- Tiere im Garten
Jetzt zu sehen: Amsel
Turdus merula
Foto: Schwarzer
Die Amsel, einer unserer häufigsten Gartenvögel, bei dem die Männchen ein schickes schwarzes Gefieder, die Weibchen und Jungvögel ein braunes zeigen, hat kaum noch Geheimnisse, und doch beweist sie sich immer wieder aufs Neue als besonders anpassungsfähig. Es wurden sogar schon Amseln beim Fangen von kleinen Fischen beobachtet. Während sie zur Brutzeit tierische Kost in Form von Regenwürmern, Käfern und Schnecken bevorzugen, lieben sie im Herbst Früchte aller Art.
Als der Liebesperlenstrauch (Callicarpa) in unsere Gärten einzog, wurden seine seltsam violetten Beeren erst kritisch beäugt, und später dann doch gefressen, wenn nichts Besseres zu finden war. Das zeigt, wie schnell die Amsel sich neue Futterpflanzen erschließt. Um auch weniger experimentierfreudige Vögel anzulocken, sind heimische Gehölze aber besser, wie Apfel, Efeu oder Pfaffenhütchen. Sie bieten auch noch Raupen und Blattläuse für Insektenfresser, die man am Liebesperlenstrauch vergeblich sucht.
Elke Schwarzer