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Obstgarten Mai

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StachelbeerenFoto: Flora Press/Visions Stachelbeeren können Sie auch grün ernten und zu Kompott und Konfitüre verarbeiten.

(gvi) Stachelbeeren grün ernten: Stachelbeeren gehören zu den wenigen Beerenfrüchten, die Sie bereits im unreifen, grünen Zustand ernten und zu Kompott oder Konfitüre verarbeiten können. Bei reichem Fruchtansatz ist diese Maßnahme sogar empfehlenswert. Denn die verbleibenden Beeren können sich so besser entwickeln und werden größer und saftiger.

(gvi) Stroh erst nach der Blüte auslegen: Bei früh blühenden Erdbeersorten sollten Sie zunächst noch auf das Mulchen mit Stroh verzichten, denn es behindert den Wärmenachschub aus dem Boden. Warten Sie besser bis nach der Blüte bzw. bis die Frostgefahr endgültig vorbei ist. Wenn Sie das Stroh auslegen, sollten Sie gleich etwas Stickstoffdünger in den Boden einarbeiten. Er gleicht die Stickstoffmenge aus, die die Mi­kroorganismen bei der Zersetzung des Strohs aus dem Boden binden.

(gvi) Beerensträucher mulchen: Beerensträucher zählen zu den sogenannten Mullbodenpflanzen. Das bedeutet, ihre Wurzeln wachsen sehr flach unter der Oberfläche und sie bevorzugen einen feuchten und humosen Boden. Damit der Boden langfristig feucht bleibt, sollten Sie also mulchen. Dazu bedecken Sie die Erde am besten mit Laub, Kompost oder Rasenschnitt.


Sibirische BlaubeereFoto: mauritius images/Müller/McPhoto/Alamy Die süßen Beeren der Sibirischen Blaubeere reifen bereits ab Mitte Mai.


(gvi) Frühes Wildobst: Die süßen Beeren der Sibirischen Blaubeere oder Honigbeere (Lonicera caerulea var. kamtschatica) reifen bereits ab Mitte Mai, damit sorgen sie für die erste Ernte im Obstgarten. Die Pflanze hat noch weitere Vorteile, so gedeiht sie problemlos auf allen Böden und in allen Lagen und benötigt keinen Pflanzenschutz. Beim Pflanzen und Erziehen gelten die gleichen Regeln wie für Rote Johannisbeeren. Im Handel verbreitet sind z.B. die Sorten ‘Maistar’ und ‘Mailon’.

(gvi) Vorsichtig düngen: Bei gut eingewachsenen Obstbäumen ist in der Regel keine zusätzliche Nähr­stoff­ver­sor­gung nötig. Anders sieht es bei Beerenobst aus, besonders bei Himbeeren, die Stark­zehrer sind. Sie benötigen jetzt einen lang anhaltenden organischen Dünger, wie z.B. Horn­späne, der in eine Mulchschicht eingearbeitet wird. Achten Sie beim Einarbeiten darauf, dass Sie die Wurzeln nicht beschädigen.

(gvi) Junge Bäume retten: Für neu gepflanzte Bäume, die jetzt noch keinen Austrieb zeigen, können Sie einen Rettungsversuch starten. Schneiden Sie die Pflanzen stark zurück und bewässern Sie sie ausgiebig. Auch das Einhüllen in Sackleinen, das Sie immer feucht halten müssen, hilft, die Ver­dunstung zu reduzieren.


Röteln bei Süßkirschen:
(gvi) Das sogenannte „Röteln“ bei Süßkirschen zeigt sich durch frühzeitige rötliche Verfärbungen der jungen Früchte. Als Folge fallen die Früchte vorzeitig ab. Ursache ist vor allem eine stark wechselhafte Witterung (warm/kalt, trocken/nass) während des beginnenden Fruchtwachstums. Durch wiederholte Spritzungen mit organischen Blattdüngern nach der Blüte können Sie das Röteln deutlich reduzieren.


Röteln bei SüßkirschenFoto: Thomas Riehl, www.obstbauseite.de Grund für das sogenannte „Röteln“ bei Süßkirschen ist eine stark wechselhafte Witterung.


