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Gemüsegarten Januar

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FeldsalatFoto: Flora Press/BIOSPHOTO/Virginie Klecka Ernten Sie Feldsalat möglichst an sonnigen Tagen, dann ist der Nitrat­gehalt geringer. Feldsalat nicht düngen: Feldsalat ist eine schmackhafte Winterkultur, neigt bei Lichtmangel aber leider zur Nitratanreicherung, das sich bei der Zubereitung in gesundheitsschädliches Nitrit umwandeln kann. Den Nitratgehalt senken können Sie, indem Sie auf Dünger verzichten und einen möglichst sonnigen Standort wählen. Ernten Sie auch nur an sonnigen Tagen und am besten nachmittags.

Frisches Grün von der Fensterbank: Wenn im Garten nicht viel zu ernten ist, sind Keimsprossen die idealen Vitaminspender. Etwas unbekannter, aber lecker ist die Senfrauke (Eruca sativa). Ihr würziges, nussartiges Aroma passt gut in Salate oder Kräuterquark. Die Kultur auf der Fensterbank ist dabei so einfach und schnell wie die von Kresse.

Frisches Petersiliengrün: Von der Wurzelpetersilie können Sie nicht nur die würzige Wurzel verarbeiten, sondern die- se auch zum Treiben einpflanzen und das frische Grün ernten. Setzen Sie die Wurzeln einfach in Erde in einen tiefen Topf und stellen Sie diesen auf die Fensterbank. Bis zur ersten Ernte dauert es ca. vier Wochen. Tipp: Wenn Sie immer nur die äußeren Blätter ernten, kommen aus der Mitte laufend neue nach.


(gvi) Sommerlauch aussäen: Porree können Sie je nach Sorte (z.B. ‘Bavaria’, ‘Früher Riese’) auch als sogenannten Sommerporree oder Sommerlauch vorziehen. Säen Sie ihn dafür ab Mitte Januar im frostfreien Gewächshaus aus. Ab Ende März können die Jungpflanzen dann ins Freiland gepflanzt werden, idealerweise in einem Reihenabstand von 30–40 cm und in der Reihe 15 cm. Ist das Frühjahr mild, können Sie bereits im Juni/Juli frischen Porree ernten.


Sommerlauch aussäenFoto: Flora Press/Meyer-Rebentisch Porree können Sie je nach Sorte auch als sogenannten Sommer­porree oder Sommerlauch vorziehen.


(gvi) Paprika vorziehen: Paprika entwickelt sich gerade am Anfang recht langsam, starten Sie daher schon gegen Monatsende mit der Anzucht. Säen Sie am besten direkt in Aussaatschalen mit Anzuchterde und stellen Sie diese bei 20–25 °C auf. Sobald zwischen den Keimblättern das erste echte Blatt erscheint, müs­sen Sie pikieren. Stellen Sie die Jungpflanzen dann nach ca. einer Woche an einen kühleren, aber hellen Platz. Dort entwi­ckeln sie sich kompakt und bilden einen kräftigen Mitteltrieb.

(gvi) Frühbeetkästen bauen: Jetzt, wenn im Garten wenig zu tun ist, können Sie die arbeitsarme Winterzeit nutzen, um neue Frühbeetkästen zu bauen. Entweder Sie entwerfen die Kästen je nach Bedarf selbst oder Sie kaufen sich einen fertigen Bausatz. Mit diesen Frühbeetkästen können Sie dann früher mit der Aussaat beginnen und ernten.


Erste Aussaaten im Kleingewächshaus:
(gvi) Bereits Mitte Januar können Sie frühe Rettiche wie ‘Rex’ und ‘Neckarruhm’, frühe Radieschen wie ‘Tarzan’ F1 oder Rauke aussäen. In einem kühlen Ge­wächs­haus, das mit einem Frostwächter lediglich frostfrei gehalten wird, keimen die Samen innerhalb weniger Tage. Die Wintersonne lässt das zeitige Gemüse sprießen und wachsen, sodass Sie bereits Ende März ernten können.


Gewächshaus - AussaatFotos: Flora Press/Meyer-Rebentisch; Alexander Raths/Fotolia (klein) Während der Garten noch im Winterschlaf ruht, können Sie im frostfrei gehaltenen Gewächshaus bereits die ersten Aussaaten vornehmen.


