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Gemüsegarten Juni

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Radieschen den ganzen Sommer erntenFoto: Alexander Raths/Adobe Stock Wenn Sie Radieschen satzweise aussäen, können Sie den ganzen Sommer über frisch ernten.

(gvi) Wochenlange Radieschenernte: Wenn Sie alle zwei bis drei Wochen Radieschen aussäen, können Sie von Frühjahr bis zum Herbst ernten. Während der Sommermonate sollten Sie allerdings auf schossfeste Sommersorten achten, die mit vorübergehenden Hitzeperioden besser zurechtkommen. Dazu zählen z.B. ‘Cherry Belle’, ‘Parat’, ‘Raxe’ und ‘Riesenbutter’. Achten Sie zudem auf eine gleichmäßige Wasserversorgung, da die Wurzelknollen sonst platzen oder pelzig und übermäßig scharf werden können.

(gvi) Langtagsgemüse noch nicht aussäen: Einige Gemüsearten reagieren auf eine zunehmende Tageslänge mit der Bildung von Blütenknospen, dazu gehören Chicorée, Radicchio, Zuckerhut, Kopfsalat, Spinat oder Knollenfenchel. Warten Sie mit einer Aussaat bis Ende Juni, Anfang Juli. Wenn Sie früher säen wollen, sollten Sie jeweils auf spezielle tagneutrale Sorten achten.

(gvi) Sonnenschutz fürs Gewächshaus: Wenn im Sommer die Lufttemperatur im Gewächshaus auf über 35 °C steigt, kommt man mit dem Lüften und Gießen kaum hinterher. Die Folge: Die Pflanzen welken oder verbrennen sogar. Abhilfe können Sie mit einer Schattierung schaffen. Geeignet sind Bambusrollos, Schilfmatten oder Jutegewebe, mit denen Sie flexibel reagieren können. Ebenso wirkungsvoll, aber weniger flexibel ist ein Anstrich mit Kalkwasser oder Schattierfarbe.


SalatgurkenFoto: eag1e/Stock Adobe Bei Salatgurken sollten Sie zur besseren Fruchtentwicklung nur ­eine Frucht pro Blattachsel stehen lassen. Salatgurken ausdünnen: Damit Salatgurken einen kräftigen Mitteltrieb und große Früchte bilden, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig ausdünnen. Am güns­tigsten ist es, wenn Sie pro Blattachsel nur eine Frucht stehen lassen. Alle anderen Früchte bzw. Frucht­ansätze und Seitentriebe sollten Sie entfernen.

Brunnenkresse benötigt Staunässe: Jetzt können Sie gut Brunnenkresse (Nasturtium officinale) aussäen. Wichtigste Bedingung für ein gutes Wachstum ist ein dauerhaft nasser Wurzelbereich. Wo dafür der geeig­nete Standort fehlt, können Sie die Pflanzen auch in wasserdichten Gefäßen ziehen. Denn be­reits zur Keimung braucht die Brunnenkresse ausreichend Was­ser. Bei Temperaturen von 20 °C dauert die Keimung ein bis zwei Wochen. Gönnen Sie der Pflanze an­schließend ein schattiges Plätzchen, denn Hitze und Sonne verträgt sie nicht.

Schnittpflege bei Rosmarin: Ein regelmäßiges Beernten dankt Rosmarin mit kräftigem Neuaustrieb. Außerdem bleibt die Pflanze dadurch buschig und wüchsig. Unterbleibt eine ständige Ernte, neigt die Pflanze als Halbstrauch zum Verholzen und Verkahlen. Wenn das bereits passiert ist, können Sie direkt nach der Blüte einen Verjüngungsschnitt vornehmen. Schneiden Sie aber nicht zu tief ins alte Holz, denn dann erfolgt meist kein neuer Austrieb mehr.


(gvi) Buschbohnen für späte Ernte aussäen: Während Stangenbohnen bereits in die Erde mussten, können Sie sich für die Aussaat von Buschbohnen noch den ganzen Juni Zeit lassen. Für eine Reihensaat sollten Sie im Abstand von ca. 40 cm rund 3 cm tiefe Rillen ziehen, in die Sie alle 2–3 cm einen Samen legen. Bei einer Horstsaat legen Sie alle 6–8 cm jeweils drei bis fünf Samen in eine flache Mulde. Anschließend mit Erde abdecken und anfeuchten.


