- Tiere im Garten
Jetzt zu sehen: Wollkrautblütenkäfer
(Anthrenus verbasci)
Foto: Schwarzer
Auf Dolden- und Korbblüten, kurz: allen Blüten, auf denen kleine Krabbler leicht von einem Pollenhappen zum nächsten laufen können, finden sich jetzt Gruppen hübscher kleiner Wesen: Der Wollkrautblütenkäfer ist 3 mm lang und gezeichnet wie ein kleiner Teppich. Dieses Muster wird von winzigen farbigen Schuppen hervorgerufen, wie bei einem Schmetterlingsflügel.
Auf den Blüten frisst er und paart er sich, seine Jugend jedoch findet in weniger sonnigen Ecken statt. Er frisst als Larve tierische Abfälle in Form von Chitin, Federn und Haaren und macht sich so in Nistkästen, alten Vogelnestern und Baumhöhlen nützlich, wo er Abfälle beseitigt. Sein zweiter Name Museumskäfer aber zeigt seine dunkle Seite, da er auch in Häuser eindringen kann und Teppiche, Wolldecken oder Tierpräparate frisst. So ist der kleine Kerl ein großer Schädling biologischer Sammlungen, wo die wolligen Larven gefürchtet sind. Im Haus hilft Staubsaugen, in der Laube sollte man besser keine Wollsachen in dunklen Ecken lagern.
Elke Schwarzer