- Gartenpflege
Wann kalken?
Foto: Andres Schulze/Adobe Stock
Kalk wirkt der Bodenversauerung entgegen und hält den pH-Wert im schwach sauren bis neutralen Bereich. Zudem liefert er Calcium für den Aufbau der Zellwände. Fehlt es oder ist der Transport in der Pflanze gestört, drohen Schäden wie Blütenendfäule an Tomaten oder Stippe an Äpfeln. Zeigerpflanzen wie Kleiner Sauerampfer oder Hundskamille können auf einen sauren Boden hindeuten, Gewissheit bringt aber erst eine Bodenanalyse.
Optimal ist ein pH-Wert von etwa 5,5 auf Sandböden bis 7 auf Lehmböden. Entspricht Ihr Boden dem passenden Wert für seine Bodenart, genügt eine Erhaltungskalkung: Etwa 150 g/m² kohlensaurer Kalk alle drei Jahre gleichen die natürliche Versauerung aus. Liegt der Wert deutlich darunter, sind größere Mengen nötig. Solche Böden sind in Kleingärten aber selten. Weit häufiger liegt der pH-Wert über 7. Dann sollten Sie auf Kalk verzichten, denn er würde Nährstoffe wie Eisen und Mangan noch schlechter verfügbar machen und den Humusabbau beschleunigen. Die optimale Zeit für eine Kalkung ist der Spätherbst oder der zeitige Frühling.
sök