• Gartenkalender
  • Gemüsegarten

Gemüsegarten Mai

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Gartenkalender
  • Gemüsegarten
  • Mai
  • Freiland
  • Saatzeit
  • Aussaat
  • Eisheilige
  • Kompost
  • Regenschutz
  • Tomaten
  • Krautfäule
  • Gemüsefliegen
  • Bohnen
  • Petersilie
  • Paprika
  • Melonen
  • Kürbis
  • Gurken
  • Klettergemüse
  • Salat
  • Kohl
  • Basilikum
  • Radieschen
  • Möhren
  • Kohlrabi
  • Lauch

YauhtliFoto: JRJfin/Adobe Stock Yauhtli ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern lässt sich dank ihres Estragon-Aromas auch in der Küche verwenden.

(gvi) Essbare Tagetes: Wussten Sie, dass es die Studentenblume (Tagetes) auch als essbare Variante gibt? Und zwar Tagetes lucida, auch als Winter-Estragon oder Yauhtli bezeichnet. Denn die Blüten und Blätter haben ein intensives Estragon-Aroma mit einem Hauch Anis. Sie eignen sich daher gut zum Würzen von Fisch- oder Geflügelgerichten oder als Tee. Auch wenn es der Name suggeriert, winterhart ist die Pflanze nicht. Sie können Sie aber warm und hell im Kübel überwintern.

(gvi) Stangenbohnen pflanzen: Bei kühlen Temperaturen tun sich Stangenbohnen mit der Keimung manchmal etwas schwer. Auch ein zu feuchter Boden oder eine verkrustete Oberfläche behindern die Keimung. Wenn Sie diese Probleme vermeiden möchten, können Sie die Pflanzen jetzt auch vorziehen. Auf der hellen Fensterbank bei 20–22 °C dauert die Keimung nur wenige Tage. Nach ein paar weiteren Tagen Abhärtung an der Frischluft können Sie die Pflanzen bereits ins Beet setzen.

(gvi) Paprika stützen: Sobald der Boden und die Nächte ausreichend warm sind, können Sie Ihre Paprikapflanzen ins Freiland setzen. Sie sollten die noch dünnen Triebe dann gleich mit Stäben stützen, da sie bei Wind sonst leicht abknicken könnten. Später können Sie das Ganze noch mit großen Drahtringen, wie sie auch im Staudenbeet verwendet werden, stabilisieren.


PorreeFoto: Flora Press/BIOSPHOTO/Gilles Le Scanff & Joëlle-Caroline Mayer Porree für die Winterernte können Sie nach den Eisheiligen pflanzen.


(gvi) Porree und Rosenkohl pflanzen: Porree und Rosenkohl für die Winterernte können nach den Eis­hei­ligen gepflanzt werden. Achten Sie bei der Pflanzung auf einen Standortwechsel. Ins­be­son­dere beim Rosenkohl ist es wichtig, dass er nicht auf einem Beet steht, auf dem im Vorjahr auch Kohl­ge­wächse standen. Grund dafür ist die Kohlhernie, eine Pilzkrankheit, die sich über den Boden über­trägt.

(gvi) Reihensaaten ausdünnen: Spätestens jetzt sollten Sie Reihensaaten von Gemüse wie Möhren, Man­gold oder Pastinaken bei Bedarf ausdünnen. So gewährleisten Sie frühzeitig, dass die ein­zelnen Pflanzen mehr Platz haben, um sich zu entwickeln. Lassen Sie jeweils nur die stärksten Jung­pflan­zen stehen.

(gvi) Radieschen von Frühjahr bis Herbst: Radieschen sind in ihrer Entwicklung bekanntermaßen sehr schnell. Wenn Sie ab jetzt alle zwei Wochen in ein sonniges bis halbschattiges Beet mit feuchter, feinkrümeliger Erde aussäen, haben Sie die ganze Saison über Nachschub. Aufgrund der kurzen Kulturdauer müssen Sie keine Fruchtfolgeprobleme befürchten. Wenn Sie gleich zu Beginn einen langsam wirkenden, organischen Dünger mit einarbeiten, können Sie auf ein Nachdüngen während der Kulturzeit verzichten.


