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Ziergarten September

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Hortensienblüten trocknenFoto: Flora Press/flora production Wenn Sie Hortensienblüten trocknen möchten, kommt es auf die richtige ­Methode an.

Hortensienblüten trocknen: Sofern Sie ein paar Hortensienblüten für einen Trockenstrauß konservieren wollen, ist der richtige Schnittzeitpunkt gekommen, sobald die Pflanzen kurz vor dem Abblühen sind. Schneiden Sie die Blüten mit einem kurzen Stiel an einem trockenen Tag. 
Befüllen Sie nun kleine Vasen 3–4 cm hoch mit einem Wasser-Glycerin-Gemisch (2:1) und stellen Sie je einen Blütenstängel hinein. Warten Sie anschließen so lange, bis das Wasser ganz ausgetrocknet ist. Diese Methode macht die Blüten haltbarer und erhält die Farbe besser als das Trocknen kopfüber an der Luft.

Nicht mehr düngen: Ab jetzt dürfen Sie Ihre Kübelpflanzen wie Oleander, Engelstrompete oder Fuchsie nicht mehr düngen. Denn sind die Pflanzen zu gut mit Nährstoffen versorgt, können die Triebe nicht richtig ausreifen. Das weiche Pflanzengewebe ist dann ein gefundenes Fressen für Blattläuse oder Spinnmilben sowie allerhand Schwächepilze.


KokardenblumeFoto: Imladris/Adobe Stock Auch wenn die Kokardenblume noch blüht, sollten Sie sie bereits Ende September zurückschneiden. 

Stauden zurückschneiden:
Es gibt Pflanzen, die sind nicht so ausdauernd im Beet wie andere. Dazu zählen z.B. Kokardenblume (Gaillardia) sowie Kleines und Großblütiges Mädchenauge (Coreopsis lanceolata bzw. grandiflora). Ein kräftiger, bodennaher Rückschnitt Ende September verlängert die Bleibedauer jedoch deutlich.


Der richtige Umgang mit Wurzelnackten:
Wind und Sonne können bei wurzelnackten Pfl anzen schnell zu Schäden führen. Pflanzen Sie sie daher so schnell wie möglich ein. Kurzzeitiges Lagern ist durch ein Einschlagen im Boden oder durch Abdecken mit feuchten Tüchern möglich. Schneiden Sie vor dem Pflanzen verletzte Wurzeln sauber nach und kürzen Sie zu lange ein. Zum Ausgleich für die verlorene Wurzelmasse müssen Sie auch die Triebe um etwa ein Drittel einkürzen.


Bougainvillea zum Blühen bringen:
Damit Bougainvilleen üppig blühen, müssen sie im Herbst trocken gehalten werden,  bis das Laub abfällt. Kurz vor dem Frost müssen Sie die Pfl anze dann in einen kühlen Raum bringen, wo sie fast ohne Wasser bis zum Frühjahr stehen bleibt. Wenn Sie kein Winterquartier  haben, können Sie auch durch Austrocknen und anschließendes Wässern zu jeder Jahreszeit eine Vollblüte einleiten.


Frauenmantel teilenFoto: Flora Press/Marie O‘Hara Jetzt ist der Zeitpunkt günstig, um Frauenmantel zu teilen. Frauenmantel teilen:
(gvi) Jetzt ist der Zeitpunkt günstig, um Frauenmantel (Alchemilla) zu teilen. Ste­chen Sie zunächst mit einem Spaten um die Pflanze herum und heben Sie sie anschließend mit einem großzügigen Erdballen heraus. Danach können Sie die Pflanze mit dem Spaten teilen oder mit einem Messer faustgroße Teilstücke abtrennen. Diese sollten Sie gleich an ihren neuen Platz pflanzen. Wichtig: gut andrücken und wässern.

Chrysanthemen ausdünnen:
(gvi) Wenn Sie besonders große Blüten an Ihren Chrysanthemen (Chry­san­the­mum) möchten, soll­ten Sie jetzt die Blütenstände ausdünnen. Knipsen Sie einfach die kleinen Ne­ben­knos­pen mit den Fingern heraus, die Hauptknospe in der Mitte des Blütenstands bleibt dagegen erhalten.

