• Pflanzenporträts

Gartenschatz: Meerkohl

Crambe maritima

Gartenschatz: MeerkohlFoto: Olivia Neuhaus/Adobe Stock

Trotz seines Namens ist der Meerkohl nur weitläufig mit den Brassica-Kohlarten verwandt. Meerkohl wächst wild an Kies- und Sandstränden von Nord- und Ostsee und steht bei uns unter Naturschutz. Zunächst nur wild gesammelt wurde Meerkohl ab Mitte des 18. Jahr­hunderts auch angebaut, vor allem in England.

Die winterharte Staude lässt sich einfach im Beet und sogar auf dem Balkon anbauen und kann bis zu zehn Jahre lang beerntet werden. Die Blätter und Triebe sind essbar. Eine Besonderheit: Die Blattstiele lassen sich bleichen, ähnlich wie Spargel. Die weißen bis hellgelben, zarten Triebe sind ein Feinschmeckergemüse, und es gibt sie kaum zu kaufen, da sie nicht lange haltbar sind. Beim Bleichen können Sie mit einer Ernte von vier bis sechs je 30 cm langen Trieben pro Pflanze rechnen.

gebleichte Meerkohl-SprossenFoto: Picture Partners/Adobe Stock

Lage: sonnig bis vollsonnig
Boden: sandig, tiefgründig, humos, kalkhaltig, nährstoffreich
Aussaat: die Samenhülsen aufknacken und zur Vorkultur ab März in Saatschalen bei 10–20 °C aussäen. Eine Direktsaat des Kaltkeimers ist zwischen Anfang Oktober und Ende Februar auch möglich. Ab April auspflanzen. Erste Ernte ab dem dritten Jahr.
Abstand: Reihe 50 cm, Pflanze 50 cm
Düngerbedarf: größere Kompostgabe beim Pflanzen, in den Folgejahren regelmäßig kleine Kompostmengen
Pflege: regelmäßig hacken, mulchen; zum Bleichen vor dem Austreiben im Frühjahr mit 50–60 cm hohem Eimer/Tontopf abdecken
Ernte: gebleichte Triebe und Blattstängel ernten, wenn sie 15–30 cm lang sind, drei bis vier Wochen nach dem Abdecken kann geerntet werden, eine zweite Ernte nach weiteren drei bis vier Wochen ist möglich, dazu mit Licht weiterwachsen lassen.
Genuss: sehr eigener Geschmack, ähnlich wie Spargel oder Grünkohl. Gebleichte Stängel roh, gedünstet, angebraten oder blanchiert. Passt zu Fisch, Lamm, Kalbfleisch und Geflügel oder roh in einem Salat. Gebleichte Triebe frisch verwenden, sie sind nicht lagerfähig.
Tipp: Die Samen haben meist eine geringe Keimfähigkeit von etwa 20 %. Besser klappt die Vermehrung über Wurzelstecklinge im März oder Herbst. Im Handel sind auch Pflanzen erhältlich.

Meerkohl in Krabbensoße

Meerkohl in KrabbensoßeFoto: Verlag W. Wächter (KI Generiert)

Zutaten (4 Portionen):

• 450 g Meerkohl
• 450 g Brokkoli
• 300 ml Krustentier- oder Krabbenfond
• 150 g Butter
• 1 Zitrone
• 1 EL Kerbel, gehackt
• 200 g Krabben
• Salz, Pfeffer

Zubereitungszeit: etwa 40 Minuten

• Meerkohl in 10 cm lange Stücke schneiden. Die Brokkolistiele putzen und leicht schälen. Beide Gemüse waschen, abtropfen lassen und mit Meersalz bestreuen. Ca. 30 Sekunden ziehen lassen.
• Meerkohl und Brokkoli getrennt 5–7 Minuten im Dampfgarer dämpfen, bis sie gar sind. Dann abdecken und abkühlen lassen.
• Krabbenfond und Butter im Topf aufkochen lassen und um etwa ein Drittel bei mittlerer Hitze einreduzieren.
• Die Schale der Zitrone in die Soße reiben, etwas Saft hinzugeben, dann Kerbel und Krabbenfleisch unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.


rs