Kohlkragen gegen Kohlfliegen:
(gvi) Kohlfliegen legen ihre Eier  an den Wurzelhals junger Kohlpflanzen. Um das zu verhindern, können Sie die Pflänzchen mit einem Kohlkragen versehen. Schneiden Sie aus unbedruckter Wellpappe runde Scheiben mit einem Durchmesser von ca. 15 cm aus. Machen Sie einen Schnitt bis zur Mitte, und dort einen runden Ausschnitt in Stängeldicke. Jetzt können Sie den Kragen um die Pflanzen legen.


KohlkragenFoto: Flora Press/Derek St. Romaine Ein Kohlkragen verhindert, dass Kohlfliegen ihre Eier an den Wurzelhals junger Kohlpflanzen ablegen können.


Warme Füße für Wassermelonen:
(gvi) Nach den Eisheiligen pflanzen Sie vorgezogene Wassermelonen ins Beet. Damit die Pflanzen besser gedeihen, können Sie eine schwarze Mulchfolie verwenden. Darunter erwärmt sich der Boden besser und bleibt länger feucht. Breiten Sie die Folie über das Beet aus, beschweren Sie die Ränder und machen Sie alle 40 cm Löcher, in die Sie die Pflanzen setzen. Im Fachhandel gibt es biologisch abbaubare Folien auf Maisstärkebasis. Empfehlenswerte Sorten, die mit kühlen Sommern zurechtkommen, sind ‘Sweet Siberian’, ‘Cream of Sasket­chewan’ oder ‘Blacktail Mountain’.

Bei Rhabarber Blüten entfernen:
(gvi) Bei Rhabarber sollten Sie regelmäßig die Blütentriebe entfernen, sonst bleiben die Blattstängel klein und dünn. Idealerweise sollten Sie den ganzen Blütenstiel an der Basis herausdrehen. Würden Sie ihn nur abschneiden, würden die Reste faulen und der Pflanze schaden.


Bohnenkraut zwischen BohnenpflanzenFoto: chrisberic/Fotolia.com Sobald die Bohnen gekeimt sind, kann das Bohnenkraut zwischen die Reihen gesät werden, es soll die Bohnenpflanzen u.a. vor Blattläusen schützen. Tipps für die Bohnenaussaat:
(gvi) Bohnen keimen leichter, wenn Sie die Samen in lauwarmem Wasser vorquellen lassen. Säen Sie die Samen anschließend in tiefe Rillen, denn darin bleibt der Untergrund auch bei Trockenheit immer etwas feucht. Alternativ können Sie auch in Trichter bzw. Mulden säen, das erleichtert das Gießen.

Aussaat von Bohnenkraut:
(gvi) Sobald die Bohnen gekeimt sind, ist auch das Bohnenkraut an der Reihe. Zur Aussaat in und zwischen den Bohnenreihen eignet sich vor allem das einjährige Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis). Wenn die Pflanzen groß genug sind, können Sie laufend frische Trieb­spitzen zupfen oder das Kraut büschelweise abschneiden und trock­nen. Tipp: Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern ist das Aroma beim Bohnenkraut während der Blüte am kräftigsten.

Früher Spitzkohl:
(gvi) Spitzkohl gehört zu den frühen Kohlarten. Ende März gepflanzt sind die Köpfe bei günstiger Witterung schon ab Mitte Mai erntereif. Sie können aber auch jetzt noch aussäen. Wählen Sie dafür Sorten wie ‘Eersteling’ oder ‘Filderkraut’, die sich für einen Sommeranbau eignen. Die Ernte erfolgt dann ab September. Generell ist Spitzkohl mit seinem leicht süßlichen Kohlaroma zarter als herkömmlicher Weißkohl und eignet sich deswegen auch für Rohkostsalate.


