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Obstgarten März

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AprikosenblüteFoto: sichkarenko_com/Adobe StockAprikosen bestäuben: Je nach Region und Witterung können Aprikosen schon jetzt im März blühen. Wird das Wetter dann nass­kalt, fehlt es häufig noch an den passenden Bestäubern. Zwar sind die Pflanzen je nach Sorte mehr oder weniger selbstfruchtbar, höhere Erträge liefert jedoch eine Bestäubung. Um die Befruchtung zu sichern, können Sie in diesem Fall mit einem feinen Haarpinsel selbst die Pollen von Blüte zu Blüte über­tragen.

Frostrisse behandeln: Wird nach besonders kalten Nächten eine Stammseite von der Sonne beschienen, kann es passieren, dass die Rinde aufreißt. Während sich kleinere Risse in der Regel wieder von alleine schließen, sollten Sie bei größeren die Ränder mit einem scharfen Messer glatt schneiden und evtl. mit einem Wundverschlussmittel versehen. Zudem sollten Sie die Stammseite schattieren, z.B. mit einem Brett oder einer Schilfmatte, um weitere Risse zu vermeiden.


(gvi) Gummifluss an Kirschbäumen: Stark harzende Stellen an Kirschbäumen treten meist als Folge von Verletzungen der Baumrinde auf. Diesen sogenannten Gummifluss können Sie gegen Monatsende behandeln. Schneiden Sie mit einem sehr scharfen Messer die Wunden tief aus und verstreichen Sie sie anschließend mit Wundwachs. Tritt der Gummifluss als Alterserscheinung auf, hat die Be­hand­lung aber meist nur wenig Sinn.


Gummifluss an KirschbäumenFoto: Die Grüne Kamera Gummifluss an Kirschbäumen ist häufig das Resultat einer Rindenverletzung.


(gvi) Heidelbeeren schneiden: Die besten Früchte wachsen bei Kulturheidelbeeren an den ein­jäh­ri­gen Seitentrieben. Schneiden Sie deshalb jetzt alte verzweigte Triebspitzen knapp über einem ein­jäh­ri­gen Trieb ab. Diesen können Sie gut an der noch glatten Rinde erkennen. Zusätzlich können Sie vergreiste Triebe direkt an der Basis entfernen. Sind nicht genügend Jungtriebe vor­han­den, können Sie ältere Triebe auch auf Kniehöhe kappen. Diese bilden darauf wieder junge, fruchtbare Seiten­zweige.

(gvi) Wassersucht bei Johannisbeeren: Eine Unverträglichkeit zwischen der Unterlage Gold-Jo­hannis­beere (Ribes aureum) und der Edelsorte äußert sich bei Johannisbeerhochstämmchen häufig durch eine Wucherung im Holz der Veredelungsstelle (Wassersucht). Dadurch reißt die Rinde auf, und die Krone stirbt in wenigen Jahren ab. Wenn Sie Ihre Hochstämmchen wurzelecht aus Steck­holz er­zie­hen, dauert es zwar etwas länger bis zur ersten Ernte, aber Sie umgehen so das Problem.


Obstbaumschnitt beendenFoto: Flora Press/Redeleit & Junker/O. Szczepaniak Je nach Klimaregion, in der Sie wohnen, wird es langsam Zeit, den Obstbaumschnitt zu beenden. Obstbaumschnitt bald beenden:
(gvi) Beenden Sie im Laufe des Monats langsam den Obstgehölzschnitt. Der genaue Zeitpunkt richtet sich allerdings nach der Klimaregion, in der Sie wohnen. In frostigen Gegenden können Sie mit dem Schnitt erst später beginnen, haben dafür jetzt aber auch länger Zeit. Bis kurz vor der Blüte können Sie immer noch Beerensträucher, Aprikosen, Kirschen und Pflaumen schneiden, Pfirsiche sogar noch während der Blüte.

