- Tiere im Garten
Jetzt zu sehen: Hosenbiene
(Dasypoda hirtipes)
Foto: Schwarzer
Bei dieser Wildbiene haben die Weibchen eindeutig die Hosen an: Die Hosenbiene transportiert den Pollen, den sie an Korbblütlern sammelt, an langen Fransen ihrer Hinterbeine, was sie voll beladen wie ein Cowboy mit Reiterhosen aussehen lässt. Am liebsten besucht sie die Blüten von Wegwarte, Flockenblume, Alant, Pippau, Kratz- und Gänsedisteln. Über ein bisschen Wildwuchs an manchen Stellen, zum Beispiel auch im Rasen, wo Bitterkraut, Herbst-Löwenzahn oder Ferkelkraut wachsen dürfen, freut sie sich daher sehr.
Wer sie schon zeitig im Juni beobachten möchte, pflanzt ihr Kriechende Gämswurz ins Staudenbeet. Hier übernachten die Männchen auch gern mitten in der gelben Blüte. Da die Biene ein eifriger Schaufelbagger ist, braucht sie zum Nisten auch Stellen mit lockerem, möglichst sandigem Boden, das können auch die Fugen zwischen Pflastersteinen oder Gehwegplatten sein. Die Tiere werden recht alt und fliegen von Juni bis September – so gibt es reichlich Gelegenheit zum Beobachten im Garten.
Elke Schwarzer