Gelbe Blätter an Obstbäumen:
(gvi) Sollten Ihre Obstbäume gelbe Blätter aufweisen, bei denen die Blattadern aber noch grün sind, ist das möglicherweise ein Anzeichen für einen Eisenmangel. Dieser tritt häufig bei kalkhaltigen oder verdichteten Böden auf. Mit einem eisenhaltigen Blatt­dün­ger können Sie schnell für Abhilfe sorgen, am besten beugen Sie aber durch vorsichtiges Lockern und beständiges Mulchen einer Bodenverdichtung vor.

Erdbeerbeete vorbereiten:
(gvi) Kleine Früchte, braune Blätter, faule Wurzeln oder ein stockendes Wachstum können bei Erdbeerpflanzen ein Zeichen für einen Befall mit Nematoden sein. Wenn Sie im August ein neues Beet bepflanzen wollen, sollten Sie dort schon jetzt Tagetes als Vorkultur säen – deren Wurzeln sondern einen Wirkstoff ab, der Nematoden abtötet.


Steinobst ausdünnen:
(gvi) Eine bessere Fruchtqualität, kein Astbruch übervoller Zweige und ein positiver Effekt auf den nächstjährigen Ertrag – drei Vorteile, wenn Sie Zwetschen, Pflaumen und Pfirsiche ausdünnen. Am einfachsten geht das, solange die Früchte noch klein und die Stängel weich sind. Idealerweise soll­ten Sie pro 1 m Fruchtholz ca. 25–30 Früchte hängen lassen – am besten so, dass sich die verbleibenden Früchte nicht berühren.


Steinobst ausdünnenFotos: Die Grüne Kamera Dünnen Sie Steinobst für eine optimale Fruchtqualität so aus, dass sich die verbleibenden Früchte nicht berühren.

 

Hilfe für den Obstnachwuchs:
(gvi) Wurzeln bilden, in die Höhe wachsen, blühen und fruchten – Obstbäume haben viel zu tun. Gerade für junge Bäume kann das bei Trockenheit zu viel sein, weil ihre kurzen Wurzeln noch nicht an das Wasser in tieferen Bodenschichten kommen. Blüten und Fruchtansätze werden meistens als Erstes abgeworfen. Wässern Sie Ihren Obstnachwuchs deshalb schon jetzt kräftig!

Maracujas aus dem Garten:
(gvi) Passionsblumen kennt man entweder als exotische Kübelpflanze oder als aromatische Maracuja aus dem Supermarkt. Es gibt aber auch Sorten, die Frost vertragen und so eine eigene Ernte im heimischen Garten ermöglichen. Voraussetzung: ein sonnig warmer und geschützter Standort. So ist eine Ernte im September möglich. Zur Überwinterung müssen Sie die Triebe nur abschneiden und den Wurzelstock mit Laub vor zu viel Winternässe schützen.


ObstgartenFoto: Buchter-Weisbrodt ‘Weiki’ ist eine süße, aromatische und ertragreiche Sorte, benötigt aber eine zweite Befruchtersorte wie z.B. ‘Nostino’.

Früchte von neu gepflanzetn Obstgehölzen entfernen

(gvi) Achten Sie darauf, dass die im März ge­pflanz­ten wurzelnackten Obstbäume im ersten Standjahr noch keine Früchte ausbilden. Viel wichtiger als die erste Ernte ist nämlich, dass die Pflanzen ausreichend neue Wurzeln bilden, da sonst ein jahrelanger Küm­mer­wuchs die Folge sein kann. Für Containerware gilt dieser Rat übrigens nicht, da in der Regel ein ausreichend großer Wurzelballen vor­han­den ist.

Mulch und ein feuchter Boden mindern Ernteeinbußen

(gvi) Längere Trockenperioden führen bei fast allen Beerensträuchern zu Ertragseinbußen. Halten Sie deshalb den Boden unter den Pflanzen ständig mit Mulch bedeckt. Sollten Sie trotzdem bewässern müssen, dann gießen Sie das Wasser durchdringend mit der Gießkanne direkt an die Pflanze, statt täglich die Pflan­zen mit dem Rasensprenger zu beregnen, damit nicht ein Teil des Wassers ungenutzt verdunstet.

(bs) Besonders unter Him­beeren sollte der Boden mit einer Mulchschicht abgedeckt sein. Stroh, grober Kompost, Rindenmulch oder angetrockneter Rasenschnitt halten die Erde schön locker und feucht. Bewährt hat sich auch eine Untersaat mit Klee. Reichern Sie den Boden zuvor mit reifem Kompost an, um eine ausreichende Versorgung mit Nähr­stoffen zu gewährleisten. Be­son­ders während der Blütezeit und wenn sich die Früchte ausbilden, darf es den Beerensträuchern nicht an Wasser fehlen. Rieseln die Blüten von den Johannisbeer­sträu­chern, kann neben Trocken­heit aber auch eine ungenügende Befruchtung oder Spätfrost die Ursache sein.