Leitäste auf gleicher Höhe:
(gvi) Beim Erziehungsschnitt junger Obstbäume ist es wichtig, dass Sie die zum Aufbau von Leitästen gedachten Triebe alle auf gleicher Höhe abschneiden (Saftwaage). Achten Sie auch drauf, dass die Leitäste im optimalen Winkel zum Stamm stehen. Ideal sind etwa 43°, so kann sich der Ast mit Fruchtbehang auf 45° stabilisieren. Wird der Leitast gleich auf 45° gezogen, sinkt er bei Frucht­be­hang darunter, und die Kraft wirkt nicht mehr auf den Astansatz, sondern auf die Mitte des Leitastes. In dem Fall muss der Ast dann gestützt werden.

Bei Pfirsich auf die Unterlage achten:
(gvi) Möchten Sie in Ihrem Garten einen Pfirsichbaum pflanzen, dann ach­ten Sie darauf, welche Veredlungsunterlage verwendet wurde. Denn auf Pfir­sich­säm­lin­gen veredelte Sorten wachsen besser auf leichten Böden, während Sorten auf Pflau­men­un­ter­la­gen eher für schwere Böden geeignet sind.


NashisFoto: Christian Jung/Fotolia.com Nashis besitzen die Saftigkeit einer Birne, aber die Form eines Apfels, sie können jetzt gepflanzt werden.

(gvi) Nashi-Birnen pflanzen: Sie hat die Saftigkeit einer Birne, aber die Form eines Apfels – die Nashi-Birne. Während sie in Ja­pan und China weit verbreitet ist, findet man sie bei uns noch eher selten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Pflanzen der klein bleibenden und widerstandsfähigen Bäume. Nashi-Birnen sind in der Regel selbstfruchtbar, es werden allerdings mehr Früchte gebildet, wenn in der Nähe eine weitere Pflanze bzw. ein Birnbaum steht.

(gvi) Selbstfruchtbare Kirschbäume: Auch wenn im eigenen Garten nicht genügend Platz für einen zweiten Kirschbaum ist und auch in der Nachbarschaft keine passenden Bestäuberbäume stehen, müssen Sie nicht auf saftige Kirschen verzichten. Versuchen Sie es doch einmal mit einer selbstfruchtbaren Sorte wie ‘Sunburst’ oder ‘Sweetheart’. Diese Sorten werden zudem nur 2,5–3 m hoch.

(gvi) Wurzelnackte Brombeeren pflanzen: Bevor der Austrieb ein­setzt, ist die Zeit noch günstig, um wurzelnacktes Beerenobst wie Brombeeren zu pflanzen. Kürzen Sie nur verletzte Wurzelspitzen und die Triebe bis auf drei bis fünf Augen ein. Alles andere ist überflüssig und schwächt nur den Neuaustrieb. Brombeeren brau­chen zudem ein Spalier, an dem sie ihre langen Ranken ausbreiten können. Für kratzerfreies Ernten empfehlen sich dornenlose Sorten, wie ‘Black Diamond’ oder ‘Little Black Prince’.


AstklammernFoto: REMA Kunststoffteile Astklammern haben gegenüber Gewichten den Vorteil, dass sie bei Wind nicht zu schwingen beginnen, was mitunter zum Astbruch führen könnte.

Frostempfindliche Arten erst nach dem Frost pflanzen

(gvi) Eigentlich ist im Herbst die Hauptpflanzzeit für neue Gehölze, aber frostempfindliche Arten wie Pfirsich oder Aprikose pflanzen Sie am besten erst, wenn keine längeren Frostperioden mehr in Sicht sind. Den Bäumen kommt so zum einen die Frühjahrsfeuchtigkeit für das Anwachsen zugute, und zum anderen haben sie den Sommer über genügend Zeit, um ausreichend Wurzeln zu bilden. Tipp: Achten Sie beim Kauf auf robuste und widerstandsfähige Sorten, so haben Sie später weniger Ärger mit Pflanzenkrankheiten.


Organische Düngung für Obstgehölze

(gvi) Ältere Obstbäume und Beerensträucher sind jetzt dankbar für eine organische Düngung. Dafür eignet sich ausgereifter Kompost, den Sie rund um die Pflanzen bzw. auf den Baumscheiben verteilen und anschließend leicht einarbeiten.