BuschbohnenFoto: Bernd Lang/Fotolia Buschbohnen können Sie noch im Juni aussäen.


(gvi) Jetzt noch ein Kräuterbeet anlegen: Auch jetzt können Sie noch ein Kräuterbeet anlegen. Aus­säen können Sie beispielsweise Petersilie, Basilikum, Bohnenkraut und Majoran, oder Sie kaufen vorgezogene Pflanzen wie Rosmarin, Salbei oder Thy­mian. Von Letzteren sollten Sie regelmäßig die Triebspitzen ent­fernen, so wachsen die Pflanzen dichter. Da die Blüten vieler Kräuter bei Bienen und Hummeln aber hoch im Kurs stehen, soll­ten Sie immer einige Triebe stehen und in Blüte gehen lassen.

(gvi) Gemüsepflanzen anhäufeln: Durch ein Anhäufeln wird bei verschiedenen Gemüsepflanzen die Bildung von zusätzlichen Wurzeln, sogenannten Adventivwurzeln, gefördert. Die Pflanzen können dadurch mehr Nährstoffe aufnehmen und die Früchte besser versorgen. Außerdem bekommen Pflanzen mit dünnen Trieben mehr Halt. Vor allem bei Tomaten, Erbsen, Bohnen und Paprika lohnt sich diese Arbeit.


BorretschFoto: full moon/Fotolia.comBorretsch­blüten für die Küche: (gvi) Jetzt im Juni schmückt sich der Borretsch wieder mit seinen blauen Blüten­sternen. Diese lassen sich übrigens gut in der Küche, z.B. als Salat­garnitur, ver­wenden. Ernten Sie aber immer nur ein paar Blüten, denn sie sind auch bei vielen wichtigen Bestäubern sehr beliebt, die neben­bei Gurken, Zucchini, Erbsen oder Erd­beeren be­stäuben. Tipp: Sollten Sie noch keinen Borretsch im Garten haben, können Sie ihn auch jetzt noch aussäen.

Gewächs­haus schattieren: (gvi) Wenn die Sonne richtig vom Himmel brennt, reicht es oft nicht aus, das Gewächs­haus nur zu lüften. Denken Sie deshalb auch an eine aus­reichende Schattierung. Mit Schilf­matten oder Stoffen können Sie Ab­hilfe schaffen, besser sind spezielle Schattier­netze bzw. -matten. Wenn Ihnen diese Anschaffungen zu teuer sind, können Sie auch einen Anstrich aus Kalk­wasser aufbringen.

Blumenkohl ernten: (gvi) Es ist nicht immer einfach, bei Blumen­kohl den optima­len Ernte­zeit­punkt zu finden. Gerade wäh­rend plötzlich auftretender Hitze­wellen ist eine tägliche Kon­trolle nötig, denn dann reifen die Blumen inne­rhalb weniger Ta­ge und beginnen zu schießen. Ent­spannter gestaltet sich die Ernte, wenn Sie Blumen­kohl erst jetzt aussäen. Bei den gemäßigten Herbst­temperaturen, die dann zur Reife herrschen, sind keine Wachstums­sprünge zu erwarten.


Pak ChoiFoto: Flora Press/Royal Horticultural Society Pak Choi sollten Sie an einem warmen Plätzchen vorziehen, andernfalls neigt er zu einer frühzeitigen Blütenbildung.

Pak Choi und Chinakohl mögen es warm

(gvi) Wenn Pak Choi und Chinakohl während der Anzuchtphase zu kalt (unter 18 °C) gestanden haben, bilden sie während des weiteren Wachstumsverlaufs kaum Blattmasse und neigen zu einer frühzeitigen Blütenbildung. Säen Sie diese Arten deshalb erst jetzt in Anzuchtschalen aus. Falls sich noch einmal eine kühlere Witterungsperiode andeutet, stellen Sie sie an einen warmen Platz in der Laube oder im Haus.


Pflanzzeit für Rosenkohl ...

(gvi) In diesem Monat ist die ideale Pflanzzeit für Rosenkohl. Damit sich bis zum Herbst feste Röschen entwickeln können, sollten Sie zwischen den einzelnen Pflanzen immer mindestens 50 cm Abstand lassen. Andernfalls erhalten die Stiele nicht genügend Licht, und es bilden sich nur wenige kleine Röschen mit lockerer Blattstruktur.