Jetzt Kiwibeeren pflanzen

(gvi) Jetzt ist der ideale Pflanzmonat für die klein­früch­ti­gen Kiwibeeren (Actinidia arguta), auch Arguta-Kiwis genannt. Sie haben gegenüber den großfrüchtigen Kiwis (Actinidia deliciosa) den Vorteil, dass sie absolut winterhart sind. Zudem reifen die Früchte in unserem Klima besser aus und Sie können sie ungeschält direkt von der Pflanze genießen. Kiwibeeren brauchen einen vollsonnigen Standort und in der Regel eine zweite Befruchtersorte. Allerdings gibt es mittlerweile auch die ersten selbstfruchtbaren Sorten wie ‘Issai’ und ‘Vitikiwi®’.


Erdbeerernte - FolientunnelFoto: Fotolia/Jürgen Fälchle Die Erdbeerernte aus dem eigenen Garten lässt sich mit einem Folientunnel deutlich verfrühen.

Erdbeerernte durch Folientunnel verfrühen

(gvi) Erdbeeren unter einem Folientunnel anzubauen, bringt viele Vor­tei­le: Die Blüten – und später die Früchte – werden vor Regen ge­schützt, und die Ernte lässt sich um drei bis vier Wochen ver­frü­hen. Allerdings müssen Sie während der Blütezeit täglich von morgens bis abends lüften, damit Bienen in den Tunnel fliegen und die Blüten bestäuben können. Vergessen Sie nicht, die Pflanzen mit Stroh zu unterlegen, um die Früchte auch von unten zu schützen. Falls Sie kein Stroh haben, können Sie wie bei den Melonen eine Mulchfolie verwenden.


Melonen warme Füße geben

(gvi) Gegen Ende des Monats bis Anfang Juni können Sie vorgezogene Wassermelonen (Citrullus lanatus var. vulgaris) und Zuckermelonen ins Freie pflanzen. Da Melonen gerne „warme Füße“ haben, empfiehlt es sich, eine schwarze Mulchfolie über den Boden zu legen. So kann sich der Boden darunter besonders gut erwär­men, was das Wurzelwachstum anregt. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Früchte durch den fehlenden Erd­kon­takt sauber bleiben. Außerdem unterdrückt die Mulchfolie un­er­wünsch­ten Wildwuchs.


Obstbäume bei Trockenheit ausreichend wässern

(gvi) Sollte der Mai in diesem Jahr eher trocken ausfallen, sorgen Sie für eine ausreichende Bewässerung Ihrer Obstbäume. Das gilt nicht nur für neu gepflanzte Gehölze, sondern auch für den Altbestand. Dadurch lässt sich der Junifall reduzieren, und die Fruchtqualität wird insgesamt verbessert.

ObstblüteFoto: Breder Nach dem langen, kalten Winter hoffen alle Gartenfreunde auf frost­freies Wetter zur Obstblüte, damit die Blüte keinen Schaden nimmt.

Bei Nachtfrösten hilft im Hausgarten nur ein Gebet

(bs) Äpfel, Birnen, Quitten und Kir­schen stehen in voller Blüte, und jeder Gartenbesitzer hofft, dass es vor den Eisheiligen keine Nachtfröste mehr gibt. Blühende Obstgehölze sind sehr empfindlich, wobei die kritischen Temperaturbereiche vom jeweiligen Entwicklungsstadium der Blüten abhängen. Während die Knospen der meisten heimischen Obstarten bis –4 °C überstehen, schaden der Vollblüte bereits –1,5 °C. Jungfrüchte von Aprikosen erfrieren schon bei –0,5 °C, junge Äpfel ertragen dagegen Frost bis zu –2 °C. Abdeckungen aus Stoff, Papier oder Vlies schützen kurzfristig kleinere Gehölze.


Eisenmangel an Obstgehölzen

Zeigen Obstgehölze in der Wachstumsphase gelbe Triebspitzen, liegt meist ein Eisenmangel vor. Der stellt sich insbesondere auf kalkhaltigen oder auch stark verdichteten, luftarmen Böden ein. Eine Blattdüngergabe kann hier Abhilfe schaffen. Am besten beugen Sie durch vorsichtiges Lockern und beständiges Mulchen einer Verdichtung des Bodens vor.