TomatenhausFoto: Flora Press/Christine Ann Föll Pflanzen Sie Ihre Tomaten in ein Tomatenhaus, dann bleiben die Pflanzen ­gesünder und werden seltener von Krautfäule befallen.

Startschuss für Freilandtomaten

(gvi) Mitte des Monats, wenn die Frostgefahr vorüber ist und sich der Boden auf mindestens 15 °C erwärmt hat, können Sie Ihre Tomaten ins Freie pflanzen. Das Beet können Sie aber bereits ein bis zwei Wochen vorher vor­be­rei­ten. Lockern Sie dazu die Erde tiefgründig und arbeiten Sie 3–5 l reifen Kompost pro m² ein. Tipp: Mischen Sie dem Kompost bei der Beetvorbereitung etwas Ge­steinsmehl oder Algenkalk bei, dadurch wird die Bodenbeschaffenheit verbessert und der Mineralhaushalt ausgeglichen.

Damit die Pflanzen später gesund bleiben und nicht von Krautfäule befallen werden, ist es ratsam, sie mit einem Dach vor Regen zu schützen. Denn die Pilzsporen benötigen Feuchtigkeit, um keimen zu können. Einen wirksamen Schutz bieten spezielle To­ma­ten­häu­ser oder selbst gebaute Überstände. Folienschläuche oder Tomatenhauben sind dagegen nicht zu empfehlen, denn unter ihnen bildet sich Kondenswasser, welches sich auch auf den Blättern niederschlägt.


Zitronenmelisse an unerwünschter Ausbreitung hindern

(gvi) Zitronenmelisse kann im Garten schnell lästig werden, denn sie neigt dazu, sich selbst auszusäen. Eine übermäßige ­Ausbreitung können Sie verhindern, indem Sie die Triebe regelmäßig zurückschneiden, bevor die Samen ausreifen. Ein schöner Nebeneffekt ist auch, dass die Pflanze dadurch eine kompakte Form behält.


Bohnen wollen es warm und trocken


StangenbohnenFoto: Fotolia/TwilightArtPictures Bohnen brauchen lockeren, humosen Boden. Stangenbohnen bekommen gleich bei der Aussaat eine stabile Kletterhilfe, an der sie rasch hochranken.

(bs) Sobald der Boden aufgewärmt ist, können Stangen- und Busch­boh­nen ausgesät werden, die Nässe und Ver­dunstungskälte nicht vertragen. Buschbohnen gedeihen in schweren Böden besser, wenn man die gelockerte Erde 20 cm anhäufelt, mit dem Rechenstiel eine flache Rille formt, die Samen hineinlegt (maximal 5 cm tief) und das Ganze mit lockerem Kompost abdeckt. Der Boden sollte mehr als 8 °C warm und ab­getrocknet sein. Warten Sie bei ungünstigem Wetter eher noch zwei Wochen.

Bohnen machen wenig Arbeit und bringen gute Erträge. Gegen Schäden durch die Bohnenfliege hat sich die Anzucht in Töpfen bewährt. Sobald die jungen Bohnen die ersten Laubblätter zei­gen, sind sie nicht mehr gefährdet und können ausgepflanzt werden. Man kann auch das Freilandbeet nach der Aussaat mit Vlies überspannen.

Fadenfreie Sorten sind die Filetbohnen ‘Negra’ und ‘Pri­mavera’ oder die aromatischen, blauhül­sigen Buschbohnen ‘Purple Teepee’ oder ‘Purpiat’. Die blaue Far­be verschwindet beim Kochen, und die Hülsen färben sich grün.


Petersilie - ein Kraut für den "grünen Daumen"

(bs) Die Aussaat von Petersilie gelingt nicht immer. Die Samen brauchen drei bis vier Wochen zum Keimen und vertragen keine Näs­se. Leicht werden die Keimlinge von Pilzkrankheiten befallen und bekommen gelbe Blätter. Das Lockern des Bodens verhindert zwar Staunässe, doch falls das Problem immer wieder auftritt, pflanzt man besser in Töpfen vorgezogene Petersilie.