Saisonstart beim Salat:
(gvi) Auch vorgezogene Kopf- und Pflücksalate können Sie bereits ab der zwei­ten Januarwoche ins frostfrei gehaltene Gewächshaus pflanzen. Für diesen frühen Anbautermin eignen sich aber nur robuste Sorten wie ‘Larissa’, ‘John’ oder rotblättrige Eichblattsalate wie ‘Navara’, die sich auch unter weniger günstigen Lichtverhältnissen rasch entwickeln und selbst bei dichter Pflanzung nicht von Mehltau und anderen Salatkrankheiten befallen werden.

Wintergemüse ernten:
(gvi) Sofern der Boden nicht gefroren ist, können Sie winterhartes Wurzelgemüse wie Topinambur oder Schwarzwurzel weiterhin jederzeit frisch ernten und genießen. Am ein­fachs­ten geht die Ernte, wenn Sie die Knollen bzw. langen Wurzeln vorsichtig mit der Grabegabel he­raus­he­ben.


Rosenkohl im SchneeFoto: kidza/Fotolia.com Kühle Temperaturen machen Kohl süßer, allerdings sind dafür nicht unbedingt Eis und Schnee nötig.

(gvi) Frost versüßt den Kohl: Jeder Gartenfreund weiß, dass frostige Temperaturen Grün- und Rosenkohl süßer machen. Grund dafür ist, dass durch die Kälte weniger Zuckerstoffe abgebaut werden. Aller­dings ist dafür nicht unbedingt Frost nötig, viel entscheidender ist dabei die Länge der Käl­te­pe­ri­o­de. Denn je länger Kohl Temperaturen unter 6 °C ausgesetzt ist, desto mehr Zucker und Aroma reichert sich durch den fort­lau­fen­den Stoffwechsel an. Dieser natürliche Vorgang findet übrigens nur in der lebenden Pflanze statt und kann nicht künstlich im Gefrierfach erzeugt werden.

(gvi) Kräuterhecke anlegen: Wenn Sie schon bei der Gar­ten­pla­nung für die kommende Saison sind, könnten Sie vielleicht über eine duftende Kräuterhecke für Ihren Gemüsegarten nachdenken. Für solch eine Beet­um­ran­dung eignen sich z.B. Lavendel (Lavandula angustifolia), Ysop (Hyssopus offi­ci­na­lis) oder Thymian (Thymus vul­ga­ris).

(gvi) Asche in den Müll: Winterzeit ist auch Kaminzeit, und unweigerlich stellt sich die Frage: Wohin mit der Asche? Definitiv in den Hausmüll! Zwar ist sie reich an Kali, das wird in den meisten Gärten aber nicht benötigt. Zudem weist auch scheinbar unbelastete Holzasche einen hohen Gehalt an Schwermetallen auf, die sich langfristig im Boden ansammeln.


JanuarFoto: Ilka Burckhardt/Fotolia.com Die Keimfähigkeit vieler Samen nimmt im Laufe der Zeit ab, machen Sie deshalb eine Keimprobe, um im Frühjahr keine böse Überraschung zu erleben.

Altes Saatgut einer Keimprobe unterziehen

(gvi) Sollten Sie noch älteres Gemüsesaatgut im Schrank haben und wollen im Frühjahr keine böse Überraschung erleben, ist es sinnvoll, jetzt eine Keimprobe durchzuführen. Legen Sie dazu eine Auswahl von etwa fünf Samen je Sorte in einen kleinen Topf oder ein Schälchen und stellen Sie sie an einen warmen Platz. Nach ein paar Tagen können Sie erkennen, welches Saatgut noch zu gebrauchen ist und welches Sie besser entsorgen.


Artischocken jetzt aussäen

(gvi) Wer in diesem Jahr einmal Artischocken anbauen will, sollte sie schon jetzt aussäen. Legen Sie die Samen vor der Aussaat für 24 Stunden in warmes Wasser (Thermoskanne!) und säen Sie dann jeweils drei Samen in einen Topf aus. Die Töpfe sollten Sie anschließend hell und bei 18–23 °C aufstellen. Ab Mitte Mai können Sie die vorgezogenen Pflanzen dann ins Freie setzen.