Obstgehölze in KübelnFoto: Stein Obstgehölze in Kübeln passen gut auf die Terrasse. Der Nachteil: Die Gehölze vergreisen schon nach etwa zehn Jahren.

Prima im Kübel

(bs) Im­mer häufiger werden Obstgehölze für Kübel und Kästen in Containern angeboten. Fast das gesamte Sortiment gibt es auf spezielle schwach wachsende Unterlagen veredelt für den begrenzten Raum. Ein Nachteil dieser Gehölze ist allerdings ihre kurze Le­bensdauer in Gefäßen: Sie erschöpfen sich schnell und vergreisen schon nach etwa zehn Jahren.

Im Garten ausgepflanzt dienen schwach wachsende Obstgehölze in Form von Spalieren und Spindeln als lebendige Trennung der „Gartenzimmer“, breiten sich an Hauswänden aus, erklimmen dekorative Ro­sen­bö­gen oder grenzen das Grundstück zum Nachbarn hin ab.


Düngen mit Augenmaß

(bs) Vermeiden Sie eine Überdüngung der Obstbäume. Sofern die Wur­zeln in gut versorgte Gartenerde reichen, entfällt in der Re­gel jegliche zusätz­liche Nährstoffversor­gung. Anders sieht es beim Beerenobst aus, unter denen Himbeeren Starkzehrer sind. Sie benötigen milde, lang anhaltende Dünger, wie z.B. Hornspäne, die in eine Mulchschicht eingearbeitet werden. Achten Sie darauf, dass keine Wurzeln beschädigt werden. Vor allem stachel­lose Brombeeren reagieren problematisch. Langsam wirkende Dünger sollten nach Ende Mai nicht mehr gegeben werden.


Wurzeln entzerren vor dem Pflanzen

(hbw) Obstgehölze im Container lassen sich die gesamte Vegetationsperiode über pflanzen. Wer im Frühjahr setzt, muss die Wurzeln besonders gründlich entzerren, der Wurzelballen darf nicht in der durch den Container vorgegebenen kompakten Form in das Pflanzloch. Die Wurzeln würden monate-, teils sogar jahrelang im Kreis wachsen und kaum in den umgebenden Boden vordringen. Sie können dann weder Wasser noch Nährstoffe für die Pflanze erschließen und sind auf sehr häufi ges Gießen angewiesen. Da einige Wurzeln zwangsläufig verloren gehen, sollte die Pflanze etwas zurück geschnitten werden.

Echten Wein während der Blüte stutzen

(bs) Sobald Weinreben blühen, wird zur Schere gegriffen. Kürzen Sie zur besseren Lichtversorgung die Triebe ein Blatt hinter den Blütenständen ein.


Wild­bienen-QuartierFoto: Stein Hohle oder leicht von Insekten frei­zubohrende Hölzer gehören nicht auf den Kompost und nicht in den Schredder, sondern sollten als Wild­bienen-Quartiere angeboten werden.

Wildbienen fördern

(bs) Ein warmes und trockenes Frühjahr und viele fleißige Blütenbestäuber sind entscheidend für die Ernte an Obst­bäu­men. Doch die Zahl der Bienenvölker ist zu­rück­ge­gan­gen. Immer öfter müssen Hummeln und Wildbienen die Bestäubung von Blüten der Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflau­men- und anderen Obstbäume übernehmen. Locken Sie diese Nutzinsekten mit Nisthilfen und Futterpflanzen in Ihren Garten. Nicht befruchtete Blüten werden etwa nach ein bis vier Wochen mit Stiel abgeworfen (Nachblütefall). Befruchtete Blüten lassen nur die Blütenblätter fallen. Langsam entwickelt sich danach eine kleine Frucht, die beim Apfel Ende Mai etwa walnussgroß ist. Im Juni wirft der Baum alle Früchte ab, die nicht ernährt werden kön­nen.


Apfelwickler auf Hochzeitsflug

(bs) Ab Mitte des Monats befinden sich die Männchen des Apfel- wicklers auf Hochzeitsflug. Durch Duftstoffe (Pheromone) lassen sie sich leicht vom Weg abbringen und in die Pheromonfallen leiten, die jetzt in die Bäume gehängt werden. Diese Fallen zeigen also an, wie viele Insekten fliegen. Bei einer Invasion gilt es, mit entsprechenden Mitteln gezielt zu spritzen.


