‘Weiki’.

Naschobst für den Herbst

(bs) Wer auch nach der Haupt-Erntezeit noch frische Früchte aus dem eigenen Garten verzehren will, ist mit Minikiwis (Actinidia arguta) gut beraten. Den stachelbeergroßen Früchten schaden die ersten Fröste nicht, und sie können daher auch noch im November oder Dezember frisch und ungeschält direkt von der Pflanze genascht werden. Sie eignen sich auch für Marmelade, Dörrobst, Kompott oder Likör.


Hübsch, lecker und gesund: Preiselbeeren

(bs) Doppelten Nutzen bringen Preiselbeeren. Von Natur aus sind sie robuste, immergrüne Bodendecker für halbschattige Plätze in sauren Böden. Ihre herrlich roten Früchte sehen ebenso wie die glänzenden Blätter attraktiv aus, außerdem ergeben sie vitaminrei­che, schmackhafte Konfitüre und Gelee – ideal zu Wildgerichten.

Im Oktober ist Erntezeit. Zugleich können Sie Preiselbeer­pflan­zen aus Containern in saure Waldhumus- oder Moorbeeterde im Ab­stand von 25–30 cm pflanzen. Die Sorten ‘Koralle’ (aufrecht, bu­schig) und ‘Red Pearl’ (buschig bis ausläuferbildend, große Früchte) eignen sich auch gut als Unterpflanzung von Bee­ren­obst­stämm­chen. Gute Partner zu Preiselbeeren sind Cranberries aus Amerika, die wesentlich größere Früchte tragen.


Spät reifende Äpfel vertragen Minusgrade

(hbw) Spät reifende Äpfel vertragen am Baum durchaus Minustemperaturen von –2 oder –3 °C. Sie lassen sich danach problemlos ernten, lagern und verwerten. Allerdings dürfen sie nach einer Frostnacht erst berührt werden, wenn die Temperatur deutlich über 0 °C gestiegen ist.


Obst lagenweise und gut kontrollierbar lagernFoto: BUND Lemgo In stapelbaren Apfelstiegen, wie sie beispielsweise der BUND Lemgo anbietet, lässt sich das Obst lagenweise und gut kontrollierbar lagern.

Äpfel in Stiegen einzeln lagern

(bs) Kühle Keller mit Temperaturen knapp über 0 °C sind ideal zum Lagern. In sauberen, möglichst des­infizierten Obstkisten oder Regalen liegen die Früchte schön aufgereiht, damit man faulende gleich entdecken und entfernen kann. Kontrollieren Sie einmal in der Wo­che das gelagerte Obst und sor­tie­ren Sie Früchte mit Faulstellen heraus.

 
Apfeltriebsucht und Obstbaumkrebs

(hbw) Apfeltriebsucht wird durch zellwandlose Bakterien (Phytoplasmen) hervorgerufen. Sie verursachen besenartigen Wuchs, vergrößerte Nebenblätter und kleine, schlecht ausgefärbte, minderwertige Früchte. Befallene Bäume sollten Sie jetzt, nach Saisonende, roden. Zeigen einzelne Apfelbäume einen Befall mit Obstbaumkrebs, sollten Sie bereits zu diesem Zeitpunkt
die Schadstellen ausschneiden. Denn warten Sie damit bis zum Jahresende, wenn meist nasskalte Witterung herrscht, verbreitet sich der Krebs besonders gut weiter.


MaronenFoto: Stein Maronen sind ein Gaumenschmaus. Die Bäume werden aber so groß, dass sie sich nur fürs Rahmengrün eignen.

Esskastanien - leckere Früchte, ausladende Bäume

(bs) Maronizeit ist bis Dezember. Dann schälen sich die rehbraunen Ess­kas­tanien aus ihren stacheligen Hüllen, werden auf Holzkohlenfeuer gegrillt oder in der Bratröhre gegart. Auch frisch oder nach den ersten Frösten schmecken sie ausgezeichnet. Die Bäume werden aber so mächtig, dass sie lediglich im Rahmengrün gut aufgehoben sind.

 
Wildobst mit den Tieren teilen

(bs) Wer eine Wildfruchthecke gepflanzt hat, kann jetzt z.B. Haselnüsse, Schlehen, Sanddorn, Hagebutten, Apfelbeeren oder die herb-süßen Früchte der Mährischen Eberesche ernten. Auch viele Tiere wie Rotkehlchen, Eichhörnchen und Hasel­maus profitieren von einem reichhaltigen Wildobst-Angebot.