Zitronengras selber ziehen

(gvi) Sollten Sie ein Liebhaber der asiatischen Küche sein, versuchen Sie doch einmal, Zitronengras zu ziehen. Dieses tropische Süßgras ist zwar nicht winterhart, kann bei uns aber relativ einfach den Sommer über im Freien stehen. Säen Sie die Samen am besten direkt in Töpfe und stellen Sie diese anschließend bei ca. 20 °C an einen hellen Platz. Die Samen dürfen aber nur leicht angedrückt und keinesfalls mit Erde bedeckt werden, da es Lichtkeimer sind.


ChicoréewurzelnFoto: Das Gartenarchiv Eingelagerte Chicoréewurzeln können Sie jetzt zum Treiben ansetzen.

Chicorée jetzt treiben und bleichen

(bs) Haben Sie im Herbst Chicorée-Pflanzen ausgegraben und die Wurzeln im Keller zum An­trei­ben gelagert, dann schichten Sie die Wurzeln jetzt dicht neben­einander aufrecht stehend in einen dunklen Eimer und füllen ein Sand-Erde-Gemisch dazwischen, ohne die Wurzeln ganz zu bedecken.

Gießen Sie alles kräftig an, bedecken Sie den Eimer mit einem lichtdichten Deckel und stellen Sie ihn in einen Raum mit etwa 15 °C. Nach vier bis fünf Wochen können Sie die getriebenen, ge­bleich­ten Köpfe ernten.


Aussaat im GewächshausFoto: Stein Mit steigendem Lichtangebot können Sie jetzt bereits erste Aussaaten im Gewächshaus starten.

Gewächshaus bietet Vorteile

(bs) Haben Sie schon einmal mit einem Gewächshaus geliebäugelt? Eine kostengünstige Va­ri­an­te ist ein ungeheiztes Glashaus oder ein Gewächshaus mit Stegdoppelplatten. Hier können Spi­nat und Feldsalat den Winter über wachsen und geerntet werden. Auf der Fensterbank können Sie jetzt mit den ersten Aussaaten von Spitzkohl, frühen Salaten und Treibkohlrabi für das spä­te­re Auspflanzen im Kalthaus beginnen.

(bs) Mit dem steigenden Lichtangebot macht es Sinn, die ersten Aussaa­ten im Gewächshaus zu starten. Mit frühen Sorten von Spitzkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Salat, Radieschen, Rettich und Lauch können Sie im Laufe des Monats beginnen. Wer gut vorgeplant hat, kann nun Feldsalat, Win­ter­por­tu­lak, Löffelkraut, Mangold und Zuckerhut ernten.


Wintergemüse ernten

(bs) Immer noch trotzen Rosen- und Grünkohl, Porree, Feldsalat, Pastinaken und Schwarzwurzeln dem Frost und werden nach Bedarf geerntet. Auch Winterportulak kann bei frostfreiem Wetter den Winter über mehrmals geschnitten werden.

Empfehlenswert ist eine lockere Abdeckung mit Reisig oder Vlies. Winterportulak wird im Spät­som­mer im Beet ausgesät und nur dünn mit Erde bedeckt, zu dicht stehende Sämlinge werden vereinzelt.

(sts) Wintergemüse wie Grün- oder Rosenkohl, das noch auf den Beeten steht, können Sie nach wie vor ernten. Das ist auch bei Frost möglich. Allerdings sollten Sie dann das gefrorene Erntegut in einem kühlen Raum langsam auftauen lassen und zügig verbrauchen.

(msh) Insbesondere die Kohlarten sollten Sie schnell verbrauchen, wenn unter den Blättern überwinternde Kohl­mot­ten­schild­läuse sitzen. Lagergemüse wird wöchentlich kontrolliert, Fäulnisherde werden beseitigt, und gesundes Gemüse sollten Sie möglichst bald aufbrauchen.


WinterrettichFoto: Stein Hustensaft nach „Großmutters Rezept“ liefert der Winterrettich.