Wenn Astern schlapp machen:
(gvi) Werden an Ihren Astern (Aster) plötzlich ganze Triebe braun und sterben ab, ist die Asternwelke, eine Pilzerkrankung, schuld daran. Bei solch einem Befall sollten Sie die Pflanzen umgehend aus dem Beet entfernen und entsorgen. Zur Vorbeugung sollten Sie die Pflanzen mit größeren Abständen in lockere Gruppen setzen und wi­der­stands­fä­hi­ge Sorten wählen, wie beispielsweise die einjährigen Sommerastern ‘Standy’, ‘Mona’ und ‘Starlight’.


Kranke Dahlien entsorgenFotos: Pixelmixel/Fotolia.com; mauritius images/Garden World Images/Martin Hughes-Jones (klein) Gerade jetzt im Spätsommer bieten Dahlien einen wunderschönen Anblick, sollten sich allerdings gelblich grün gefleckte Blätter (re.) zeigen, müssen Sie die Pflanzen sofort entfernen.


Kranke Dahlien entsorgen:
(gvi) Zeigen Dahlien zunächst gelblich grün gefleckte, später deformierte Blätter, verkümmerte Blüten und ein stark gehemmtes Wachstum, sind sie höchstwahrscheinlich vom Mosaikvirus befallen. Eine Übertragung geschieht in der Regel durch Blattläuse oder Schnitt­ar­bei­ten. Damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet, sollten Sie kranke Pflanzen umgehend aus dem Beet entfernen und im Hausmüll entsorgen.

Bentonit tut dem Boden gut:
(gvi) Bentonit besteht aus fein gemahlenem Ton und wird hauptsächlich auf leichten Sandböden ausgebracht. Der Boden wird dadurch fruchtbarer, weil er Wasser und Nährstoffe besser halten kann. Streuen Sie das Steinmehl einfach auf das Beet und harken Sie es leicht ein. Mit der Zeit gelangen die enthaltenen Mineralien in tiefere Bodenschichten und an die Wurzeln.

Untersetzer regelmäßig entleeren:
(gvi) Bald werden die Nächte wieder spürbar kühler, und die Pflan­zen fahren ihren Stoffwechsel herunter. Sollte es zu ergiebigen Regenfällen kommen, sollten Sie Untersetzer und Übertöpfe von Kübelpflanzen regelmäßig leeren oder gleich entfernen. An­dern­falls ist die Gefahr groß, dass die Erde vernässt und die Wurzeln faulen.


Blüten der Schopfigen TraubenhyazintheFoto: elenaphotos21/Panthermedia Die Blüten der Schopfigen Traubenhyazinthe wirken fast so, als würden sie eine kleine Krone tragen.

(gvi) Winterlinge pflanzen: Winterlinge (Eranthis) können Sie jetzt pflanzen. Als Standort eignet sich ein sonniger bis halbschattiger Platz. Achten Sie darauf, die etwa erbsengroßen Knollen nur ca. 5 cm tief unter die Erde zu bringen. Tipp: Damit sie gut anwurzeln, sollten Sie die Knollen vor dem Pflanzen über Nacht in Wasser legen.

(gvi) Kompost wässern: Die Zersetzung im Kompost kann zum Erliegen kommen, wenn es längere Zeit trocken und heiß ist. Erkennbar ist das an einer rissigen Oberfläche und bröckeligen Struktur. Damit sich Regenwürmer nicht zurückziehen und die Rotte zum Stillstand kommt, sollten Sie den Kompost durch­drin­gend wässern. Auch das Beimischen von frischem Material kann helfen. Am besten ist es jedoch, wenn Sie es erst gar nicht so weit kommen lassen, z.B. durch eine Bepflanzung mit Kapuzinerkresse oder Kürbis, die den Kompost beschatten.

(gvi) Ausgefallene Zwiebelblumen: Außergewöhnliche Zwiebelblumen bringen Abwechslung ins Beet und sorgen bestimmt für neugierige Blicke Ihrer Nachbarn. Holen Sie sich daher doch mal den Hundszahn (Ery­thro­ni­um dens-canis) oder die Schopfige Trau­ben­hya­zin­the (Muscari comosum) in den Garten. Sie blühen etwa zwischen April und Mai, sind einfach zu pflegen und eignen sich auch zum Verwildern.


Heidepflanzen, Chrysanthemen und Co.Foto: Reinhard-Tierfoto Wer jetzt seine Töpfe mit Heidepflanzen, Chrysanthemen und Co. neu bepflanzt, wird mit einem Blütenmeer bis in den späten Herbst belohnt.