Zu steile Aststellung korrigieren

(gvi) Wenn junge Obstbäume auch nach ein paar Jahren kaum Früchte tragen, liegt das möglicherweise an einer zu steilen Aststellung. Denn die Anlage der Blütenknospen findet hauptsächlich an den waagerechten Ästen statt. Für mehr waagerechtes Fruchtholz können Sie die Äste jetzt im Frühjahr mit Gewichten beschweren und diese im Herbst wieder entfernen. Die Äste bleiben dann in der waagerechten Position und bilden im folgenden Jahr mehr Blüten. Tipp: Eine etwas elegantere Lösung sind sogenannte Astklammern aus dem Fachhandel.


Neue Obstgehölze pflanzen

Pflanzen eines Apfelbaums - FormschnittFoto: Die Grüne Kamera Nach dem Pflanzen eines Apfelbaums sollten Sie einen ersten Formschnitt vornehmen. (sts) Sobald der Boden frostfrei ist, können Sie Obstgehölze pflanzen. Ein Baumpfahl schützt die jungen Bäume davor umzukippen. Schlagen Sie den Pfahl vor dem Pflanzen ein, denn steht der Baum zuerst, können die Wurzeln beim Setzen des Pfahles beschädigt werden. Bevor Sie pflanzen, müssen Sie die Wurzeln einkürzen. Beim Verfüllen der Grube rütteln Sie den Baum, damit die Erde gut zwischen alle Wurzeln gelangt. Anschließend muss die frische Erde angetreten, ein Gießrand ausgeformt und der Boden mit Kompost oder einem anderen organischen Material gemulcht werden, damit er nicht ver­schlämmt.

 
Erdbeerbeete vorbereiten

(sts) Vorkultivierte Erdbeeren werden nun in neue Beete gepflanzt. Einige Tage vor dem Pflanzen müssen Sie die Jungpflanzen stark gießen, damit der Wurzelballen gut hält. Ältere Erdbeerbeete sollten Sie in diesen Wochen säubern. Entfer­nen Sie alle welken Blätter. Da an ihnen oft Krankheitserreger haften, dürfen Sie sie nicht kompostieren, sie gehören in den Restmüll. Anschließend lockern Sie den Boden zwischen den Reihen. Arbeiten Sie die bisherige Bodenbedeckung mit ein und er­set­zen Sie sie anschließend durch eine neue, z.B. aus Stroh. Ei­ne Düngung mit Kompost oder stick­stoff­armem Volldünger empfiehlt sich nach dem Hacken, aber vor dem Aufbringen der Bo­den­be­deckung. Fertigdünger wird trocken zwischen die Reihen gestreut, Kompost jedoch schon beim Hacken mit eingearbeitet.


Brombeeren als Bogen pflanzenFoto: Stein Brombeeren lassen sich auch als Bogen pflanzen.

Brombeeren ans Spalier

(bs) Beste Pflanzzeit für Brombeeren ist das Frühjahr und von August bis Oktober. Wählen Sie einen son­nigen oder halbschattigen Stand­ort mit humosem Boden, Staunässe vermeiden. Ein stabiles Spalier zum Anbinden der Triebe hat drei Spanndrähte auf ca. 60, 130 und 180 cm Höhe.

Unter den dornenlosen Sorten gibt es neue säulenförmig aufrecht wachsende Sorten (z.B. Navaho’, ‘Early Navaho’), die mit 80–100 cm Abstand gepflanzt wer­den, und fächerförmig wach­sen­de Sorten (z.B. ‘Loch Ness’), die 150–200 cm Abstand brauchen. Alle haben einen her­vor­ra­gen­den mild-süßen Geschmack. Der Reihenabstand beträgt ca. 2 m. Die Pflanz­gru­be sollte doppelt so groß sein wie der Ballen. Vermi­schen Sie die Erde mit Kompost und schlämmen Sie gründlich ein. Nach dem Pflanzen soll der Ballen ca. 5 cm hoch mit Erde bedeckt sein.

Die Ernte erfolgt im Juli/August an zweijährigen Trieben. Im Frühjahr wachsen die neuen Ruten für den Ertrag im kom­men­den Jahr heran. Verteilen Sie nur im Frühjahr ca. 60 g Beerendünger im Wur­­zelbereich.