... und für Lauch

(gvi) Auch für Lauch, den Sie im Herbst und Winter ernten möchten, ist jetzt die richtige Pflanzzeit. Ziehen Sie dafür im Beet zunächst eine ca. 10 cm tiefe Furche, in die Sie anschließend die vor­ge­zo­ge­nen Jungpflanzen setzen – angießen nicht vergessen! Planen Sie mehrere Reihen, sollten Sie dazwischen ca. 30 cm Platz lassen. Sobald die Pflänzchen angewachsen sind, können Sie die Erdfurchen wieder vorsichtig einebnen, denn so bilden sich die typischen weißen Schäfte. Um den weißen Anteil des Lauchs zu vergrößern, können Sie die Pflanzen ab August weiter mit Erde anhäufeln.

 


Birnenmelonen (Sola­num muricatum)Foto: Stein Im Gewächshaus und im Winter­garten tragen die aus Südamerika stammenden Birnenmelonen (Sola­num muricatum) auch hierzulande Früchte.

Birnenmelonen mögen es mollig

(bs) Probieren Sie im Gewächshaus mal Bir­nen­me­lo­nen oder Pepinos (Solanum muricatum) aus. Ihre gänseeiergroßen, gelb-braun gezeichneten Früchte reifen bis in den November und schmecken an­ge­nehm süß. Bei sehr dicht gewachsenen Pflanzen schneidet man jetzt einige blütenlose Triebe heraus. Ansonsten werden Pepinos wie Tomaten kultiviert.


Langtagspflanzen starten jetzt durch

(bs) Bei Langtagspflanzen wie Chinakohl, Endivien, Brokkoli, Spinat, Feld­sa­lat oder Radicchio ist die Gefahr von Schos­sern und Blüten nach der Son­nen­wen­de (21. Juni) vorbei. Von nun an geht die Wuchs­kraft in Blätter, Köpfe und Wurzeln.


Essbares für Schattenplätze

(bs) Ein Tipp für Plätze mit wenig Sonne: Brunnenkresse. Diese heimische Wasserpflanze gedeiht bestens in Balkonkästen oder Gefäßen ohne Abzugsloch, in denen man die Erde immer leicht mit Wasser bedeckt halten kann, denn die Pflanzen dürfen nie austrocknen. Dünn ausgesät wachsen die Sämlinge schnell heran und können schon bald immer wieder beerntet werden. Brun­nen­kres­se enthält viel Vitamin C und schmeckt wie Kresse als Salat oder auf dem Butterbrot.


Königsknospen opfern

(bs) Die Ernte fällt bei Paprika höher aus, wenn Sie auf die ersten Blüten („Königsknospen“) bzw. Fruchtansätze verzichten und sie ausbrechen. So verzweigt sich die Pflanze mehr. Das regt den nachfolgenden Blütenansatz an.


Wegerich für die Salatschüssel

(bs) Auf dem Vormarsch ist Hirsch­horn­wegerich (Plantago coronopus), der als Salatgemüse ge­ges­,sen wird. Das schnellwüchsige Gewächs ist sehr gesund und schmeckt kräftig und aromatisch. Jetzt ist Aussaat­zeit.


Mischkulturen im GemüsegartenFoto: Stein Bei Mischkulturen im Gemüsegarten ist es wichtig, auf eine „gute Nachbarschaft“ zu achten.

Auf gute Nach­bar­schaft

(bs) Jedes Fleckchen und jeder Licht­strahl werden in der Natur intensiv genutzt. Gute Nach­bar­schaft ist dabei wichtig, denn die Pflanzen helfen sich gegenseitig mit Duft­stoffen, Windschutz oder Schatten.

Achten Sie bei Mischkulturen darauf, dass hohe Pflanzen nicht den niedrigen die Sonne stehlen, dass Tiefwurzler neben Flachwurz­lern stehen und sie daher ihre Wur­zeln in unterschiedlichen Tiefen streifen lassen. Hauptkulturen wie Tomaten, Kohl oder Lauch wer­den von schnell­wüch­si­gen Lücken­fül­lern wie Radieschen, Rettich, Kres­se und Spinat begleitet.


Knollenfenchel ...

