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Gartenschatz: Chayote

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  • Mittelamerika

ChayoteFoto: NastyaPhoto/Adobe Stock

Die Chayote ist eine rankende Kletterpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse und damit verwandt mit Kürbis, Zucchini und Gurke. Sie stammt aus Mittelamerika, schon die Azteken kultivierten das nährstoffreiche Gemüse.

An einer Rankhilfe wächst die mehrjährige Pflanze in ihrer tropischen Heimat mehrere Meter hoch und trägt bis zu 200 Früchte pro Saison. In unserem Klima ist sie wegen ihrer Frostempfindlichkeit nur einjährig kultivierbar. Die birnenförmigen Früchte werden 10–20 cm groß und enthalten nur einen einzigen, flachen Samen. Im Geschmack erinnert die Chayote an eine Mischung aus Kohlrabi, Kartoffel und Gurke.

Außergewöhnlich ist die Vermehrung: Anders als bei den meisten Kürbisgewächsen wird nicht ein einzelner Samen gesät, sondern die ganze reife Frucht zur Hälfte im Frühjahr in die Erde gesteckt. Aus ihr treibt dann ein neuer Spross aus. Alle Pflanzenteile sind essbar: neben der Frucht auch die jungen Blätter und Triebe, der Samen sowie die Wurzelknollen, die wie Kartoffeln zubereitet werden.
 

SchalentypenLage: sonnig und warm, windgeschützt
Boden: locker, durchlässig, nährstoffreich
Aussaat: Vorkultur ab Februar im Topf (5 l Volumen): reife Frucht zur Hälfte waagerecht in die Erde stecken, bei Temperaturen über 20 °C keimen lassen. Auspflanzen ins Freiland frühestens nach den Eisheiligen Mitte Mai. Früchte erhalten Sie etwa in ausgewählten Asia-Märkten.
Abstand: Pflanze 100–150 cm, sta­bile Rankhilfe von ca. 2–3 m Höhe einplanen
Düngerbedarf: Starkzehrer, bei Pflanzung Kompost einarbeiten, im Topf alle ein bis zwei Wochen Flüssigdünger
Pflege: gleichmäßig feucht halten, Staunässe vermeiden, Ranken an der Kletterhilfe festbinden, nicht über die Blätter gießen (Mehltaugefahr)
Ernte: ab September bis zum ersten Frost, sobald die Früchte faustgroß und fest sind, etwa vier bis sechs Monate nach dem Auspflanzen
Genuss: Frucht roh in dünnen Scheiben oder geraspelt für Salate oder gekocht in Suppen, Currys und Aufläufen; Schale meist mitkochen oder vor dem Verzehr entfernen
Tipp: Bereits dauerhaft kühle Näch­te unter etwa 12–15 °C bremsen das Wachstum deutlich. Wählen Sie deshalb den wärmsten, geschütztesten Platz im Garten, etwa vor einer Südwand.
 

Gefüllte und überbackene Chayote

Zutaten (4 Portionen):

• 2 Chayoten
• 1 Zwiebel, fein gewürfelt
• 1 Knoblauchzehe, gehackt
• 1 EL Butter
• 50 g Weißbrot, gewürfelt

Gefüllte und überbackene ChayoteFoto: Verlag W. Wächter (mit KI generiert)

Zubereitungszeit: etwa 50 Minuten

• Chayoten waschen, längs halbieren und in reichlich Salzwasser etwa 20–25 Minuten weich kochen
• Hälften abkühlen lassen, Fruchtfleisch bis auf einen 1 cm breiten Rand auslöffeln und fein hacken
• Butter erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin andünsten, das gehackte Fruchtfleisch, Weißbrot und Ei dazugeben und gut vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken
• Ausgehöhlte Chayote-Hälften mit der Masse füllen, in eine ge­butterte Auflaufform setzen, mit Käse bestreuen und im Ofen bei 180 °C (Umluft) etwa 15–20 Minuten überbacken, bis der Käse goldbraun ist


sök