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Ziergarten Mai

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Rosen und GlockenblumenFoto: Flora Press/Bildagentur Beck Statt Lavendel: Glockenblumen eignen sich viel besser als Rosenbegleiter.

(gvi) Rosen und Lavendel: Häufig werden Lavendel und Rosen zusammen gepflanzt. Doch eigentlich passen sie von ihren Ansprüchen gar nicht so gut zueinander. Entweder steht der Lavendel auf nährstoffreichem Boden und wächst mastig, oder die Rose steht zu mager und kümmert. Bessere Rosenbegleiter wären Katzenminze (Nepeta), Ziersalbei (Salvia), Ehrenpreis (Veronica) oder Glockenblumen (Campanula).

(gvi) Umtopfen großer Kübelpflanzen: Falls Sie Ihre Kübelpflanzen umtopfen müssen, jedoch keinen Platz für einen noch größeren Topf haben, probieren Sie Folgendes: Topfen Sie die Pflanze aus, schneiden Sie mit einem scharfen Messer rund um den Ballen drei Keile aus, setzen Sie die Pflanze zurück in den Topf und befüllen Sie die Lücken mit frischem Substrat.

(gvi) Wildtriebe abreißen: Wenn Sie an Ihren Rosen Wildtriebe entdecken, sollten Sie diese direkt an der Basis abreißen. Legen Sie zunächst vorsichtig den Wildtrieb frei, und schneiden Sie anschließend die Rinde unter dem Wildtrieb mit einem Messer waagerecht ein. Nun können Sie den Trieb einfach nach unten abreißen.

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LavendelFoto: Flora Press/Ute Klaphake Lavendel muss nicht immer nur blau sein. Es gibt mittlerweile zahlreiche Sorten in den unterschiedlichsten Farbvariationen. (gvi) Lavendel ist nicht nur blau: Blau bzw. violett blü­hen­den La­ven­del kennen Sie mit Sicherheit, doch La­ven­del (Lavandula) gibt es längst nicht nur in Blau, sondern auch in Zartrosa, Hellblau oder strahlend Weiß. Bei ‘Loddon Pink’ und ‘Rosea’ verraten bereits die Namen, dass ihre Blüten rosa sind. ‘Edelweiß’ und ‘Coconut Ice’ tragen weiße bis zart rosafarbene Blüten, ‘Arctic Snow’ und ‘Aromatico Silver’ blühen sogar reinweiß.

(gvi) Samthortensien schneiden: Samthortensien (Hydran­gea aspera ssp. sargentiana) blühen nur kräftig, wenn Sie sie nach der Blüte zurückschneiden. Die Pflanzen blühen an den Trieb­spitzen, die im ver­gan­genen Jahr gewachsen sind. Werden sie jetzt abgeschnitten, bleibt die Blüte aus. Außerdem sollten Sie regelmäßig alte Blütenstände und Abgestorbenes entfernen.

(gvi) Bewurzelte Steckhölzer stutzen: Wenn Sie im Winter Blütensträucher durch Steckhölzer vermehrt haben, besitzen diese im Mai in der Regel schon recht lange Austriebe. Schneiden Sie die Triebe jetzt mit einer scharfen Schere etwa um zwei Drittel zurück und versorgen Sie die Jungpflanzen anschließend mit etwas Dünger. So erhalten sie noch einmal einen Wachstumsschub und bilden von Anfang an eine gute Verzweigung.

(gvi) Schnittstaude Gämswurz: Eine frühblühende Staude, die sich auch gut zum Schnitt eignet, ist die Kaukasus-Gämswurz (Doronicum orientale) und deren Sorten. Mit einer Wuchshöhe von 50–60 cm eignen sich ‘Finesse’, ‘Goldcut’ oder ‘Magnificum’ besonders gut für die Vase. Eine Rarität sind gefüllt blühende Sorten wie ‘Plena’ (Doronicum columnae) und ‘Frühlingspracht’ (D. orientale).

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BergenienFoto: mauritius images/Bloom Pictures/Alamy Die Blütezeit der Bergenien geht zu Ende, bald können Sie die Stauden teilen. Bergenien nach der Blüte teilen:
(gvi) Die Blütezeit der Bergenien neigt sich nun ihrem Ende zu, ein guter Zeitpunkt, um bald die Pflanzen zu teilen. Holen Sie die Pflanzen dazu am besten mit der Grabegabel aus dem Boden. Anschließend können Sie die Wur­zel­stö­cke ganz leicht mit den Händen auseinanderziehen und an gewünschter Stelle wieder einpflanzen. Achten Sie aber darauf, dass jedes Rhizom mindestens ein Blattpaar hat, sonst treiben die Stauden nur schwer wieder aus.