(bs) ... hat sich zu einem sehr gefragten modernen Gemüse gemausert und ist eine ideale Kultur für den Herbst auf sonnigen Beeten. Gesät wird von Juni bis spätestens Mitte Juli in Topfplatten, damit die schwachen Pfahlwurzeln einen Ballen bilden. Wich­tig ist, dass Sie die Setzlinge nicht zu tief pflanzen, damit sich schöne schwere und runde Knollen ausbilden. Fenchel reagiert gut auf organischen Dünger, der vor dem Pflanzen und drei Wochen später nochmals ausgestreut und eingearbeitet wird.


Rasenschnitt als Mulch

(msh) Rasenschnitt, der frei von Unkrautsamen ist, darf jetzt als Schutz vor Verdunstung auf Tomaten-, Gurken-, Zucchini- und Kohlbeeten dünn ausgestreut werden. In belebten Böden schließen ihn die Bodenorganismen schnell als wertvollen Dünger auf: 4 kg frischer Rasenschnitt
enthält so viel Stickstoff wie 100 g Hornmehl oder 100 g Blaukorn. Machen Sie doch einmal die Probe aufs Exempel und mulchen Sie ein Beet mit jungen Salatpflanzen nur zur Hälfte mit Grasschnitt: Im ungemulchten Teil werden die Köpfe kleiner bleiben.


Schutz für Kreuzblütler

(msh) Aussaaten von Kreuzblütlern wie Rettich oder verschiedenen Kohlarten brauchen im Hochsommer eine Abdeckung mit Kulturschutznetzen. Das hält den Befall durch Kohlerdflöhe (sie fressen kleine weiße Löcher in die Blätter) und andere Schädlinge wie die Kohlmottenschildlaus
(Weiße Fliege) in Grenzen.


Zuckermelonen brauchen RankhilfenFoto: Themenbild Zuckermelonen brauchen Rankhilfen und einen Aufbauschnitt.

Aufbauschnitt für Ranker

(bs) Gurken im Gewächshaus erhalten jetzt den Aufbauschnitt, sonst sind sie durch den reichen Fruchtansatz überfordert und stoßen schon bald die Früchte ab. Bis zu einer Höhe von 80 cm werden an den an Schnüren emporklimmen­den Pflanzen alle Stammfrüchte entfernt.

Darüber darf alles geerntet werden, bis die Triebe an das Dach des Hauses oder an den Spanndraht stoßen. Dann sollten Sie die Triebspitze kappen. Sofort bilden sich Seitentriebe, die wiederum auf ein Blatt und eine Frucht reduziert werden.

Diese Schnittmethode kann man auch bei Zucker­me­lo­nen im Gewächshaus anwenden. Zumindest lohnt sich das Entspitzen des Haupttriebes, wodurch die Seitentriebe schneller und reichlicher Früchte an­set­zen.

 
Endspurt für Spargel und Rhabarber

(bs) Nach alten Bauernregeln ist gleich nach der Sonnenwende, am Johannistag (24. Juni), Schluss mit der Ernte von Spargel. Den Rest des Jahres und die noch aufkommenden Triebe brauchen die Pflan­zen, um sich zu erholen und Kraft zu schöpfen für die nächste Ernte.

Gleiches gilt für Rhabarber, dessen Stängel durch den hohen Oxalsäuregehalt im Sommer streng schmecken. Auch die Blüten drängen jetzt mit Macht nach oben. Sie sehen zwar dekorativ aus, doch der Pflanze bekommt es besser, wenn sie mit drehender Bewegung ausgebrochen werden.


Seitentriebe von TomatenFoto: Themenbild Die Seitentriebe der Tomaten sollten möglichst frühzeitig herausgebrochen werden (ausgeizen), damit die Pflanze nicht nur "ins Kraut" schießt, sondern ordentlich Blüten "schiebt".

Tomaten stützen und ausbrechen

(bs) Tomaten wachsen nun sehr schnell. Falls noch nicht geschehen, bekommen sie einen Stab oder eine Spirale und werden da­ran laufend befestigt. Damit die Früchte die ganze Kraft der Pflanze erhalten, bricht man die Seiten­triebe jede Woche aus. Diese Maßnahme ist keineswegs überholt, die Früchte werden größer, erhalten mehr Sonne, und die Blät­ter bleiben gesünder. Nur bei Buschtomaten ist diese Maßnahme überflüssig. Selbst bei Obsttomaten bringen das Ausgeizen und die eintriebige Kultur Vorteile bei der Ernte und Qualität.