Mit Rettich gegen Husten

(bs) Eingelagerter Winterrettich ist nicht nur lecker, er stärkt auch die Abwehrkräfte. Die in Rettichen enthaltenen Vitamine und Senf­ölglycoside verursachen nicht nur den typischen scharfen, den Appetit anregenden Geschmack, sie hemmen auch Erkältungen. Manche Gartenfreunde wissen es und sind in ihrer Kindheit mit einem leicht herzustellenden Hus­ten­mit­tel aus Rettich gut durch den Winter gekommen.

Und so geht es: Schneiden Sie einen Lagerrettich quer auf und höhlen Sie ihn kegelförmig aus. Mit einem Grillspieß oder einer Stricknadel bohren Sie dann einen Kanal zur Spitze durch. Nun füllen Sie mit drei Esslöffeln Zucker auf und set­zen diese Hälfte auf ein Glas. Der süße herausgelöste Ret­tich­saft tropft nun nach unten und ergibt einen wohl­schmecken­den Hustensaft.

 
Kräuter mögens frisch

(msh) Am Küchenfenster wächst jetzt Kresse in Töpfen. Andere  Kräuter in Töpfen – ob selbst angetrieben oder frisch gekauft – stehen besser bei Temperaturen zwischen 12 und 16 °C. Sie halten dann länger.


Vorsicht Streusalz

(msh) Abgeräumte Schneemassen von Wegen sollten Sie nur über Gartenbeete geben, die nicht für Frühgemüse benötigt werden. Zudem muss der Schnee völlig frei von Streusalz sein, weil es die Bodenstruktur schädigt.


Kürbis ’Dills Atlantik Giant’Foto: Stein Wer im nächsten kleingärtnerischen Wettbewerb punkten will, liegt mit dem Kürbis ’Dills Atlantik Giant’ sicher gut im Rennen.

Gute Wettkampfchancen mit Riesenkürbis

(bs) Auch die ohnehin schon große Kürbisvielfalt hat sich um einiges vergrößert. Für Freunde von Rekordernten eignet sich der Riesenkürbis ‘Dills Atlantik Giant’. Mit einem be­acht­lich­en Gewicht von 40 bis 80 kg (der Weltrekord liegt allerdings bei 1054 kg pro Frucht) weckt er bei Hobbygärtnern Erstaunen und Bewunderung. Die hellorange Schale bedeckt wohl­schme­cken­des orangegelbes Fleisch.


Vitamine von der Fensterbank

(msh) Über die ruhigen Wintertage sorgen Keimsprossen und Grünkeimlinge für „grüne Gemüse­vi­ta­mine“ von der Fensterbank. Keimsprossen aus Mungobohnen – ausgebreitet in einer flachen, abdeckbaren Schale, täglich befeuchtet und überflüssiges Wasser sofort abgegossen – brauchen drei bis vier Tage bis zum Verzehr, Grünkeimlinge (am besten Kresse) auf einer dünnen Erd­schicht oder auf feucht gehaltenem Küchenkrepp eine Woche. Übrigens: Mungobohnen finden Sie im Bio-Lebensmittelmarkt oft billiger als im Saatguthandel. Wurzelpetersilie mit un­ver­sehr­tem Kopf lässt sich antreiben und bietet würziges Suppengrün.


Tomaten ‘Tigerella’Foto: Stein Wer es bunt mag, für den bieten sich z.B. die (bei Reife) rot-gelb gestreiften Tomaten der Sorte ‘Tigerella’ an.

Sortenvielfalt bekommt, wer selbst aussät

(bs) Auch wenn die Pflanzenanzucht in Schalen und Töpfen Mühe berei­tet, so macht es doch immer wieder Spaß, eigene Tomatenpflanzen oder schnell­wach­sen­de Kohlrabi- und Salat­jung­pflan­zen zu betreuen. Durch die große Sortenvielfalt bei Tomaten lohnt sich die Arbeit immer.

Wer die jetzt so aktuellen bunten Tomaten liebt, ist mit rot-gelb gestreiften Früchten der Sorte ‘Ti­gerella’, ganz dunkelroten, fast anthrazit-roten Früchten der Sorte ‘Chocolate Cherry’ oder kleinen, tieforangen Früchten der Sorte ‘Sungold’ (alle Sperli) gut beraten, zumal diese Sorten alle gut schmecken.

