Gartenpraxis Gut zu wissen Naturkunde 50.000

50.000 Samen bildet die Herkulesstaude

Foto: Breder 
Die Pflanze wird auch Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) genannt. Ihre Samen sind bis zu zehn Jahre keimfähig und verbreiten sich entlang von Gewässern, Straßen und Gleisen. Wer die Blüten- oder Samenstän­de jetzt in seinem Garten oder in der Kleingartenanlage entdeckt, sollte sie komplett vernichten (Hausmüll, nicht Kompost). Dann den Standort merken und im Frühjahr neue Pflanzen vor der Blüte mit einem scharfen Spaten ausstechen, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Dabei trennt man den Vegetationskegel von der Wurzel etwa 10–15 cm unter der Erdoberfläche ab.

Die Herkulesstaude breitet sich seit einigen Jahrzehnten aus und verdrängt heimische Arten. Vorsicht! Der Pflanzensaft kann in Verbindung mit UV-Licht zu schweren verbrennungsähnlichen Schäden auf der Haut führen. Daher muss der Körper bei den Bekämpfungsmaßnahmen durch vollständige Bekleidung, Handschu­he und Schutzbrille geschützt sein. Die Arbeiten sollten nur bei bedecktem Himmel durchgeführt werden.

Weitere Infos unter www.landwirtschaftskammer.de (Suchwort: Herkulesstaude)

Stand:27.07.2012


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