Sommer- und Herbstsalate

(msh) Wer jetzt je nach Familiengröße aus einem bunten Gartensalat-Sortiment jeweils drei oder fünf Pflanzen setzt, kann später bedarfsgerecht gestaffelt ernten. Junipflanzungen von Salaten benötigen rund 30 bis 45 Tage bis zur Ernte, rote Sorten  brauchen meist etwas länger.

(msh) Von Endivien, Zuckerhut und Radicchio (Sorten für die Herbsternte) können aufgrund ihrer guten Haltbarkeit größere Mengen gepflanzt werden, bis zur Ernte benötigen sie über zwei Monate. Alle drei lassen sich zum Monatsbeginn übrigens auch noch sehr gut direkt ins Beet aussäen.


Erster Schichtwechsel im Beet

(bs) Im Gemüsebeet wird schon reichlich geerntet: knackige Salate für den Fit­ness­tel­ler, Rettiche, Kohlrabi und ge­sun­de Kräuter. Das Kräu­terbeet liefert bereits den ganzen Monat frische Würze. Kerbel, Dill und Bohnenkraut können ein zwei­tes Mal gesät werden. Frühe Gemüse räumen das Beet für Som­mer­pflan­zun­gen von Salaten, Spätkohlarten, Sellerie und Lauch sowie für Fol­ge­saa­ten von Radieschen, Karotten oder Bohnen.

Ab Mo­natsmitte werden Endivien, Ra­dicchio und Zuckerhut gesät, eben­so kann man bis Ende des Monats Brokkoli, Fenchel und Römersalat aussäen. Gerade die Herbst­ernten, die in den weniger heißen Monaten reifen, bringen eine besonders gute und zarte Qua­lität.

(bs) Auf frei gewordenen Beeten säen Sie für die Gemüseernte im Herbst z.B. schnell wachsende Möhrensor­ten, Sommererbsen oder Zuckererbsen wie die Sorte ‘Zuccola’, Chinakohl, Brokkoli oder Rettiche aus. Spinat wie die Neuzüchtung ‘Columbia’ oder Feldsalat ‘Gala’ bringen in Schüben gesät sogar eine reiche Ernte bis zum Frost.


Kohl ausreichend düngen

(msh) Die große Palette aller Kohlarten kann jetzt gepflanzt werden, Kopfkohlarten allerdings nur noch zu Monatsbeginn und in milden  Klimazonen. Vor der Pflanzung sollten 75 bis 100 g Hornmehl je m² eingerecht werden, länger stehende Kulturen erhalten Ende Juli eine Nach­düng­ung von ca. 50 g Hornmehl.


Minarettkohl ‘Romanesco’Foto: Stein Das Auge isst mit: Der Minarettkohl ‘Romanesco’ ist eine formschöne Delikatesse.

Brokkoli auf Zuwachs ernten

(gvi) Wenn Sie in Ihrem Garten eigenen Brokkoli anbauen, ernten Sie ihn vorsichtig. Schneiden Sie die großen, erntereifen Röschen kurz unter dem Ansatz ab. Aus den zurückbleibenden Blatt­achseln wach­sen dann in kurzer Zeit neue, allerdings kleinere Röschen nach.

(bs) Besonders zart und von hervorragender Qualität sind Blumenkohl und Brokkoli für die Herbsternte. Eine formschöne Delikatesse ist Minarettkohl (Sor­ten ‘Mina­ret’ und ‘Romanesco’).

 


Wässern mit Sinn und Verstand

Intensiver Gemüseanbau gelingt in trockenen Sommern nur bei gezieltem „Wassermanagement“: Dafür soll die Bodenoberfläche stets aufgelockert sein. Nach  dem Wässern oder nach Regenfällen wird der Boden mit der Ziehhacke flach durchgezogen. Wässern Sie bei anhaltender Trockenheit ein bis zweimal wöchentlich mit 20 l/m². Dazu sind mehrere Gießgänge in stündlichem Abstand notwendig, um  Abschwemmungen zu vermeiden. Wenig Wasser brauchen lang stehende Tiefwurzler wie Schwarzwurzeln, Chicorée oder Rote Rüben.


Gemüse mit Schutznetzen abdeckenFoto: Stein Wer sein Gemüse mit Schutznetzen abdeckt, muss es nicht mit Schädlingen teilen.

Netze oft der beste Schutz

Perfekt wird die Abwehr von Schäd­lingen (ganz ohne Gift), indem Sie die Beete mit einem zu­sätz­lichen Schutznetz abdecken. Läuse, Gemüsefliegen, Wanzen und Schmet­terlingsraupen haben dadurch keinen Zutritt, und das Gemü­se wächst appetitlich frisch heran.