Petunien sind hungrig nach Eisen:
(gvi) Petunien benötigen für ein optimales Wachstum nicht nur Sonne, sondern auch reichlich Eisen. Bei einem Mangel reagieren sie sofort mit vergilbten Blättern. Da das Eisen in leicht saurem Substrat für die Pflanzen am besten verfügbar ist, sollten Sie eine spezielle Rhododendron- oder Petunienerde verwenden. Idealerweise sollten Sie stets auch mit weichem Regen- statt hartem Lei­tungs­was­ser gießen.

Staudenbeete nicht hacken:
(gvi) Besonders Wald- und Waldrandstauden mögen es nicht, wenn der Wur­zel­be­reich ständig mit einer Hacke bearbeitet wird. Pflanzen Sie solche Stauden daher besser gleich etwas dichter, um es „Unkraut“ schwer zu machen, sich dazwischen auszubreiten. Wenn sich allerdings doch welches durchmogelt, sollten Sie es mit der Hand auszupfen und die Fläche mulchen.


KaiserkronenFoto: Gundolf Renze/Fotolia.com Damit Kaiserkronen jedes Jahr aufs Neue so prächtig blühen, benötigen sie eine ent­spre­chen­de Pflege. Pflege der Kaiserkronen:
(gvi) Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) wollen regelrecht hofiert werden, damit sie ihre Blüte nicht verweigern. Jetzt im Mai sollten Sie die Pflanzen mit reichlich Kompost versorgen. Direkt nach der Blüte beginnen die Pflanzen, Nährstoffe für das nächste Jahr einzulagern. Schneiden Sie daher die Samenkapseln, welche die Pflanze unnötig Kraft kosten, rechtzeitig heraus.

Der richtige Platz für Zierlauch:
(gvi) Auch der Zierlauch (Allium) mit seiner imposanten weißen, rosa oder vio­lett­ro­ten Blütenkugel hat nun seinen großen Auftritt im Staudenbeet. Allerdings vergilben seine Blätter recht schnell und werden dann unansehn­lich. Ide­a­ler­wei­se pflanzen Sie ihn daher zwischen höhere Stau­den, so werden die braunen Blätter verdeckt, und nur die Blüten­kugeln bleiben sichtbar.

Vom Rasen zur Blumenwiese:
(gvi) Wenn Sie einen Teil Ihres Ra­sens in eine Blumenwiese verwandeln wollen, ist das Abmagern des Bodens besonders wichtig. Verzichten Sie auf Dünger und entfer­­nen Sie sorgfältig das anfallende Schnittgut. Zu­sätz­lich können Sie Sand und Kies aufstreuen, um den Prozess zu beschleunigen. Es können aber ein paar Jahre vergehen, bevor ei­ne artenreiche Wie­se entsteht. Tipp: Schneller geht es, wenn Sie den Rasen punk­tuell entfernen und in diese Lücken gezielt Wild­kräuter aussäen.


Ziergarten MaiFoto: Ward Gartenbedarf Staudenstützen aus Reisig sehen nicht nur natürlich aus, sondern lassen sich im Herbst auch mit dem Stau­den­schnitt kompostieren.

Stauden mit Reisig stützen

(gvi) Andere Stauden, wie z.B. Rittersporn oder Dahlien, die nicht ganz so standfest sind, können nach einem kräftigen Regenschauer ihr Haupt auf die Erde neigen. Damit das nicht passiert, können Sie sie mit Reisig zusätzlich stützen. Sobald die Pflanzen zu wachsen beginnen, stecken Sie es einfach in den Boden und knicken es auf halber Höhe um. Die Pflanzen wachsen dann von alleine hindurch und finden Halt.


Bewurzelte Steckhölzer einkürzen und düngen

(gvi) Steckhölzer von Ziersträuchern, die Sie im Winter direkt ins Beet gesteckt haben, haben um diese Jahreszeit meistens schon recht lange Neutriebe. Damit die Pflanzen kräftig und kompakt werden, sollten Sie die Austriebe jetzt um etwa zwei Drittel zurückschneiden und die Jungpflanzen mit etwas Dünger versorgen. So erhalten sie einen kräftigen Wachstumsschub und bilden viele Verzweigungen.


