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Verticillium-Welke im Garten vermeiden

Verticillium-Welke am EssigbaumFoto: Pflanzenschutzamt Berlin Verticillium-Welke am Essigbaum Plötzlich welkende Zweige am Pe­rücken­strauch (Cotinus) oder am Fächerahorn (Acer palmatum subsp. palmatum) sowie schlagartig welkende Erdbeerpflanzen trotz intensiver Wassergaben können auf eine In­fek­tion durch den pilzlichen Erreger der Verticillium-Welke zurückzuführen sein. Eindeutig ist die Diagnose erst durch eine Laboruntersuchung.

Der Erreger ist in der Lage, viele Jahre im Boden infektionsfähig zu bleiben. Aber nur wenn der Erreger im ak­tu­el­len Jahr gute Ent­wick­lungs­be­din­gun­gen findet, wächst er in die Pflanze ein und schädigt sie. Beson­ders kühle und feuchte Witterungs­ab­schnit­te sowie Standorte, die zu Staunässe neigen oder sich im Früh­jahr schwer erwärmen, fördern den Be­fall. Die Welkesymptome treten allerdings erst auf, sobald warmes und trockenes Wetter herrscht.

Liegt erst einmal ein Befall vor, kann nur ein kräftiger Rückschnitt der betroffenen Pflanzen einen Wiederaufbau fördern. Es gibt der­zeit kein Gieß- oder Spritzmittel, das den Erreger unschädlich machen kann.

Ahornstamm - Verticillium-WelkeFoto: Pflanzenschutzamt Berlin Querschnitt durch einen von der Verticillium-Welke befallenen Ahorn-Stamm Die Pilzkrankheit tritt besonders häufig an folgenden Pflanzen auf: Erdbeeren, Ahornarten, Pe­rücken­strauch, Essigbaum (Rhus), Trompe­tenbaum (Catalpa), aber auch an Magnolien (Magnolia).

Gelangen befallene Pflanzenteile auf den Kompost, bleibt der Er­reger in der Komposterde erhalten und wird beim Verteilen im Garten verbreitet. Deshalb entsorgen Sie „unerklärlich“ welkende Pflanzenteile nicht über den Kompost, sondern besser über den Hausmüll.
 
Leider mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Pilz auch über neu gekaufte Pflanzen in den Garten eingeschleppt wird. Insbesondere bei getopfter Pflanzware (Containerpflanzen) kann das geschehen.

Maria Andrae

 


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