(bs) Die Blüte von Kastanien und Schattenmorellen ist ein phänolo­gi­sches Zeichen für den beginnenden Flug der Gemüsefliegen (Möhren-, Rettich-, Kohl-, Bohnen-, Zwiebelfliege u.a.). Spä­tes­tens jetzt und bis September sollten Sie die Kulturen mit stabilen, engmaschigen Netzen schützen. Sie werden locker aufgelegt oder auf Tunnelkonstruktionen gespannt und an allen Seiten mit Erde, Brettern, Rohren oder Haken befestigt. Im Gegensatz zu einem Vlies können Netze bis zum Ende der Kultur aufgelegt bleiben.


 

 

PrunkbohnenFoto: Themenbild Aus der ausrangierten Kinderschaukel lässt sich mit Prunkbohnen ratzfatz ein Sichtschutz zur Baustelle auf dem Nachbargrundstück schaffen.

Feuerbohnen sind ultimative Alleskönner

(bs) Feuer- oder Prunkbohnen (Pha­se­o­lus coccineus) sind ein vielseitiges Ge­mü­se: Erst klettern sie in Windeseile, dann liefern sie ein dichtes Blät­ter­dach, geben Sichtschutz und Schatten und blühen prächtig – je nach Sorte feuerrot, weiß oder rot-weiß. Dann kommt die Erntezeit mit vielen schmack­haf­ten Hülsen.

Wer ein lebendiges grünes Indianerzelt (Tipi) plant, bindet min­destens vier, besser sieben oder acht Stangen zelt­förmig zusammen und sät an jeder Stange drei bis vier Samen aus. Die Bohnen klettern genauso gut an Schnüren, die an einem Pfahl in der Mitte befestigt und im Boden verankert werden. Aussaatzeit ist bis Anfang Juli. Fadenlos sind die Hülsen der roten Sorten ‘Lady Di’ und ‘Butler’.


PalmkohlFoto: Steffen Hauser/botanikfoto Palmkohl schmeckt milder als Grünkohl, und junge Blätter lassen sich fein geschnit­ten als Salat oder Kochgemüse verwenden.

Schnellwüchsigen Kohl pflanzen

(gvi) Der Palmkohl, auch Toskanischer Kohl genannt, ist eine schnell­wüch­si­ge Kohlart und ähnelt in seinem Aussehen dem Grünkohl. Im Gegensatz zu Letzterem benötigt der Palmkohl aber keinen Frost, um erntereif zu werden. Wenn Sie ihn jetzt aussäen, kön­nen Sie bereits im August die unteren vier bis fünf Blätter ernten. Bis zum Frost entwickelt jede Pflanze bis zu 20 weitere Blätter, die Sie Blatt für Blatt von unten nach oben abernten können.



Mit Schachtelhalmbrühe Gurken stärken

(gvi) Gurken sind in dieser Jahreszeit leider recht anfällig für Mehltau. Befallene Blätter sollten Sie umgehend entfernen. Um die Wider­stands­kraft der Pflanzen zu erhöhen, können Sie die Pflanzen alle 14 Tage vorbeugend mit einer Schachtelhalmbrühe behandeln. Setzen Sie dazu 500 g frischen Schachtelhalm mit 5 l Wasser an und lassen Sie ihn 24 Stunden lang stehen. Damit sich die In­halts­stoffe lösen können, müssen Sie den Ansatz anschließend noch eine halbe Stunde lang köcheln. Für die Anwendung empfiehlt sich ein Mischungsverhältnis von 1:5 (ein Teil Ex­trakt und fünf Teile Wasser).


Blätter und Blüten vom AnanassalbeiFoto: Die Kräuterei, www.kraeuterei.de Blätter und Blüten vom Ananassalbei werden zum Würzen verwendet.

Ungewöhnliche Kräuter für die Küche

Ungewöhnliche Pflanzen wie Ananassalbei, Curry­kraut oder (bs) Zitronengras gedeihen in Bal­kon­käs­ten und Töpfen genauso gut wie im Beet. Ana­nas­sal­bei (Salvia ruti­lans) wächst üppig, lässt sich aber durch Rückschnitt und laufendes Abernten der fruchtig schmeckenden Blätter gut begrenzen. Blätter und Blüten werden zum Würzen von süßen und salzigen Speisen ver­wen­det.