Was schon Seidenspinnerraupen mochten

(bs) Maulbeeren sind eine Seltenheit, doch haben sie schon seit Urzeiten die Menschen be­schäf­tigt. Die Bäumchen aus China waren einst hochgeschätzt, vor allem weil die Blätter der weißen Art (Morus alba) zum Füttern der Seidenspinnerraupen verwendet werden.

Maulbeeren am BaumFoto: Themenbild Maulbeeren am Baum ...

 
BrombeerenFoto: Themenbild ... und wie kleine Brombeeren auf der Hand.

Die Früchte der Schwarzen Maul­beere (Morus nigra) sehen wie Brom­beeren aus und schmecken angenehm süß. Beide Arten sind da­her als Naschobst will­kom­men. (Hinweis: Da Maul­beer­bäume 5–7 m hoch werden können, sind sie nicht für die Parzelle, sondern eher für das Rahmengrün geeignet.)

Veredelte Exemplare der Platz sparenden Hängeform (Morus nigra ‘Pendula’) ergeben ein interessantes und wertvolles Topfobst für die Terrasse. Ausgepflanzt vertragen die Bäumchen mit den hübschen Blättern und interessanten Blüten allerhand Frost, sie sollten aber windgeschützt stehen.


Die winterharte Wolfs- oder Gojibeere ‘Nima’ ...

(bs) ... (Lycium barbarum) ist mit ihren vielen weiß-violetten Blütchen ein attraktiver, bis 180 cm hoher Strauch, an dem von August bis Oktober leuchtend orange- rote Beeren reifen. Gegenüber früheren Sorten schmecken ihre Früchte deutlich süßer, milder und angenehmer, außerdem ver­zweigt sich die Sorte besser und wächst buschiger. Die chinesische Medizin schätzt die „Beere der ewigen Jugend“ mit vielen Vitalstoffen als Geheimwaffe gegen das Altern. Frisch oder getrocknet passen die Früchte als Beigabe zu Müsli, Joghurt, Salaten oder Backwaren.


Wein sollte jähr­lich gut mit Humus versorgt werdenFoto: Stein Bereits gepflanzter Wein sollte jähr­lich gut mit Humus versorgt werden.

Neue Rebsorten für sonnenverwöhnte Lagen

(bs) Eigene Tafeltrauben zu ernten, ist dank neuer Züchtungen unkompliziert. Wählen Sie nur neuere Sorten, die unempfindlich oder sogar ganz resistent sind gegen Pilzkrankheiten wie Echten Mehltau, Falschen Mehltau und Grauschimmel (Botrytis), z.B. mit grünen Trau­ben: ‘Phoenix’ (kleine Beeren, eig­net sich auch für Wein) und ‘Fres­co’; mit blauen Trauben: ‘Regent’, ‘Fiorito’ (‘Buffalo’), ‘Aromato’ (‘Muscat bleu’). Sie bestäuben sich selbst.

Ein sehr sonniger und wind­ge­schütz­ter Platz an einer südlichen Hauswand oder Mauer ist ideal. Der Boden soll humos und nähr­stoff­reich sein. Die meist zwei- bis drei­jährigen Jungpflanzen sind jetzt im Handel. Bereits gepflanzter Wein sollte alljährlich reichlich mit Humus (Mist, Kompost, organischem Dünger) versorgt werden.

 
Fruchtbehang regulieren

(hbw) Wer regelmäßig schöne Früchte ernten will, muss den Fruchtansatz regulieren. Den größten Effekt für die Entlastung der Bäume und damit auch zur Vermeidung der Alternanz (dem schwankenden Ertrag von Jahr zu Jahr) erzielen Sie mit Eingriffen bereits drei bis vier Wochen nach der Blüte: Vorzugsweise entfernen Sie Früchte, die an dünnen Zweigen hängen, klein oder beschädigt sind.


Steinobst ausdünnen

(hbw) Pfirsichfrüchte sollten einzeln hängen bleiben, mit einer Handbreit Abstand zur Nachbarfrucht. Bei Pflaumen können die Äste zunächst geschüttelt werden, um einen Teil der Früchte zu entfernen. Dann vereinzeln Sie die Früchte in den Büscheln, sodass 40 Früchte pro Meter Fruchtholz bei großfrüchtigen Sorten, bis zu 50 bei kleinfrüchtigen Sorten und 80 bei Mirabellen verbleiben. Bei Apfel und Birne dürfen maximal zwei Früchte pro Fruchtstand stehen bleiben.


