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Larven, die Blütenduft produzieren

Schlagworte zu diesem Artikel:
  • Larven
  • Schwarzblaue Ölkäfer
  • Blütendüft
  • Wildbienen
  • Mimikry

MimikryFotos: Danny Kessler/Max-Planck-Institut
für chemische Ökologie
Was „Mimikry“ ist, daran dürften sich die meisten noch dunkel erinnern: Dabei ahmen Tiere oder Pflanzen das Aussehen, das Verhalten oder den Geruch von anderen Arten nach. Forschende des Max-Planck-Instituts und der Universität Jena haben jetzt erstmals nachgewiesen, dass Insekten sogar in der Lage sind, Blütendüfte nachzuahmen, um Bestäuber zu manipulieren.

Demnach locken die Larven des Schwarzblauen Ölkäfers Wildbienen mit einem selbst gemachten Blütenduft an. Der Grund für den Duftbetrug: Die Larven müssen in die Nester der Bienen gelangen. Dort ernähren Sie sich vom Ei der Biene und den Nahrungsvorräten für den Bienennachwuchs. Da die Überlebensrate der einzelnen Larven extrem gering ist, legt ein Ölkäfer-Weibchen mehrere Tausend Eier, um die Art zu sichern. So täuschen die Larven die Bienen auch optisch: Die orangefarbenen Tiere sammeln sich an den Enden von Grashalmen und könnten dort für eine Blüte gehalten werden. Fliegen Wildbienen diese falsche Blüte an, klammern sich die Larven an die Tiere. Handelt es sich nicht um eine passende Art, sondern etwa um eine Honigbiene, stirbt die Larve ab.

sök