- Gartengestaltung
Rollierende Reihenmischkultur
Foto: Hanke
Hier Salat, dort Möhren, dazwischen Kohl und ein paar Blumen: Wer in manchen Kleingarten blickt, könnte meinen, dass in den Beeten dort ein fröhliches Durcheinander herrscht. Doch dahinter steckt ein Prinzip: Reihenanbau. Das heißt, in jeder Reihe wächst nur eine Kultur. Im Abstand von 50 cm folgt die nächste Reihe. Dazwischen wird gemulcht mit Jätegut, Ernteresten, Grasschnitt oder gehäckseltem Gehölzschnitt. Sie können auch niedrige Bodendecker säen, z.B. Spinat.
Jedes Jahr rücken alle Reihen um 25 cm weiter: Im ersten Folgejahr stehen die Pflanzen dort, wo vorher der Mulch lag. Im zweiten Jahr landen sie am Ort der vorvorjährigen Kultur. So ergibt sich automatisch ein Fruchtwechsel, ohne dass Sie sich jedes Jahr einen neuen Plan überlegen müssen. Das Prinzip stammt von der Biogarten-Pionierin Gertrud Franck. Die Frage „Welche Pflanzen kommen nebeneinander?“ müssen Sie sich nur ein einziges Mal beantworten – danach rückt das Schema einfach mit.
rs/Norbert und Jutta Hanke,
KGA „Waidesgrund“ Fulda