Frühbeetnutzung für Sommergemüse

(bs) Wenn nach Mitte Mai alle kälteempfindlichen Gemüse im Garten ihren Platz gefunden haben, sollte das Frühbeet nicht ungenutzt bleiben. Wärmeliebende Kulturen wie Paprika, Peperoni, Tomaten, Zucker- und Wassermelonen oder Gurken bringen darin viel Ertrag, mit etwas Ab­de­ckung im Herbst sogar über die ersten Nachtfröste hinaus. Paprika ist eine ideale Sommer-Kultur fürs Frühbeet, denn er liebt Windschutz, reichlich Wärme und gut gedüngte Erde.


Pflanztöpfe neben SetzlingenFoto: Stein Gießränder verschwimmen im Laufe der Zeit. Pflanztöpfe, die neben den Setzlingen in den Boden eingelas­sen werden, sorgen dagegen lang­fristig für gute Bewässerung.

Tomaten: Für gute Bewässerungsmöglichkeit sorgen

(bs) Tomatensetzlinge sollen beim Auspflanzen gedrungen gewachsen sein und bereits ein oder zwei Blü­ten­stän­de zeigen. Die Temperaturen dürfen nicht unter 10 °C sinken, sonst verhärten die Pflanzen und wachsen schlecht an. Im Beet werden sie tiefer als Topfhöhe gesetzt, am Stamm bilden sich so zusätzliche Wurzeln, die später zur Ernährung der Pflanze beitragen. Pflanztöpfe, die neben den Setzlingen im Boden versenkt werden, sind willkommene Gießhilfen.


Jetzt für den Herbst säen

(msh) Zum Monatsende sät man Herbst-Kohlarten und schossfeste Herbstsalatsorten (Endivien, Radicchio ‘Palla  Rossa’-Typ) in Saatschalen oder in ein mit Kompost angereichertes Vermehrungsbeet zum späteren Um­pflan­zen. Einlegegurken, Lagermöhren und Mangold sät man direkt ins Beet. Viele Kulturen überstehen vo­rüber­ge­hend kühle Tage besser mit einer Vliesabdeckung. Sie bleibt bis Mitte Juni auf den Pflanzen liegen,  bei Kohlarten wird sie gegen ein Kulturschutznetz ausgetauscht, das gegen Schädlinge schützt.


KulturschutznetzFoto: Themenbild Kulturschutznetz wird über Drahtgestelle zum Tunnel aufgebaut.

Biologischer Pflanzenschutz

(bs) Zahlreiche Gemüsefliegen (Möh­ren-, Rettich-, Kohl-, Bohnen-, Zwie­belfliege u.a.) beginnen mit ihrem Flug. Dagegen schützen stabile, engmaschige Netze. Die Netze werden locker aufgelegt oder auf Tunnelkonstruktionen gespannt und an allen Seiten befestigt. Im Gegensatz zu Vlies können sie bis zum Ende der Kultur aufgelegt bleiben.


Schlingpflanzen - StangenbohnenFoto: Breder Beachten Sie den „Linksdrall“ vieler Schlingpflanzen (hier Stangenboh­nen) und legen Sie die Ranken richtig an.

Klettergemüse ist doppelt gut

(bs) Nutzen Sie die Höhe, und Ihr Garten wird nicht nur größer, er gewinnt auch an Intimität. Klet­ter­ge­mü­se kommen mit ganz wenig Platz aus und liefern trotzdem viel Ertrag. Stangenbohnen, Herkuleskeulen (auch Flaschenkürbisse oder Kalebassen genannt), Zucchini, Hörnchenkür­bisse und Gurken begrünen Zäune und Gitter in wenigen Monaten. Sie bieten einen blühenden und fruchtenden Sichtschutz.