Andenbeere (Physalis peruviana)Foto: Stein Die Andenbeere (Physalis peruviana) pflanzt man am besten in Kübel, da sie keinen Frost verträgt.

Lampignonblumen zum Essen

(bs) Lieben Sie einen süßsäuerlichen, aromatischen Geschmack, dann sind die kirschgroßen Früchte der Andenbeeren (Physalis peruviana) genau das Richtige für Sie. Die bis zu 150 cm hohen, ab August bis zum Winter üppig tragenden Vitaminbringer verstecken ihre orange Früchte in lampion­ähnlichen Hüllen, die man vor dem Verzehr öffnet und die Frucht herausdreht. Sie sind als Kübelpflanzen gut geeignet, denn die Pflanzen vertragen keinen Frost.


Kirschen wirksam schützen

Neben der Kirschfruchtfliege bereitet nun die neu eingewanderte Kirschessigfliege Probleme. Gelbtafeln helfen gegen keinen dieser Schädlinge, da ihr Wirkungs grad nur bei 10 bis 40 % liegt; für einen wirksamen Schutz müsste er über 95 % betragen. Zudem verenden viele Nützlinge auf den Leimtafeln. Gegen die Kirschfruchtfliege hilft am ehesten die Sortenwahl: Süßkirschensorten, die in den ersten drei Wochen der  Kirschenzeit reifen, sind befallsfrei, da das Schadinsekt bevorzugt gelbgrüne Früchte ansticht und Frühsorten  zur Flugzeit bereits rot sind. Bei kleinen Bäumen später reifender Sorten hilft ein spezielles Kulturschutznetz, das zu einem Schlauch zusammengenäht ist. Es bietet nahezu hundertprozentige Befallsfreiheit, auch von  anderen Schädlingen. Es wird Mitte bis Ende Mai aufgelegt. Der einzige Anbieter für diese besonderen Kulturschutznetze ist das Bayerische Obstzentrum. Mehr Infos hier.


Ballenpflanzen von Erd­beerenFoto: Stein Vorgezogene Ballenpflanzen von Erd­beeren sollten Sie schnell einpflan­zen, damit sie noch gut einwurzeln können, bevor die Erntezeit beginnt.

Erdbeeren als Ballenware

(bs) Die Pflanzzeit für Erdbeeren (eigentlich Ende Juli bis August) verschiebt sich immer mehr ins Frühjahr. Vorgezogene Bal­len­pflan­zen gibt es blühend im Gartencenter. Schnell einpflanzen, denn vor der bald beginnenden Ernte sollten die Pflanzen noch gut einwurzeln können!


Strohmulch für süße Früchtchen

(bs) Wer die Möglichkeit hat, Stroh zu bekommen, mulcht die Beete damit. Das hält die Früchte sauber und Schnecken fern. Mehrmals tragende Sorten mit Ernte von Ju­ni bis Oktober eignen sich gut für einen Platz im Naschgarten, am Fuß der Kräu­ter­schnecke oder in Ampeln. Nach einer mäßigen Haupt­ernte liefern sie bis Oktober ständig neue Früchte nach.


Mediterrane Früchte für Terrasse oder Balkon

(bs) Als Zwergobst in Kübeln sind Pfirsiche und Nektarinen stark im Kommen. Das Edelobst wird wie Aprikosen und Mirabellen gemeinhin nur in klimatisch warmen Gebieten kultiviert, jedoch sind beide nicht sehr empfindlich. Allerdings blühen sie früh und werden daher häufig durch Spätfröste geschädigt. Wer sie in kalten Nächten mit einem übergelegten Vlies schützt, vermeidet Misserfolge. Eine Unter­pflanzung der Bäumchen mit Stief­mütterchen z.B. sieht nicht nur gut aus sie ist auch nützlich, um mit bunten Farben Bienen und Hummeln zum Bestäuben anzulocken.


Sibirische BlaubeereFoto: Buchter-Weißbrodt Die Sibirische Blaubeere oder auch Honigbeere genannt, erinnert im Geschmack an süße Heidelbeeren.