Der Geschmackshit ist die Sorte ‘Caprese’ (Kiepenkerl). Dies ist eine sehr kleine San-Marzano-Tomate mit festem Fleisch – ideal zum Naschen vom Strauch, zum Grillen und für Salate.


Neues aus dem Hause "Tomate"

(bs) Jetzt macht es Freude, in bunten Samenkatalogen zu blättern. Allerhand Neuzüchtungen sind darin zu finden wie die Vital-Tomate ‘Flavance’ (Kiepenkerl), die man als Samen oder später im Fachhandel auch als veredelte Jungpflanze bekommen kann.

Wer längliche Flaschentomaten bevorzugt, liegt mit den mittelfrühen Tomaten des San-Marzano-Typs richtig, z.B. mit der Neuzüchtung ‘Agro F1’ (von Sperli). Die Pflan­zen werden etwa 1,50 m hoch, und die festfleischigen, schmackhaften Früchte lassen sich besonders gut aufschneiden. Sie eignen sich für Salate, zum Grillen oder – einfach prima zum Reinbeißen. Von Natur aus nicht befallen wird die Neuzüchtung vom Tomatenmosaikvirus, von der Verticillium- und der Fusarium-Welke.


Resistente und historische Sorten aussäen

(bs) Mit den bunten Saatgutkatalogen, die jetzt ins Haus kommen, steigt die Vorfreude auf die neue Saison. Schauen Sie nach neuen Züchtungen, die tolerant oder resistent gegenüber Krank­hei­ten sind. Probieren Sie auch ungewöhnliche Gemüse wie Auberginen, Artischocken oder Peperoni (Chili) und historische Gemüsearten wie Erdbeerspinat, Zuckerwurzel, Topinambur oder Haferwurzel.

Nehmen Sie sich jetzt die Zeit, den Gemüsegarten für die neue Saison sorgfältig zu planen. Notieren Sie, wie die einzelnen Beete besät und bepflanzt werden sollen, und berücksichtigen Sie dabei die Regeln der Fruchtfolge und der Mischkultur.


Neue Einlegegurke

(bs) Die bunten Saatgutkataloge kündigen viel Neues an und verlocken zum Kauf für die Frei­land­aus­saat. Eine sehr frühe Einlegegurke ist z.B. die Züchtung ‘Charlotte’. Sie hat überwiegend weibliche Blüten und bringt daher viele leckere und nichtbittere Früchte ohne Kerne. Die Sorte ist von Natur aus widerstandsfähig gegen Echten und Falschen Mehltau, resistent gegen Krätze und Gurkenmosaikvirus und lohnt somit den Anbau.


Vitaminreiche Keimsprossen

(msh) Für den Nachschub frischer Vitamine von der Fensterbank sorgen jetzt Grün- und Keimsprossen. Unter den Grünsprossen ist die Gartenkresse am schnellsten: Nach der Aussaat im Keimapparat oder einer flachen Schale, wobei Sie das Wasser täglich wechseln müssen, können Sie schon nach einer Woche ernten. Mungo-Bohnen kommen als Keimsprossen nach nur vier Tagen noch schneller auf den Teller.


Fruchtfolgeplan Fruchtfolgeplan.

Ein Hoch auf die Vier-Felder-Wirtschaft

(bs) Jetzt wird die Planung für das nächste Jahr ge­macht. Wichtig ist ein Kulturwechsel, damit sich keine Schäden durch Wiederholungen von einem Jahr auf das andere ergeben. Jede Pflanzenart laugt den Boden auf ihre spezifische Weise aus und hinterlässt gleichzeitig Rückstände, die sich hemmend auf Wachs­tum und Ertrag auswirken. Auch Schädlinge wie die Bodenälchen (Nematoden) sammeln sich an und machen nachfolgenden Kulturen das Leben schwer.