Heimisch ist die Kornelkirsche, die zeitig im Frühjahr blüht. Die Früchte schmecken vollreif ab Spät­herbst aromatisch süß und er­reichen bei Sorten wie ‘Jolico’ 2–2,5 cm Durchmesser.


Birnen nehmen Druck sehr übel

(bs) Bei der Obsternte, besonders bei Birnen, sollten Sie vorsichtig vorgehen. Die Früchte weder drücken noch deren Fruchthaut beschädigen! Solche Früchte halten sich nur kurz und beginnen bald zu faulen.

Frühe Birnen sind meist nicht lange lagerfähig, es sei denn, Sie ernten sie halbreif. Die Früchte sollten aber schon etwas Aroma und Zucker gebildet haben, jedoch noch fest sein. Bei kühler Temperatur können die Birnen langsam nachreifen. Lassen Sie aber einen Teil der Früchte am Baum reifen, dann sind sie ganz besonders schmelzend und aromatisch.


Nashis gedeihen auch fernab von Fernost

(bs) Wer Lust auf besonders saftige asiatische Birnen hat, pflanzt Na­shis. Wählen Sie eine sonnige, war­me Stelle im Garten aus, an der vorher kein Kernobst stand. Die Früchte reifen von August bis Ende September nach und nach am Baum. Sie lassen sich den Oktober über gut lagern.


BirnenquittenFoto: Stein Quitten, hier im Bild Birnenquitten, sollten Sie öfter durchpflücken und schnell verarbeiten, damit keine Fruchtfäule einsetzt.

Quitten schnell verarbeiten

(bs) Auch wenn die Quittenernte in diesem Jahr größer ausfällt, sollten Sie die Früchte nicht zu lange lagern. Lieber öfter durchpflücken und schnell verarbeiten, denn bei dem duftenden, goldgelben Kernobst kann schon nach wenigen Tagen die Fruchtfäule einsetzen. (Mehr dazu hier.)


Baumstämme vor Frost schützen

(bs) Streichen Sie jetzt Ihre Obstbäume mit weißer Baumschutzfarbe. Sie verhindert das Auf­hei­zen an sonnigen Wintertagen und somit auch Frostrisse. Zudem können sich Schädlinge auf weißem Un­ter­grund schlechter vor ihren Feinden verstecken.


Obstbäume stützen, Fallobst entsorgen

(bs) Die Obsternte ist in vollem Gange. Manche Apfelbäume hängen in die­sem Jahr so voll, dass eine Baumstütze angebracht ist. Auch Äste, die bisher gehalten haben, können bei Herbst­stür­men ab­brechen. Das Fallobst sammeln Sie laufend ab, verwerten oder entsorgen es, damit sich Schädlinge und anhaften­de Krankheiten nicht weiter verbreiten.


Kleinen Frostspanner mit Fanggürteln bekämpfen

(hbw) An warmen Oktoberabenden fliegen die Männchen des Kleinen Frostspanners, das Weib­chen ist flugunfähig und kriecht den Stamm hoch, um in der Baumkrone die Eier abzulegen. Die Larven richten im Frühjahr immense Fraßschäden an. Ein Fanggürtel, dicht um Stamm und Pfahl gelegt, verhindert, dass die Weibchen den Stamm emporkriechen und ihre Eier ablegen. Leim­rin­ge sind weniger günstig, da auch Nützlinge haften bleiben und sogar Vögel Schaden nehmen können.


ObstverkostungFoto: Stein Viele bekannte „Handelssorten“ sind im Haus- und Klein-
garten schwierig. Geschmack und Resistenz sollen kaufentscheidend sein.

Obstverkostung vor dem Baumkauf

(bs) Jetzt gilt es, die Obsternte einzubringen: leuchtend rote Äpfel und saftige Birnen. Viel gesprochen wird über die Vorzüge alter Sorten. Doch probieren geht über studieren: Ein Geschmackstest, bevor Sie einen neuen Obstbaum pflanzen, bringt zutage, ob die alten Sor­ten tatsächlich so gut schmecken oder ob mit den „neuen“, auf Widerstandsfähigkeit gegen Schorf, Mehltau oder Feuerbrand gezüchteten Sorten, ernsthafte Konkurrenz entstanden ist. Ideale Pflanzzeit ist bis zum Einsetzen harter Fröste.