 
Beerenobst düngen

(bs) Jetzt ist es Zeit, Beerenobst zu düngen. Empfehlenswert ist Dün­ger mit hohem Kali- und Magnesiumgehalt, der flach mit der Gartenkralle eingeharkt wird. 2–3 cm dick mit Kompost und einer zusätzlichen Mulchschicht aus Rasenschnitt oder Stroh abgedeckt gedeihen alle Bee­ren­ar­ten gut.


Stachelbeeren - ‘Spinefree’Foto: Gartenarchiv/Müller Stachelbeeren pflücken ohne Kratzer ist mit dornenlosen Sorten kein Problem. ‘Spinefree’ hat kaum Dornen und trägt im Juli rote Früchte.

Pflanzzeit für Stachelbeeren

(bs) Die süß-sauren Stachelbeeren gewinnen wieder an Popularität. Dabei werden dornenlose Sorten mit roten Früchten (z.B. ‘Larell’ oder ‘Spinefree’) und dünner, glatter Schale bevorzugt. Besonders dekorativ und einfach zu beernten sind auch Stachelbeer-Hoch­stämm­chen, Pflanzzeit ist jetzt im Frühjahr.


Auf passende Bestäubersorten achten

(bs)Wer einen Apfel- oder Birnenbaum pflanzen möchte, sollte sich vor dem Kauf nach passenden Bestäubersorten erkundigen und in der Nachbarschaft fragen, ob es in den umliegenden Gärten ent­sprechende Pol­len­lie­fe­ran­ten gibt. Ist dies nicht der Fall, kön­nen Sie sogenannte Duo-Bäumchen er­ste­hen. Hier ist die passen­de Be­stäu­ber­sorte gleich mit auf die Unterlage veredelt.

Wer dagegen Beerensträucher wie Johannisbeeren oder Himbeeren pflanzt, braucht sich keine Gedanken über die Bestäubung zu machen, sie brauchen keine bestimmten Sorten als Pol­len­lie­fe­ran­ten ebenso Quitten, einige Pflaumenarten und Nektarinen. Deshalb sind solche Obstarten auch für Balkone und kleine Gärten in der Stadt ge­eig­net. Auch bei Sauer- und Süßkirschen gibt es mit den Sorten ‘Schattenmorelle’ oder der kanadischen ‘Sunburst’ Züchtungen, die ohne Befruchtersorte Früchte tragen.


Wasserschosse entfernen

(bs) Je stärker ein Baum zurückgeschnitten wird, desto mehr (frucht­lose) Wasserschosse bildet er. Entfernen Sie diese deshalb mit einer scharfer Schere vollständig, ebenso wie alle Wildtriebe, die sich aus der Unterlage oder Veredelungsstelle bilden.


Himbeerruten kontrollieren

(hbw) Ehe Ihre Himbeeren austreiben, prüfen Sie bei den vorjährigen Ruten der Sommersorten, ob sie am Drahtgerüst gut fixiert sind und nicht scheuern. Denn Scheuerstellen können zu Eintrittspforten für Krankheitserreger werden oder Triebe abbrechen lassen. Pro Reihenmeter sind zehn Tragruten ideal, bei schwächer wachsenden Sorten bis zu zwölf, bei sehr wüchsigen Sorten (z.B. ‘Meeker’) dagegen nur acht. Eingetrocknete Triebspitzen schneiden Sie bis ins gesunde Holz zurück.


Richtiger Schnittzeitpunkt für den Pfirsich

(hbw) Kurz vor der Aufblüte der Knospen, sogar noch bis in die abgehende Blüte, ist der beste Schnittzeitpunkt für Pfirsichbäume. Erst ab beginnender Blüte lassen sich die Blattknospen leicht von den im Ballonstadium rosafarbenen Blütenknospen unterscheiden. Zudem zeigt sich nun, ob die Knospen Winterfröste gut überstanden haben. Auch heilen die Schnittwunden jetzt rascher als im Winter, das senkt die Infektionsgefahr.

Muss jedoch die gesamte Baumkrone stark verjüngt werden, wartet man bis unmittelbar nach der Ernte. Auch das abgetragene Fruchtholz wird dann bis zu einem kräftigen Jungtrieb in Basisnähe des Leit- oder Nebenastes weggeschnitten.