Bohnen und Kürbisge­wächse schlingen oder klettern an Stäben, Pergolen und Gittern empor. Selt­sa­mer­wei­se drehen sich die meisten Schlinger links herum, also gegen den Uhrzeigersinn, wie z.B. Hopfen oder Feuerbohnen. Gut gemeinte Hilfe kann deshalb unnütz sein, wenn man die Triebe falsch anlegt. Dann muss die Pflanze sich erst mühsam wieder in die richtige Richtung drehen und wird in ihrem Wachs­tum behindert.

Feuerbohnen bringen reiche Erträge. Hübsch ist es, die weiß blühende Sorte ‘Desiree’ (fadenlos) mit einer roten Sorte wie ‘Butler’ (fadenlos) zu mischen und Anfang Mai auszusäen. Ab Juli warten dicke, flache, fleischige und sehr aromatische Hülsen auf die Ernte. Im Herbst reifen die Feuerbohnen mit wunderschön gefärbten dicken, schmackhaften und nahrhaften Samen ab. Kinder schätzen die Feuerbohnen besonders, weil man aus ihnen ein schattiges Zelt wachsen lassen kann.


Paprika ‘Pinokkio’Foto: Stein Paprika erfreuen sich großer Beliebtheit, hier im Bild die Sorte ‘Pinokkio’. Ihre länglichen Früchte reifen von hellgelb nach orangerot ab und haben ein süßes, obstartiges Aroma.

Paprika: Von mild bis feurig

(bs) Mit mildem, ja sogar fruchtig-süßem Geschmack hat es Paprika zu allgemeiner Wert­schät­zung als Edelgemüse geschafft. Grünen Paprika gibt es eigentlich nicht die Früchte sind einfach noch nicht reif. Sie werden sich, je nach Sorte, in rote, gelbe, schwarze oder cremeweiße Vi­ta­min­bom­ben verwandeln, die sehr lecker als fruchtiger, knackiger Snack oder zu Kä­se und Rotwein schmecken.

(bs) Paprika darf nie austrocknen, sonst wirft er Blüten und Früchte ab. Außerdem sind die buschigen Pflanzen für laufende Düngung dankbar.

(bs) Weil man dafür nicht viele Pflan­zen braucht, haben sich milde Pap­rikas und die scharfen Verwandten aus der Chili-Peperoni-Gruppe zum idealen Gemüse in Gefäßen verwandelt. Opfern Sie die erste Blüte und geben Sie den zahlreich folgenden Knospen die Chance zur Entwicklung. Dann werden Sie in unseren kurzen Sommern bedeutend mehr Früchte bekommen.


Der "schnelle" Frühling

(bs) Der Frühling ist eingekehrt, doch noch ist Sä- und Pflanzzeit. Viele gute Gartenideen lassen sich jetzt in die Tat umsetzen, z.B. ein schöner Küchengarten mit duftenden Kräutern, knackig frischem Gemüse und vielen Sommerblumen da­zwischen. Gute Nachbarschaft hal­ten z.B. Studentenblumen (Tagetes), Ringelblumen (Calendula) und Kapuzinerkresse (Tropaoelum).


Frostempfindliches abhärten

(bs) Nach den Eisheiligen bis Ende des Monats ist Pflanzzeit für alle frostempfindlichen Blumen und Gemüse. Vorher werden die Pflanzen durch reichliches Lüften abgehärtet und erhalten eine flüssi­ge Düngung, die ihnen beim Anwachsen hilft.


Bei schweren Böden auf Dämmen aussäen

(bs) Schnell wachsende wärmeliebende Arten wie Gurken, Zucchini und Kürbisse können Sie auch direkt ins Beet säen. Ist Ihr Boden lehmig-tonig, dann hat sich die Kultur auf Dämmen bewährt: anhäufeln, auf der Krone eine kleine Gießrinne formen, darin aussäen, mit lockerem Kompost auffüllen, gut angießen. Stauende Nässe ist so aus­ge­schlos­sen, und das Wachs­tum wird erheblich verbessert.