Mit Herbstblühern die Töpfe neu beleben

(bs) Topf- und Balkonpflanzen sind oft schon arg dezimiert. Es wird Zeit für einen Wechsel: Eriken mit Hunderten von leuchtend karme­sin­roten oder weißen Blütchen passen zu dekorativen Partnern wie weiße oder gelbe Chrysanthemen (Dendranthema), Silberblatt (Senecio) oder Zierkohl (Brassica). Diese Pflanze aus Fernost kann allerhand Frost vertragen.

(bs) Die prächtigen Chrysanthemen, oft „Herbstastern“ genannt, sind botanisch keine Astern, aber mit ihnen eng verwandt. Topfchry­santhemen in riesigen Bü­schen oder Stämmchen überdauern leider selten den Winter. Doch dafür erstrahlt ihre vielblütige Pracht über Wochen in bunten Farben.


Stauden jetzt "bearbeiten"

(bs) Stauden können jetzt unter günsti­gen Be­din­gun­gen geteilt, umgepflanzt oder auch neu gepflanzt werden. Der Zeitpunkt ist günstig, denn noch ist der Boden warm, und die Pflanzen haben sich noch nicht auf Winterruhe eingestellt. Das gilt vor allem für die üppigen Pfingstrosen (Paeonia) und Zierrhabarber (Rheum tanguticum) sowie für alle Stauden in Containern. Wer Schwertlilien noch nicht geteilt hat, sollte sich beeilen, sonst blühen die Pflanzen im ersten Jahr nicht.

(bs) Zum Umpflanzen und Neugestalten herrschen jetzt günstige Bedingungen. Vorhandene Stauden können Sie mit dem Spaten in kleinere Ballen teilen und sofort wieder auspflanzen. Vielen Stauden, z.B. Margeriten (Leucanthemum), Feinstrahl (Erigeron) oder Gämswurz (Do­ronicum), bekommt die Verjüngungskur gut. Nachdem sie den Boden ausgelaugt haben, wachsen sie an neuem Standort in unverbrauchter Erde erheblich besser.


Zweijährige schonen und noch aussäen

Gleich nach der Samenreife verstreuen Klatschmohn (Papaver), Kornblume (Centaurea), Feldrittersporn (Delphinium), Jungfer im Grünen (Nigella), Kali­for­ni­scher Mohn (Eschscholtzia) oder Adonisröschen (Adonis) ihre Samen. Noch im Herbst bilden sich kleine Blattrosetten, die so den Winter überdauern und viel zeitiger als Frühjahrsaussaaten mit der Blüte beginnen. Wer will, kann diese Sommerblumen noch bis Oktober an Ort und Stelle breitwürfig aussäen, einharken und angießen.


AsternFoto: PdM Astern bringen Farbe in den spätsommerlichen Garten und werden von Schmetterlingen und anderen Insekten umschwärmt.

Zeit der Astern

Jetzt kommt die große Stunde der Astern. Ihre Blüten ziehen viele Falterarten, Hummeln, Bienen und die nützlichen Schwebfliegen unwiderstehlich an. In Scharen finden sich die Insekten auf den samtblauen, rosa oder weißen Blütenkissen ein, um vom reichlich gebotenen Nektar zu trinken.

Mit Kissenastern (Aster dumosus) als Farbklecks sowie Gräsern, Heidekraut oder buntlaubigen Stauden lassen sich Schalen und Kästen hübsch bepflanzen. Wenn sie verblüht sind, wandern die Stauden an sonnige Stellen im Garten. Die hohen Glattblatt­astern (A. novi-belgii) stammen von den Flussufern Nordamerikas und brillieren vor allem am feuchten Teichufer. Eher für trockene, magere Böden eignen sich die sehr ähnlichen Raublattastern (A. novae-angliae). Auf fruchtbarem Lehmboden fallen sie dagegen leicht auseinander. Ein Kleinod für Na­tur­gär­ten ist die feinblütige Myrtenaster (A. ericoides) – viele kennen sie besser als „Septemberkraut“.