Ballenloses Beerenobst jetzt pflanzen

Brombeeren benötigen SpalierFoto: Stein Brombeeren benötigen für ihre langen Ranken ein Spalier. (bs) Bevor der Austrieb einsetzt, ist die Zeit noch günstig, um „ballenlo­ses“ Beerenobst zu pflanzen. Kürzen Sie bei Brom­bee­ren nur verletzte Wurzelspitzen ein, entfernen Sie alte Triebe vom Vorjahr und Abgefrorenes und kürzen Sie die neuen Triebe bis auf drei bis fünf „Augen“ ein. Alles andere ist überflüssig und schwächt nur den Neuaustrieb. Die Pflanzen sollten anschließend ca. 3–5 cm hoch mit Erde bedeckt werden.

Brombeeren brauchen ein Spalier, an dem sie ihre langen Ranken ausbreiten können. Pflanzen Sie im Abstand von 2–3 m in der Reihe, 180–250 cm von Reihe zu Reihe.

 
Spalierfreie Säulen-Brombeere

(bs) Etwas Besonderes bietet die Säu­len-Brombeere ‘Navaho’. Ihr Wuchs geht platzsparend in die Höhe und die fruchttragenden Triebe wachsen fächerförmig auseinander, was aufwändige Spaliere überflüssig macht. Die reich tragende Züchtung ist stachellos, sie birgt damit keine Verletzungsgefahr, und sie ist günstig für die Kultur auf engem Raum.


Pflanztipps für Beerensträucher

(bs) Bei Johannis- und Stachelbeeren kürzen Sie nur die fünf stärksten Triebe auf ein Drittel ihrer Län­ge ein und entfernen die überzähligen Triebe. Pflanzen Sie etwas tiefer, als die Pflanzen in der Baum­schule standen, sodass die unte­ren Ast-Verzweigungen mit Erde bedeckt sind. Ein günstiger Pflanzabstand ist 120 x 140 cm.


Exoten für heimische Gefilde

(hbw) Jetzt ist Pflanzzeit für Exoten im Obstgarten. Mit den zunehmend milden Wintern rücken sie immer weiter nach Norden vor. Zu den interessanten Arten zählt Kaki (Sha­ron­frucht), darunter Sorten wie ‘Jiro’ und ‘Fuyu’, die gut am Baum ausreifen. Auch Granatäpfel sind im Weinbauklima frosthart, allerdings etwas weniger  als Kaki und Pawpaw (Indianerbanane). Diesen apart aus­se­hen­den Kleinbaum gibt es in mehreren Sorten im Handel. Weitere wär­me­be­dürf­ti­ge interessante Arten sind Susine (Japanische Pflaume, recht winterfrosthart, aber blü­ten­frost­ge­fähr­det) und Nispero (Japanische Wollmispel, braucht sehr guten Winterschutz). Frosthart und dennoch sehr exotisch anmutend sind Minikiwis.


Schwarze ApfelbeereFoto: Stein Die Schwarze Apfelbeere ist für den Obstgarten reizvoll.

Beerenobst in resistenten Sorten

(bs) Für leckere Johannisbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, für Erd­beeren und Kiwis als frucht­tragende Kletterpflanzen findet sich überall ein Platz. Denken Sie beim Kauf an neue, resistente Sorten.


Robust und vielseitig: Wildfrüchte

(bs) Wildfrüchte wie Kornelkirschen, Schwarze Apfelbeeren (Aronia melanocarpa), Zierquitten für den kleinen Garten, leuchtend rote Preiselbeeren, stachelbeergroße Minikiwis und Cranberries für die Ernte bei Frost und Schnee haben auch ihren Reiz. Das Früchteparadies hat monatelang viel zu bieten. Mit dem Pflanzen sollten Sie jetzt nicht mehr warten.


Erziehungsschnitt und Nützlingsschutz

(bs) Neue platzsparende Fruchtgehöl­ze, die be­son­ders für kleine Gärten und sogar für die Kübelkultur geeignet sind, finden immer mehr Freunde. Spa­lier­obst sollten Sie jetzt noch formieren und die Zweige anbinden. Für den Schnitt von Wein und Kiwi vor dem Austrieb ist nun die letzte Gelegenheit. Auch sollten Sie jetzt nicht vergessen, an den Gehölzen die Leimringe gegen Frostspanner zu ent­fer­nen, denn jetzt würden Nützlinge Schaden nehmen.


