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Fledermäuse brauchen dunkle Wege

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Großes MausohrFoto: picture alliance/imageBROKER/Dieter Mahlke

Große Mausohren nutzen beim täglichen Flug zwischen Tagesquartier und Jagdgebiet gezielt dunkle Bereiche in Siedlungen. Das wiesen Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung nach. Sie statteten Fledermäuse mit GPS-Empfängern aus und werteten die Flugrouten aus.

Das Ergebnis: Die Tiere meiden Straßenlaternen und bevorzugen wenig beleuchtete Korridore. Besonders gerne fliegen sie entlang von Gewässern mit Vegetation – vermutlich, weil es dort weniger Licht gibt. In dichter bebauten Gebieten nutzen die Fledermäuse bevorzugt unversiegelte Flächen. Bereiche mit mehr als 50 % Versiegelung überfliegen sie kaum.

Die Forscher warnen: Durch zunehmende Beleuchtung von Straßen, Gehwegen und Grünanlagen werden die Dunkelkorridore immer schmaler. Viele Mausohrkolonien nutzen ihre Quartiere in den Siedlungen seit Generationen. Verschwinden die dunklen Wege dorthin, müssen die Tiere ihre angestammten Quartiere möglicherweise aufgeben.

Die Empfehlung der Wissenschaftler: Dunkle Grünkorridore erhalten und ausbauen. Künstliche Beleuchtung, besonders in Grün- und Parkanlagen, auf das Notwendigste beschränken!

sök