Robuste Wildobstart: Sibirische Blaubeere oder Honigbeere

(hbw) Die Beeren der Sibirische Blaubeere oder auch Honigbeere (Lonicera kamtschatka), die wie sehr süße Heidelbeeren schmecken, reifen Mitte Mai an 1,5 m hohen Sträuchern. Die robuste Wildobstart gedeiht auf allen Böden und in allen Lagen und benötigt keinen Pflanzenschutz. Beim Pflanzen und Erziehen gelten die gleichen Regeln wie für Rote Johannisbeeren. Im Handel verbreitet sind z.B. die Sorten ‘Maistar’ und ‘Mailon’.


Frühjahrspflege für Himbeeren

(hbw) An den Himbeerruten zeigen sich nun die Blüten – kontrollieren Sie noch einmal, ob alle Tragruten gut fixiert sind. Sie dürfen nicht am Draht hin und her rutschen, denn an solchen Scheuerstellen brechen sie leicht ab. Zudem bilden schon kleinste Verletzungen Eintrittspforten
für die Erreger von Rutenkrankheiten.

Bei Sommerhimbeeren sollten Sie alle Jungtriebe in der zweiten oder dritten Maiwoche komplett zurückschneiden. Der Grund: Diese allerersten Austriebe können Frostschäden davongetragen
haben, die zu diesem Zeitpunkt noch kaum erkennbar sind. Die ab der zweiten Maihälfte wachsenden Jungruten sind viel vitaler!


Beeren den ganzen Sommer lang

(hbw) Wenn Sie gerne Beeren frisch aus dem Garten naschen, Smoothies, Früchtemüslis oder Kompott lieben, sollten Sie diverse Obstarten und -sorten anbauen, sodass Sie von Mai bis November immer ein paar reife Früchte ernten können. Die Saison eröffnet nun die sehr winterharte Honigbeere, auch Sibirische Blaubeere genannt, mit ihren walzenförmigen, blauen Beeren, die je nach Lage und Jahreswitterung auch schon einmal Ende April reif sein können.

Einzelne Himbeerfrüchte (von den Altruten der Herbsthimbeeren) folgen schon im Mai, auch mithilfe von Vlies verfrühte Erdbeer-Frühsorten gibt es schon Ende Mai. Dann lassen auch frühe Johannisbeeren und die Früchte der Felsenbirne nicht mehr lange auf sich warten.
Stachelbeeren, spät reifende Erdbeer- und Himbeersorten, Jostabeeren, Taybeeren und Japanische Weinbeeren werden von Heidelbeeren und Brombeeren abgelöst. Schließlich können Sie Herbsthimbeeren und remontierende Erdbeeren bis zum Frostbeginn ernten, in milden Jahren bis Dezember.

Bei Strauchbeerenarten wie Johannis-, Josta- und Stachelbeere stabilisiert eine Mulchschicht auf dem Boden im Wurzelbereich den Humusgehalt und sorgt für eine gleichmäßigere Bodenfeuchte. Ist es zur Blütezeit phasenweise zu trocken, können die Blüten verrieseln. Das bedeutet, dass nur wenige Beeren an einem Träubchen ansetzen, der Ertrag ist dann deutlich geringer. Aber auch feucht-kalte Witterung während der Blüte fördert dieses Verrieseln.
 

Buchter-Weisbrodt Solange die Jungtriebe der Weinreben noch weich sind, können Sie sie leicht mit der Hand abstreifen.

Pflege von Wein und Kiwi

Wenn aus den Stämmen Ihrer Rebstöcke junge Schosse austreiben, sollten Sie diese nutzlosen und unfruchtbaren Blindtriebe möglichst bald entfernen. In diesem frühen Stadium sind sie noch nicht verholzt und lassen sich ganz einfach mit der Hand abstreifen.

Wie die Reben wachsen auch großfrüchtige Kiwisorten im Mai sehr stark. Die schon recht langen Jungtriebe sollten Sie Ende des Monats auf drei Blätter einkürzen. Aus diesen verbleibenden Blattachseln wachsen nun, angeregt durch den Rückschnitt, die fruchtbaren Kurztriebe, die dann im nächsten Jahr die Früchte tragen. Mini-Kiwi, auch Kiwibeeren genannt, tragen sogar ohne diesen Rückschnitt willig Früchte. Sie haben zudem den Vorteil, dass sie winterhärter sind als großfrüchtige Sorten.