(bs) Das robuste Currykraut (Helichrysum italicum) schmeckt ähnlich wie asi­atische Curry-Mischungen. Es kann mehrfach beerntet werden. Zitronen- oder Lemongras (Cymbopogon) wird im tropischen Ostasien in vielen Gerichten mitgekocht und später entfernt. Fein gewiegte Blätter oder die verdickten Stängelteile des immergrünen Grases sorgen für ein pikantes Zitronen­aroma. Die frostempfindliche Pflanze be­nö­tigt Wärme, feuchte, nährstoffreiche Erde und eine regelmäßige Düngung.


Kräuter ernten

(ikv) Kräuter zum Trocknen erntet man vor der Blüte. Meist treiben sie schnell wieder durch und können bald ein zweites Mal geschnitten werden. Vom Lavendel erntet man jetzt die Blätter nicht blühender Triebe, später  auch frische Blüten zum Trocknen.


Aussaaten noch möglich

(msh) Im Juni wendet sich das Jahr: Ab Sommerbeginn werden die Tage wieder kürzer. Jetzt ist die richtige Zeit für die Pflanzung früher, schossfester Sorten von Herbst- und Wintersalaten wie Endivien, Zuckerhut und Radicchio. Bis zur Monatsmitte können Sie diese Salate noch aussäen,
am besten zusammen mit China-, Rosen- und Grünkohl.

Säen Sie auf humosen Böden direkt ins Beet. Bei trockenen Böden empfehle ich die Anzucht in Saatschalen oder Multitopfplatten. Saaten und Jungpflanzen von Kreuzblütlern decken Sie mit Kulturschutznetzen ab.

Nach wie vor können Sie Kopf- und Pflücksalate anziehen. Damit sie zügig keimen, müssen die Temperaturen unter 16 °C liegen. Daher kann es ratsam sein, die Saatschalen jetzt bis zum Erscheinen der Keimblätter in den Keller zu stellen.


Blattkräuter zum optimalen Zeitpunkt ernten

Blattkräuter gewinnt man, bevor die Pflanzen Knospen zeigen, denn dann ist der Wirkstoffgehalt von Minzen, Salbei, Lavendel oder Thymian am höchsten. Getrocknet wird möglichst rasch an
luftigen, schattigen Orten, nie in der Sonne – am besten bei Hochdruck-Wetterlagen in trockener Luft.


Kühle Temperaturen ergeben männliche Blüten

(msh) Im Juni kommen die Fruchtgemüse aus der Maipflanzung so langsam „in die Gänge“: Tomaten, Gurken und Zucchini blühen und setzen nach und nach die ersten Früchte an. Bohnen überziehen bald die Beete mit üppigem Grün. Sind die ersten Junitage noch recht kühl, bilden Zucchinipflanzen erst einmal über längere Zeit ausschließlich männliche Blüten. Manche Gartenbesitzer entfernen diese, um den Ansatz weiblicher Blüten zu beschleunigen – das funktioniert jedoch nicht. Die männlichen Blüten lassen sich aber durchaus in der Küche nutzen, z.B. zum Füllen oder als Wok-Gemüse.
 

Stab- und Buschtomaten

(msh) Jetzt im Hauptwachstum ist es wichtig, bei Stabtomaten in möglichst kurzen Abständen alle Seitenaustriebe (Geiztriebe) auszubrechen. Nur so wächst der Mitteltrieb kräftig nach oben und setzt auch reichlich Blütenstände an. Buschtomaten, zu denen auch die besonders kleinwüchsigen „Balkontomaten“ gehören, dürfen Sie jedoch nicht ausgeizen. Bei diesem völlig andersartigen Wuchstyp enden alle Triebe in einer Blüte.
 

Scheu-Helgert Zusätzlich zur Knolle können Sie beim Kohlrabi auch die jungen, zarten Blätter verwenden.


Herbstsalate vorziehen und Kohlrabi ernten

(msh) Jetzt können Sie Herbstsalate, wie Endivien, Zuckerhut, Radicchio, Chinakohl, sowie Grünkohl und Knollen-Fenchel vorziehen. Für Rosenkohl ist bereits Pflanzzeit, und auch noch für die Kopfkohlarten. Die ersten Kohlrabi können Sie bereits ernten. Verwenden Sie am besten auch die jungen, zarten Blätter in der Küche mit.