 
Jetzt Zwiebelblumen pflanzen

(ikv) Das Angebot an frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen ist nun sehr groß. Greifen Sie zu und verwandeln Sie Ihren Garten im Frühjahr in ein buntes Blütenmeer. Denn für Blumenzwiebeln beginnt jetzt die Pflanzzeit. Gerade größere Zwiebelblumen, wie Zierlauch, sollten Sie jetzt pflanzen. Da die Zwiebeln leicht faulen, müssen Sie auf einen guten Wasserabzug im Boden achten. Bei schweren Böden empfiehlt sich deshalb eine Drainageschicht aus grobem Sand oder Kies. Das Angebot an frühjahrsblühenden Zwiebelpflanzen ist nun sehr groß. Greifen Sie zu und verwandeln Sie Ihren Garten im Frühjahr in
ein buntes Blütenmeer.

(bs) Rosen sind schwierige Partner, wenn es um Beipflanzungen geht. Tulpen wären gut, um die lange Zeit bis zum Laubaustrieb zu überbrücken, doch blühen sie schon nach dem ersten Jahr äußerst lückenhaft. Ideal sind dagegen Hornveilchen (Viola cornuta) mit ihrem buschar­tigen Wuchs und vielen, aber kleinen Blüten. Jetzt sollten die Pflanzen noch auf 20 cm Abstand gesetzt und separat gepflegt werden, damit sie sich gut ent­wickeln können. Gepflanzt wird dann erst nach dem Rückschnitt der Rosen im November oder im zeitigen Frühjahr.

(bs) Möglichst früh im September sollten Zwie­bel­blumen gepflanzt werden. Madonnenlilien (Lilium candidum), Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris) und Märzenbecher (Leucojum-Arten) dürfen wegen ihrer zarten Häute nicht lange offen liegen und sollten sofort nach dem Erwerb in den Boden ge­lan­gen.

 


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Iran-LauchFoto: Stein Der Iran-Lauch blüht mit dekorativen violettfarbenen Kugeln Ende Mai bis Anfang Juni.

Mit Zierlauch Akzente setzen

(bs) Früher kaum beachtet, haben die neuen Ziersorten der Gattung Allium, die jetzt in die Erde kommen, viel Interessantes zu bieten. Der Iran-Lauch (Allium aflatunense) blüht mit dekorativen violettrosa Kugeln Ende Mai bis Anfang Juni, zu einer Zeit, in der auf Rabat­ten der Frühlingsflor gerade vorbei ist und die Stauden noch als grüne Horste he­ran­wach­sen. Pflanzen Sie auch den Riesenlauch ‘Globe­mas­ter’. Er blüht zwei bis drei Wochen später und verlängert so die Farbenpracht. Als Star im Früh­lings­gar­ten überzeugt er mit gewaltigen Blü­ten­ku­geln (Durchmesser 22–25 cm).

Beide Zierlauche füllen wochenlang die Lücken als Partner zu Storchschnabel (Geranium), Orien­ta­li­schem Mohn (Papaver orientale) und Margeriten. Danach sind ihre rötlich braunen Samenstände noch lange attraktiv. Man kann sie bestens für Gestecke trocknen.

Tolle Raritäten sind auch der Sibirische Enzianlauch (Allium caeruleum) mit seiner himmelblauen Farbe und der Sizilianische Zierlauch (Allium siculum), ein zierlicher Dauerblüher mit attraktiven Blüten.

(ikv) Stellen Sie dem Zierlauch die richtigen Pflanzpartner zur Seite: Sein Laub vergilbt meist, bevor seine Blüte auftrumpft. Kaschieren Sie daher das unansehnliche Zierlauchlaub mit dem Blattschmuck anderer Pflanzen. Grundsätzlich benötigen alle Zwiebelpflanzen gut durchlässige Böden. Zu viel Feuchtigkeit im Winter oder gar Staunässe verzeihen sie nicht.


Mit Vorgezogenem Lücken füllen

(bs) Bunte Zinnien (Zinnia elegans und Zinnia angustifolia) in niedri­gen und halbhohen Sorten, blaue Glockenblumen (Campanula) und Herbstenzian (Gentiana-Hybriden) sind jetzt zum Nach­pflan­zen in Gärt­­nereien zu finden. Wenn Sie noch mit schmückenden Blatt- und Hängepflanzen wie Silberdraht (Ca­lo­ce­phalus), Gundermann (Gle­cho­ma), Efeu (Hedera helix), Zierkohl (Bras­sica oleracea) oder Silber-Greis­kraut (Senecio cineraria), auch Sil­ber­­blatt genannt, für dau­erhaf­te Be­gleitung sorgen, bleibt das Arran­gement bis in den Winter attraktiv.