Klassische Kiwisorten reifen lange und müssen kühl nachreifen

(bs) Frisch geerntet schmecken Kiwis (Actinidia speciosa) langweilig, denn für das besondere Aroma brau­chen sie noch einige Wochen der Nachreife. Bei älteren Sorten sind die pelzig braunen Früchte, die in Büscheln an Spalieren hängen, pflück­reif, sobald sie leich­tem Druck nach­geben. Erst kurz vor dem Winter ist das der Fall.

Flach ausgebreitet la­gern die geernteten Früchte in Kör­ben oder Kisten kühl und trocken bei 0 bis 5 °C. Erst zum Jahresende bis Januar sind die Früchte reif zum Genuss, weich, süß und aroma­tisch eine echte Delikatesse.

(bs) Jetzt gibt es mit der neuen Züchtung ‘Green Light’ (von Hä­ber­li) eine Sorte, die wegen ihrer frü­hen Reife schon an der Pflanze be­sonders wohlschmeckende Früchte trägt. Damit hat das umständli­che Nachreifen ein Ende. ‘Green Light’ ist eine weibliche Sorte und braucht zur Be­fruch­tung eine männ­liche Sorte, wie z.B. ‘Matua’.

(hbw) Kleinfrüchtige Kiwis, vor allem die Sorte ‘Weiki’, vertragen Minustemperaturen bis –5 °C. Da sie bis weit in den Dezember hinein an der Pflanze haften bleiben, können Sie durchaus einige
Naschfrüchte für den spätherbstlichen Streifzug durch den Garten am Stock belassen. Großfrüchtige Kiwis müssen spätestens bei der ersten Frostwarnung abgeerntet werden.


Walnüsse Walnüsse - auf der lauwarmen Heizung ausgelegt - trocknen schnell und schimmelfrei.

Walnüsse schnell zum Trocknen auslegen

(hbw) Die Walnuss reift folgernd, d.h. die reifen Nüsse fallen nach und nach vom Baum. Die Haupternte fällt meist in den Oktober, wenn die Witterung schon feucht und kühl ist. Unter diesen Bedingungen können am Boden liegende Walnüsse rasch schimmeln. Es empfiehlt sich, die Früchte alle zwei Tage aufzusammeln, von anhaftenden grünen Schalenresten zu befreien und sofort ins Trockene zu bringen. Die Schimmelart, die Walnüsse befällt, gibt sehr starke Giftstoffe ab. Befallene Nüsse sollten also grundsätzlich aus­sor­tiert werden.


Auf die Bodenqualität bei Neupflanzungen achten

(hbw) Obstgehölze sind langlebige Kulturen, sie stehen oft viele Jahre am selben Standort – bei großen Obstbäumen können es sogar mehrere Jahrzehnte sein. Müssen Sie Beerensträucher und -hecken oder Obstbäume erneuern, stellt sich die Frage nach der Bodenqualität. Wenn dieselbe Obstart nachgepflanzt wird, kann es sein, dass das Gehölz dauerhaft kümmert, obwohl Sie gewissenhaft düngen, wässern und das Unkraut entfernen. Ursache ist die sogenannte Bodenmüdigkeit.
Begründet wird das Phänomen u.a. damit, dass die Wurzeln all die Jahre bestimmte Stoffe in den Boden abgegeben haben, auf die junge Wurzeln derselben Obstart empfindlich reagieren. Es ist grundsätzlich besser, wenn Sie den Standort wechseln oder zumindest den Boden vor Neupflanzungen großzügig austauschen. Das sollten Sie jetzt schon tun, damit der Boden sich bis zur Neupflanzung Anfang bis Mitte November gut setzen kann. Apfelbäume, die in diesem Jahr wenig Ertrag hatten und stattdessen die Assimilate in Holzwachstum umgesetzt haben, können Sie während bzw. sofort nach der Ernte zurückschneiden. Die Schnittstellen trocknen noch ein, und das Entnehmen der belaubten Äste bremst das Wachstum im Frühjahr. Noch wir kungsvoller wird der zu starke Wuchs gehemmt, wenn Sie die Bäume erst im kommenden August schneiden und im Winter oder zeitigen Frühjahr auf den Schnitt verzichten.
 

Noch einmal die Erdbeerbeete kontrollieren

Prüfen Sie nochmals Ihr Erdbeerbeet, ob es frei von Ausläufern und Unkraut in den Winter geht. Erdbeerpflanzen reagieren auf diese Konkurrenz sofort mit weniger Fruchtansatz. Kränkliche, vertrocknete oder fleckige Blätter sollten Sie auch gleich entfernen.

Foto: Buchter-Weisbrodt Entfernen Sie befallene Erdbeerblätter (hier mit Weißfleckenkrankheit) möglichst umgehend.