Ein Wechsel von Beet zu Beet und damit eine durch­dachte Fruchtfolge sind daher sehr wichtig. So zählen z.B. Kohlrabi, Rosenkohl, Radieschen, Gar­ten­kresse und Weißkohl zur Familie der Kreuzblütler. Zu den Doldenblütlern gehören Dill, Fenchel, Möhren, Pas­ti­na­ken, Petersilie, Sellerie und zu den Schmet­ter­lings­blüt­lern Busch- und Stangenbohnen, Erbsen, Puffbohnen, Sojabohnen. Gartenmelde, Mangold, Rote Rüben und Spinat sind Gänsefußgewächse; Auberginen, Kartoffeln, Paprika und Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen. Pflanzen aus einer Familiengruppe sollten nicht nacheinander auf dem gleichen Platz kultiviert werden.

Zudem teilt man die Gemüsebeete am besten in vier Teile ein, ein Teil für die Gründüngung und je ein Teil für Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, wobei die Düngerstufen und mit ihnen die Kulturen jedes Jahr wechseln. Im vierten Jahr beginnt der Kreislauf von Neuem.

Starkzehrer: Hierzu zählen Gurken, Kartoffeln, alle Kohlarten, Kürbis, Mangold, Lauch, Spinat, Tomaten, Paprika, Sellerie und Zucker­mais.

Mittelzehrer: Knollenfenchel, Möhren, Rettiche, Rote Rüben, Salate, Schwarzwurzeln, Radicchio, Zuckerhut, Zichoriensalat.

Schwachzehrer: Busch- und Stangenbohnen, Erbsen, Puffbohnen, Feldsalat, Gartenkresse, Radieschen und Kräuter.


Jungpflanzen düngen

(msh) Überprüfen Sie auch Ihre Vorräte an Düngemitteln. Stickstoffdünger sind im Gemüsegarten am wichtigsten. Vergleichen Sie beim Kauf nicht nur den Preis, sondern auch den Stickstoffgehalt der Dünger. Für die  Anzuchten eignen sich Flüssigdünger, am besten Blattdünger. Kurz vor dem Auspflanzen düngt man die Jungpflanzen, deren Ballen man zuvor leicht angefeuchtet hat. So haben die Jungpflanzen gleich eine Startgabe im Frühbeet oder Kleingewächshaus.


Kaminasche ist kein Dünger

(msh) Holzasche gehört in den Hausmüll. Sie ist zwar reich an Kali, das aber in den meisten Gärten nicht benötigt wird. Zudem weist auch saubere Holzasche einen hohen Gehalt an Schwermetallen auf, die sich langfristig im Boden ansammeln.


Eingelagertes Wurzelgemüse verwerten

(msh) Aus den etwas unansehnlichen Möhren, Sellerieknollen und Roten Beten aus dem Lager lassen sich überraschend frische und sogar richtig festliche Salate bereiten. Zum Reinigen entnehmen Sie am besten die für mehrere Tage benötigte Menge an Wurzelgemüse aus dem Lager, schütteln die noch daran anhaftende Erde grob ab und geben sie dann in einen halb mit lauwarmem Wasser gefüllten Eimer, rühren gut um und lassen das Gemüse erst mal eine halbe Stunde lang darin stehen. Danach rühren Sie erneut um und bürsten die Wurzeln sauber, tauchen sie nochmals unter und legen sie beiseite.
Das schmutzige Wasser schütten Sie am besten mit Schwung auf ein freies Gartenbeet, geben dann sauberes Wasser in den Eimer und spülen die Wurzeln nochmals darin ab. So bringen Sie nur sauberes Gemüse in die Küche. Wenn Sie einen Teil erst ein paar Tage später benötigen, können Sie es in einem Plastikbeutel bei möglichst niedriger Temperatur lagern.
Finden sich bei einigen Wurzeln im Lager bereits grüne oder bleiche Austriebe, so können diese ebenfalls genutzt werden. Pflücken Sie sie am besten schon vor der Grobreinigung des  Wurzelgemüses ab und waschen Sie sie gründlich. Fein geschnitten sind die jungen Triebe eine leckere Beigabe zu Eintöpfen, Suppen und Salaten.

Rote Zwiebeln zuerst verbrauchen

(msh) Weil rote Zwiebeln nicht so lange haltbar sind wie weiße, sollten Sie sie zuerst verbrauchen. Natürlich können Sie das Grün der Zwiebeln, die vorzeitig ausgetrieben sind, ebenfalls verwenden.