Rhododendron pflanzenFoto: Themenbild Gehölze wie Rhododendron danken es, wenn sie jetzt gepflanzt werden und vor dem Winter noch gut einwurzeln können.

Jetzt ist die optimale Pflanzzeit

(ikv) Im September beginnt die Pflanzzeit für Stauden und Gehölze. Der Boden ist noch warm, sodass die Wurzeln gut wachsen können. Bis zum Winter sind die Pflanzen gut eingewurzelt und treiben in der Regel im Frühjahr gut aus. Nur bei ganz empfindlichen Pflanzen und in sehr frostigen Lagen ist eine Frühjahrspflanzung vorzuziehen.

Auch sind die Tages- und meist auch Nachttemperaturen im September noch relativ mild, und es gibt keine Hitze mehr wie im Juli oder August. Die Pflanzen verdunsten weniger, und es ist kein Problem, das benötigte Wasser nachzuliefern. So lassen sich jetzt Waldreben (Clematis) und Im­mer­grü­ne wie Rhododendron pflanzen.


Verdichtetes Erdreich: Dem Blumentopf-Effekt vorbeugen

(bs) Nun beginnt die Pflanzzeit von Stauden, Heidekraut, immergrü­nen Gehölzen und Bodendeckern. Wichtig beim Pflanzen ist ein gut gelockerter Boden. In hartem, stark verdichtetem Erdreich oder Pflanzlöchern mit senkrechten, glatten Seitenwänden kann der sogenannte Blumentopf-Effekt auftreten. Die Wurzeln der neu gesetzten Pflanzen können dann nicht in den angrenzenden Boden dringen und wachsen wie in einem engen Blumentopf im Kreis. Die Pflanzen verkümmern so nach einiger Zeit.

Wohin mit dem Falllaub?

(ikv) Mit der Färbung der Laubblätter zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite. Neben Blüten- oder Fruchtschmuck sollten Sie bei der Gartengestaltung daher möglichst auch die Herbst-
färbung berücksichtigen. Im Gegensatz zu den immergrünen Nadelgehölzen überstehen unsere heimischen Laubgehölze den Winter in einem Ruhezustand ohne Blätter. Sinkende Tem-
peraturen und kürzer werdende Tage leiten Blattfärbung und Laubfall ein: Inhaltsstoffe werden umgebaut, und an den Blattstielen bildet sich eine Trennschicht. Durch den Abbau des  Blattgrüns treten gelbe und rote Farbstoffe hervor, wobei sich die Leuchtkraft bei sonnenreicher und trockener Witterung verstärkt. Doch wohin mit dem Falllaub? Vom Rasen und aus Teichen sollten Sie die Blätter entfernen. Unter Sträuchern und Bäumen darf das Falllaub hingegen als Mulchschicht und Winterversteck für kleine Gartenbewohner liegen bleiben. Es verrottet mit der Zeit, dient Bodenlebewesen als Nahrung und fördert die Bodenfruchtbarkeit. Zudem lässt es sich als Winterschutz für frostempfindliche Stauden und Gehölze einsetzen. Und den Rest geben Sie einfach auf den Kompost. Bei großen Mengen ist es allerdings besser, das Material zuerst zu sammeln und immer wieder kleinere Portionen auf dem Kompost zu verteilen. Dabei verrottet zerkleinertes Material (Häcksler oder Rasenmäher) besonders schnell.

 


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Japanisches Blutgras (Imperata cylindrica ’Red Baron‘)Foto: Stein Das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica ’Red Baron‘) trumpft gerade im Herbst als Farbtupfer auf.

Der 'Rote Baron' bringt Farbe ins Spiel

(bs) Atemberaubend schöne neue Züchtungen von Gräsern lockern herbstliche Pflanzungen auf und sind selbst repräsentativ genug, um alle Blicke auf sich zu ziehen. Das Japanische Blutgras (Imperata cylindrica ’Red Baron‘), auch Alang-Gras genannt, ist ein auffälliger Farbenbringer für den Herbst. Die im Sommer noch grünlichen, aufrecht stehenden Halme (Höhe 30–50 cm) färben sich dann feuerrot und ergänzen damit die Farbensymphonie von Gehölzen, As­tern und Chrysanthemen.