Die Beete können gefüllt werden

(msh) Im Mai können die Beete vollends „gefüllt“ werden. Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Andenbeeren und Auberginen sind nun einmal sehr frostempfindlich, und nur ganz Mutige pflanzen sie schon im April. Flach aufgebrachte Verfrühungsvliese schützen empfindliche Kulturen zuverlässig vor den letzten Nachtfrösten bis –4 °C. Wichtig dabei ist, dass die Bodenoberfläche feucht oder mit Stroh gemulcht ist.

 

Bohnen in Töpfen anziehenFoto: Stein Gegen Schäden durch die Bohnen­fliege hat es sich bewährt, Bohnen in Töpfen anzuziehen.

Alles kann raus

(bs) Salate, Radieschen, Rettiche, Möhren und Kräuter – für sie alle ist im Mai Aussaatzeit. Auch wer Setz­lin­ge vorgezogen hat, kann jetzt pflanzen. Kohlrabi kann noch bis Juni gepflanzt werden, Blumenkohl und Rosenkohl ab Mitte Mai, ebenso Gemüselauch. Winterlauch sowie alle späten Kohlsorten sät man jetzt erst aus.

(msh) Vom Zuckermais sollten Sie gleichzeitig eine frühe (z.B. ‘Early Extra Sweet’) und eine späte Sorte (z.B. ‘Florida Stay Sweet’) aussäen, dann erstreckt sich die Ernte über den ganzen August.

(msh) Wer jetzt Chicorée aussät, erntet im Oktober Wurzeln zum Antreiben, um ab Dezember gesunden Wintersalat zu ernten.

(msh) Soweit nicht längst in Töpfen vorgezogen, kommen mit Zuckermais, Bohnen und Gurken die letzten Saaten ins Beet. Günstig für alle Beete ist eine Vliesabdeckung. Sicherheitshalber bringt man mindestens dreimal so viel Saatgut aus, wie man später an Pflanzen auf dem Beet benötigt.

Sollten wider Erwarten alle Samen keimen, wird ausgedünnt. Notfalls lassen sich bei feuchtem Boden auch Sämlinge in lückige Stellen verpflanzen oder weiterverschenken. Solche über­zäh­li­gen Pflanzen gibt man in kleine Kisten oder Schalen und bedeckt die Wurzeln mit feuchter Erde, so halten sie an einem schattigen Ort bis zum nächsten Tag.


Gurkenwelke austricksen

Wer Probleme hat mit Gurkenwelke (verursacht durch einen Bo­denpilz), kann entweder Gur­ken­pflan­zen nutzen, die auf den resis­tenten Feigenblattkürbis veredelt worden sind, oder die Pflanzen in Säcke oder Behälter mit langzeitgedüngtem Kultursubstrat setzen. Dort wachsen sie kräftig und gesund heran.


Strauchbasilikum ‘Magic Blue’Foto: Stein Das Strauchbasilikum ‘Magic Blue’ duftet und schmeckt wunderbar.

Jetzt Basilikum ins Freiland säen

(gvi) Sobald die Fröste vorbei sind, können Sie Ba­si­li­kum direkt ins Frei­land säen. Da Basilikum empfind­lich auf kühle Temperaturen und Regen reagiert, empfiehlt sich ein geschützter, sonniger Standort. Sollte kein passender Standort vorhanden sein, probieren Sie doch einmal die Sorte ‘Serrata’ aus. Sie bildet recht großes Laub und kommt sowohl mit kühler Witterung und Regen als auch mit praller Son­ne zurecht.

(bs) Erst jetzt findet Basilikum die richtige Bodenwärme, die für Keimung und Wachstum über 16 °C liegen muss. Das gilt auch für Busch- und Stangenbohnen, die abgetrockneten Boden und Wärme benötigen. Bei nasskalter Witterung lohnt es sich, auf besseres Wetter zu warten.

Interessant ist das Strauchbasilikum ‘Magic Blue’ aus Afrika. Es duftet und schmeckt wunderbar, blüht bis zum Winter herrlich lila und ist sogar als mehrjährige Kübelpflanze auf der Terrasse ein Blickfang.