Tafeltrauben schneiden

(hbw) Der richtige Zeitpunkt, Tafeltrauben zu schneiden, ist nach den letzten tiefen Win­ter­frös­ten und vor dem Knospenschwellen, d.h. je nach Klimaregion und Witterungsverlauf zwischen Ende Februar und Anfang April.

Der Anschnitt erfolgt am Vorjahrestrieb jeweils 2 cm oberhalb einer Knospe. Mehrjähriges Holz wird bis auf einen Stummel von 1 cm Länge entfernt. Wollen Sie einen Jahrestrieb, der mehr­jäh­ri­gem Holz entspringt, ganz wegschneiden, schneiden Sie ihn glatt am alten Holz ab. Sonst trei­ben zahlreiche Basisaugen aus und  entwickeln sich zu unerwünschten Trieben, die unnötig Assi­milate verbrauchen und aufwendige  Schnittarbeiten im Sommer nach sich ziehen.

Wer beim Aufbau langer Kordons (Gerüstäste) stets oben liegende Knospen anschneidet und hieraus den Gerüstast weiterzieht, erhält besonders gleichmäßige Reben.


Erdbeere - Sorte ‘Elan’ F1 Erdbeere - Sorte ‘Elan’ F1.

Sommer-Erdbeere mit dekorativen Blüten

(bs) Ein echter Hit sind immertragen­de Erdbeeren, z.B. die Sorte ‘Elan’ F1. Von Juli bis Oktober bilden sich immer neue große Früch­te, die hervorragend schmecken und an Süße viele der üblichen Sor­ten übertreffen. Für Gefäße und Bee­te gibt es bei der genauso reich tragenden Schwestersorte ‘Rosana’ F1 noch ein Extra-Bonbon: Die Blüten sind rosa und zieren obendrein.


Himbeeren pflanzen, schneiden, düngen

(bs) Auch bei Himbeeren kürzt man beschädigte Wur­zel­spit­zen leicht ein, die Ruten werden auf 30–40 cm zu­rück­ge­schnit­ten. Bei herbsttragenden Sorten wie Autumn Bliss’, ‘Autumn First’ oder ‘Golden Bliss’ werden vorjährige Triebe auf 5 cm Länge gekürzt. Nur die neuen Triebe sind wertvoll.

Bei schweren Böden haben sich 30–40 cm hohe Erdwälle bewährt, die mit Humus und Horn­spä­nen angereichert werden. Der Pflanzabstand beträgt in der Reihe 40 cm und 180–200 cm von Reihe zu Reihe. Drähte oder Netze geben den Pflanzen Halt.


Herbsthimbeere ‘Autumn Bliss’Foto: Stein Steht eine Neu-Pflanzung von Himbeeren an, wählen Sie am besten robuste Sorten, hier im Bild die Herbsthimbeere ‘Autumn Bliss’.

Madenfreier Himbeergenuss

(bs) Ein echter Genuss sind auch die saftigen Himbeeren ‘Autumn Bliss’. Weil sie ihre Früchte erst im Herbst bilden, bleiben sie vom Befall durch den Himbeerkäfer mitsamt seinen Maden ver­schont. Die Erträge sind genauso hoch wie bei sommertragenden Sorten wie ‘Sanibel’, die hervorragend schmeckt und sich durch Resistenz gegen gefürchtete Pilzkrankheiten auszeichnet.

(bs) Himbeeren haben in der Publikumsgunst stark zugelegt. Das ist vor allem neuen, pflegeleichten Sorten zu verdanken. Viel Freude macht es, die köstlich aromatischen Früchtchen „einfach so“ erntefrisch von den mannshohen Ruten zu naschen, bei geschickter Sortenwahl von Ende Juni bis zum Frost im November.