(bs) Gräser werden im Herbst in gro­ßer Vielfalt blühend in Töpfen angeboten. Die filigranen Schönhei­ten lassen sich zwar so prima aus­wählen, doch Eile ist geboten, damit sie noch gut anwachsen.

Nach Mitte September und vollendeter Blüte haben sich viele schon auf den Winter vorbereitet. Abgesehen vom widerstandsfähigen Chinaschilf zeigen viele Gräser im Spätherbst wenig Nei­gung zur Bildung neuer Wurzeln und vertrocknen danach im Winter.



Stiefmütterchen vielseitig verwendbar

(bs) Wer schon Beete frei hat, sollte nicht versäumen, rechtzeitig Stiefmütterchen (Viola wittrockiana) zu pflanzen. Je früher, desto besser kön­nen sie sich entwickeln und sich mit einer üppigen Herbstblüte be­danken. Ist eine Unterpflanzung von Tulpen (Tulipa), Narzissen (Nar­cissus) oder Hyazinthen (Hyacinthus orientalis) mit Stiefmütterchen ge­plant, müssen die Blumenzwiebeln vor den Stiefmüt­terchen in die Erde.


FetthennenFoto: Stein Ab Ende August erscheinen die Blütenschirme der Fetthennen.

Fetthennen sind Überlebenskünstler

(bs) Fetthenne (Sedum spectabile und Sedum telephium) steht in voller Blüte: So unscheinbar sich die 30 oder bis zu 60 cm hohen Pflanzen den Sommer über präsentieren, jetzt zeigen sie ihre Qualitä­ten. Volle Sonne, Trockenheit, schlech­ter Boden – das alles macht ihnen nichts aus. Doch nicht nur des­halb ist die Fetthenne für viele Gärten ideal: Ab Ende August erscheinen ihre rosa oder violettfarbenen Blü­ten­schir­me. Sie locken in Scharen Schmet­ter­lin­ge an, sind damit ein ideales Beobachtungsobjekt und ein Geschenk für die bedrohte Natur.


Gönnen Sie den Kübelpflanzen noch die Freiheit

Kübelpflanzen sind noch gut im Freien aufgehoben. Je länger sie Sonne bekommen, desto gesünder gehen sie in den Winter. Viele sind noch in voller Blüte, bei anderen reift schon das Holz aus, eine wichtige Voraussetzung zum problemlosen Überwintern. Jetzt nicht mehr düngen, denn das heizt nur das Wachstum an.

(ikv) Auch wenn Oleander, Feige und andere Kübelpfl anzen einige Minusgrade vertragen, sollten Sie sich Gedanken über das Winterquartier machen. Der ideale Platz ist kühl (5–10 °C) und hell. Je dunkler ein Raum ist, umso kühler sollte er sein. Meist reicht es aus, wenn Sie die Pfl anzen an geschützte Plätze nahe am Haus holen. Für tiefe Temperaturen halten Sie ein Vlies oder eine Decke parat, die Sie bei Bedarf einfach über die Pfl anzen legen. So können viele Arten möglichst lange im Freien bleiben – dort geht es ihnen meist besser als im Winterquartier, und sie werden seltener von Schädlingen befallen.


DahlienFoto: Stein Bei Dahlien – wie auch bei allen Blühstauden und Sommerblumen – sollten Sie Verblühtes abschneiden, damit sie möglichst keine Samen, sondern neue Knospen bilden.

Dahlien "versüßen" den Herbst

(bs) Herrliche Blüten von Juli bis zum Frost gehören zu den Vorzügen der Dahlien. Nach dem Ausputzen sehen sie gleich viel besser aus. Ein schnel­ler Pflegegang mit der Schere wirkt wie eine Ver­jün­gungs­kur bei allen Blühstauden und Sommer­blu­men, aber ganz besonders bei Dahlien.

Abgeblühtes sieht nicht nur unschön aus, es regt auch die Pflanzen zur Samenbildung an und hin­dert sie, neue Knospen zu bil­den. Vor allem betroffen sind nie­drige Beet- und Topfdahlien, die überwiegend aus Samen angezogen werden. Düngen Sie noch­mals flüssig, und die Blüte wird bis zum Frost üppig sein.