Gemüseaussaaten vereinzeln

(gvi) Wenn Radieschen, Zwiebeln und Möhren zu dicht ste­hen, kommt es zu verkrüp­pel­ten, viel zu dünnen Früchten. Ziehen Sie des­halb überzählige Pflanzen heraus, bei Möhren­säm­lin­gen z.B., wenn die Pflanzen ca. 8 cm hoch sind. Im Abstand von 3–5 cm sollte nur ein Sämling stehen bleiben.


Stützende Rankhilfe für GurkenFoto: Das Gartenarchiv/Kahl Gurken freuen sich immer über eine stützende Rankhilfe.

Gurken eine passende Rankhilfe bieten

(gvi) Sobald Sie Stangenbohnen, Tomaten oder Gurken gepflanzt ha­ben, sollten Sie sich auch um entsprechende Stützen kümmern. Bei Tomaten und Bohnen reichen meist einfache Stangen, bei Gurken hingegen hat sich ein Gerüst mit Querstreben bewährt. Dafür eig­nen sich z.B. Äste, die beim Frühjahrsschnitt von Gehölzen ange­fal­len sind. Das spart nicht nur Kosten, sondern ist auch äußerst praktisch, weil sich das Gerüst nach der Ernte mit kompostieren lässt. An den Streben können sich die Pflanzen bes­ser festhalten, und Sie reduzieren die Gefahr, dass die Triebe durch die immer schwerer werdenden Früchte nach unten rutschen.


Auf Wurzelunkräuter achten

(msh) Bevor die Böden abgetrocknet sind, sollten Sie spätestens beim Vorbereiten der Beete oder beim Pflanzen der Fruchtgemüse noch einmal genau auf Wurzelunkräuter achten. Auch in lehmhaltigen Böden gelingt es unter den zurzeit günstigen Bedingungen relativ leicht, Wurzelausläufer der Quecke, des Kriechenden Hahnenfußes oder des Fingerkrauts (fast) vollständig zu erwischen. Dazu sollten Sie immer einen Distelstecher in Reichweite haben. In den Tagen und Wochen nach den Aussaaten und Pflanzungen können Sie dann auf vereinzelt herausspitzendes Grün von übersehenen Wurzelstücken achten und auch diese kleinen Reste mit dem Distelstecher herausholen. Von den reichlich keimenden Samenunkräutern lassen sich einige einfach verspeisen. Zu den im April genannten kommen jetzt zum Beispiel die Vogelmiere oder der Weiße Gänsefuß hinzu. Zupfen Sie einfach die Triebspitzen ab und streuen Sie sie über Salate oder verwenden Sie das Grün in Smoothies.
 

Scheu-Helgert Für Wärme liebende Arten wie Tomaten und Paprika ist der Anbau im Kleingewächshaus ideal.


Frühkulturen machen Platz

(msh) Jetzt im Mai machen Gartenkresse, Radieschen, die ersten Salate, Kohlrabi und Rettiche, die unter Vlies herangewachsen sind, Platz für die sonnenhungrigen Nachfolger: So können Sie nun alle Fruchtgemüse wie Tomaten, Paprika, Andenbeeren, Auberginen, Gurken, Zucchini und Kürbis pflanzen. Die Gurkengewächse lassen sich auch direkt an Ort und Stelle säen. Für viele der Wärme liebenden Fruchtgemüse (außer Kürbis und Zucchini) ist eine Kultur im Gewächshaus optimal.
Wenn Sie im Sommer besonders wenig Arbeit haben möchten, können Sie jetzt viel Kürbis anpflanzen, am besten mit einem Pflanzabstand von 80–100 cm. Dazwischen ist zunächst noch Platz für Salate oder Radieschen. Ab Juli breiten sich dann die Kürbisse weiträumig aus. Besonders gerne baue ich Kürbis auf dem Beet neben Frühkartoffeln oder Erdbeeren an: Nach deren Ernte ab Juni lenke ich die Kürbistriebe über das Erdbeer- bzw. Kartoffelbeet, das sich dann „von selbst“ begrünt.