Trennen Sie sich am besten komplett von alten Beständen und beginnen Sie mit einer Neuanlage auf frischem, humusreichem und gut durchlüftetem Bo­den mit gesunden, widerstandsfähigen und vi­rus­freien Pflanzen. Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai an sonniger bis halbschattiger Stelle. Auf einem 1 m breiten Pflanzstreifen wird im Abstand von 40–50 cm gepflanzt. Geben Sie den Pflanzen Halt an Gerüsten, Gittern oder Spanndrähten, deren Höhe je nach Sorte 120–160 cm betragen sollte. Die ab­ge­tra­ge­nen Triebe werden bodeneben entfernt, bei sommertragenden Sorten im August, bei Herbst­sor­ten bis zum Winter.


Obstgehölze mulchen

(hbw) Wurzeln brauchen Luft, also gut strukturierten Boden. Wer Obstgehölze frühzeitig, schon im März, mulcht, verbessert den Luftaustausch und das Bodenleben.

Jetzt abgedeckte Baumscheiben ersparen das Jahr über viel Arbeit. Liegt eine Mulchschicht aus Stroh, unreifem Kompost, altem Laub oder Grasschnitt auf der Baumscheibe, trocknet der Wurzelraum nicht so rasch aus.

Auch das flach wurzelnde Beerenobst gedeiht besser. Wurde Holzhäcksel zum Abdecken ver­wen­det, muss organischer Dünger wie Rizinusschrot oder Hornspäne untergemischt werden, da das Häckselmaterial Stickstoff bindet und die Pflanzen sonst unter Stickstoffmangel leiden können. Geben Sie 3–4 l Kompost auf die Baumscheibe, ist bei fast allen Obst arten der Nährstoffbedarf gedeckt.


Beerensträucher schneiden

(hbw) Ende Februar bis Anfang März in milden und Mitte März in rauen Regionen ist ein guter Zeitpunkt, um die Beerensträucher zu schneiden. Da bei Johannis-, Stachel-, Heidel- und Honigbeersträuchern dabei ganze Äste bodeneben entfernt werden, spricht man von Verjüngen. Wenn Sie das Prinzip einmal durchschaut haben, ist der Schnitt ganz einfach.
Als Faustregel gilt: Entfernen Sie alle Hauptäste bodennah, die älter als vier Jahre sind. Für einen reich tragenden Strauch sind acht bis maximal zehn vom Boden ausgehende Äste (Basistriebe) optimal, in jeder Altersstufe zwei bis drei. Bei einem so aufgebauten Strauch müssen Sie also jährlich nur die zwei bis drei ältesten Fruchtäste und – bis auf drei – alle einjährigen Triebe aus der Stockbasis wegschneiden. Die Sträucher erreichen so problemlos ein Alter von 20 Jahren bei anhaltend gutem Beerenertrag.

Pfirsich- und Aprikosenbäume schneiden

(hbw) Der beste Schnittzeitpunkt für Pfirsich- und Aprikosenbäume ist kurz vor dem Aufblühen der Knospen. Und sogar am Ende der Blütezeit können Sie noch schneiden. Denn erst, wenn die Knospen schwellen und aufbrechen, können Sie die spitz zulaufenden Blattknospen leicht von den im Ballonstadium rosafarbenen Blütenknospen unterscheiden. Zudem können Sie nun erkennen, ob die Knospen Winterfröste gut überstanden haben. Auch heilen die Schnittwunden jetzt rascher als im Winter, das senkt die Infektionsgefahr. Wollen Sie die gesamte Baumkrone kräftig zurückschneiden, warten Sie damit besser bis zur Ernte oder direkt danach. Dann können Sie auch gleich das abgetragene Fruchtholz bis zu einem kräftigen Jungtrieb in Basisnähe des Leit- oder Nebenastes wegschneiden.

Reifen Kompost im Garten ausbringen

(hbw) Anfang bis Mitte des Monats ist auch ein guter Zeitpunkt, um reifen Kompost auszubringen. Dabei sollten Sie beachten, dass Obstgehölze zu den Schwachzehrern zählen, also nur einen 
geringen Nährstoffbedarf haben. Als bewährte Faustregel gelten etwa 3 l reifer Kompost auf 1 m² Boden – das ergibt eine dünne Schicht von knapp 0,5 cm. Da dies nicht ausreicht, um aufl aufendes Unkraut zu ersticken, sollten Sie den Boden säubern, ehe Sie den Kompost ausstreuen.