(ikv) Markieren Sie Ihre Dahlien, bevor der Frost kommt, wenn Sie bestimmte Farben oder Formen erhalten und vermehren möchten, denn schon bei leichten Frostgraden färben sich die Blüten 
einheitlich braun. Dann wird es auch Zeit, die Knollen aus dem Boden zu holen und sie bis zum Frühling trocken und kühl zu lagern.

 

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BlumenzwiebelmischungenFoto: Visions/Pötschke Jetzt auch erhältlich: Blumenzwiebelmischungen für Schmetterlinge, Bienen und andere Nützlinge.

Pflanzzeit für Blumenzwiebeln

(gvi) Wenn Sie für den Frühling Blumenzwiebeln pflanzen wollen, sollten Sie jetzt Tulpen, Nar­zis­sen, Hyazinthen und Co. bestellen bzw. kaufen. Es kann sonst schnell passieren, dass Ihre Wunsch­sor­ten nicht mehr erhältlich sind. Damit die Qualität der Zwiebeln nicht leidet, pflanzen Sie sie bitte direkt nach Erhalt ein. Im Handel gibt es jetzt auch spezielle Blumenzwiebelmischungen für Schmet­ter­lin­ge, Bienen und andere Nützlinge, z.B. von Sperli, Gärtner Pötschke oder Kiepenkerl.


Blühende Heide rund ums Jahr

(gvi) Heidepflanzen bringen kräftige Farbe in den frühherbstlichen Gar­ten. Aber leider währt diese Zeit nicht lange. Wer das ganze Jahr über blühende Heide in seinem Garten haben möchte, sollte ver­schie­de­ne Arten miteinander kombinieren. Die heimische Besen- oder Sommerheide (Calluna vulgaris) blüht von August bis zum Frost, danach folgt bis April die Schnee- oder Winterheide (Erica carnea). Die Englische Heide (Erica darleyensis) setzt dann im Frühjahr Akzente und wird im Sommer von der Irischen Glanzheide (Daboecia cantabrica) und der Cornwall-Heide (Erica vagans) abgelöst.


Blühfaule Stauden verjüngen

(gvi) Wenn Rittersporn oder Bart-Iris in Ihrem Garten nicht mehr richtig blühen wollen, ist es an der Zeit, die Pflanzen über eine Teilung wieder zu verjüngen. Der beste Zeitpunkt dafür ist direkt nach der Blüte.


Temperaturunterschiede fördern Mehltau

(ikv) Tagsüber ist es noch recht warm, doch die Nächte sind mancherorts bereits empfindlich kühl. Solche Temperaturunterschiede fördern den Echten Mehltau. Befallene Blätter zeigen weiße mehl- oder ascheartige Flecken auf der Oberseite. Entfernen Sie befallene Pflanzenteile im Herbst, um den Befallsdruck im nächsten Jahr zu reduzieren.


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Stauden pflanzen

(ikv) Stauden und Gehölze stehen viele Jahre am selben Standort. Deshalb sollten Sie den Boden vor der Pflanzung gründlich vorbereiten. Je nach Größe der Pflanze und des Wurzelballens wird das Pflanzloch bemessen: etwa 50–70 cm Tiefe bei Gehölzen, bei Stauden reicht Spatentiefe. Lockern Sie den Boden gründlich und entfernen Sie Wurzel- und Dauerunkräuter wie Quecke, Giersch oder Ackerwinde sorgfältig. Magere oder sehr feste Böden können Sie mit Kompost oder Pflanzerde verbessern.
Sind die Wurzelballen der Pflanzen trocken, sollten Sie sie vor der Pflanzung einige Minuten in Wasser stellen, damit sie sich vollsaugen können. Auch in den folgenden Wochen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchte wichtig, damit die Pflanzen gut in die Gartenerde einwurzeln können. Achten Sie bei der Staudenpflanzung darauf, dass die Pflanzen nicht zu dicht stehen, auch wenn sie momentan noch recht klein sind. Bis zum Winter entwickeln sich oft schon kräftige Gewächse, und im nächsten Frühling legen sie nochmals deutlich zu.
 

mauritius images/Agencja FREE/Alamy Mit Blumenzwiebeln sorgen Sie für Blütenpracht im nächsten Jahr.


Blumenzwiebeln setzen

Vergessen Sie auch nicht, für Farbenpracht im nächsten Frühling zu sorgen und Blumenzwiebeln zu stecken. Der Handel bietet ab Ende August eine riesige Auswahl an Krokussen, Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen und vielen weiteren Arten an.