Stauden für einen reichen Blütenflor entspitzen

(gvi) Auch einige Stauden lassen sich zu einer stärkeren Verzweigung anregen, wenn Sie sie entspitzen, also die obere Triebspitze entfernen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist etwa von Anfang bis Mitte Mai, wenn die Pflanzen ca. 20 cm hoch sind. Zwar verschiebt sich dadurch der Blühbeginn etwas nach hinten, dafür fällt dieser dann aber umso üppiger aus, und die Pflanzen werden insgesamt stand­fes­ter. Geeignete Arten sind z.B. Indianernessel, Stauden-Phlox, Sonnenbraut sowie Raublatt- und Glattblatt-Aster.

 


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StrauchpäonienFoto: Fotolia/ping han Die edlen Strauchpäonien sind an­ders als die Pfingstrosen keine Stau­den, sondern Gehölze. Sie brauchen einen geschützten Standort.

Strauchpaeonien nicht zurückschneiden

Immer mehr in Mode kommen Strauch­pä­onien (Paeonia suffruti­cosa). Ihre Blüten ähneln denen von Pfingstrosen, es sind aber keine Stauden, sondern bis zu 1,80 m hohe Gehölze. Im Hin­ter­grund von Blumenrabatten oder zwi­schen Sträuchern kommen Strauchpäonien optimal zur Geltung. Rechnen Sie mit einem Pflanzabstand von 80–100 cm. Weil sich je­weils in den Endknospen die prächtige Blüte verbirgt, sollten die Zweige nicht zurückgeschnitten werden.


Kübelpflanzen an trüben Tagen "auswildern"

Für eine Stimmung wie am Mittelmeer sorgen südliche Kü­belpflanzen in schönen Gefäßen. Hanfpalmen (Trachycarpus), Feigen (Ficus), Oliven (Olea), Oleander (Nerium) und Kamelien (Camelia) vertragen kühlere Temperaturen und dürfen Anfang des Monats schon nach draußen, alle übrigen kommen erst nach den Eisheiligen ins Freie. Ab Mitte Mai ­können Engelstrom­pe­ten (Brugmansia), Wandel­rös­chen (Lantana), Orangen und Mandarinen (Citrus) und Schönmalven (Abutilon) folgen.

Dies ist eine gute Zeit zum Umzutopfen, die Erde zu erneuern und Langzeitdünger auszubringen. Achten Sie darauf, dass Sie die Pflanzen an einem trüben Tag nach draußen bringen, sonst gibt es gleich Verbrennun­gen. Feigen sind besonders empfindlich. Wählen Sie zum Eingewöhnen zunächst einen schattigen Standort, damit die Blätter keinen Sonnenbrand bekommen. Re­gel­mäßiges Gießen und wöchentliche Flüssigdüngung sorgen für gesundes, kräftiges Aus­trei­ben, Hornspäne oder Depot-Dünger liefern Nährstoffnachschub.


JapanorchideeFoto: Stein Die hübsche Japanorchidee finden Sie im Gartencenter bei den Knollen­gewächsen.

Orchideen für Beet und Kübel

(bs) Freilandorchideen wie Knabenkraut (Dactylorrhiza) und Frauenschuh (Cypripedium) aus gärtnerischer Kultur sind immer häufiger in ausgezeichneter Pflanzenqualität im Angebot. Diese Raritäten gedeihen am Rand eines Sumpf­bee­tes, im Steingarten oder auch in Schalen. Wer eine günstige Alternative sucht, findet sie in der Japanorchidee (Bletilla striata) mit herrlichen purpurroten Blüten. Sie gibt es im Gartencenter bei den Knollengewächsen.

 

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Zwergflieder ‘Palibin’Foto: Bakker Holland Für kleine Gärten geeignet: Der Zwergflieder ‘Palibin’ wird nur 1,5 m hoch.

Flieder für jeden Garten

(bs)Wenn der Flieder (Syringa vulgaris) blüht, befindet sich der Frühling auf seinem Höhepunkt. Mit süßen, angenehmen Aromen trägt dieser ebenso robuste wie blühfreudige Strauch zum Wohlbefinden bei. Sträuße der gefüllten oder ungefüllten weißen, blauen oder violettfarbenen Sorten werden für die Vase ins Haus geholt. Veredelte Sorten wachsen stämmig und buschig mit kräftigen Stielen.

Weitere Fliederarten, wie der nur 1,5 m hohe Zwergflie­der ­Syringa meyeri ‘Palibin’, z.B. erhältlich bei Bakker Holland, www.bakker.de, sind weniger bekannt. Seine rosa Blütenrispen sind kleiner, dafür blühen sie besonders üppig nicht nur im Frühling, sondern nochmals im Sommer und bis zum Winter.

 
Pflegeleichte Blattschmuckstaude

(bs) Unkomplizierte Gewächse sowohl für Sonne als auch Schatten sind Bergenien (Bergenia). Im Sommer bronzegrün, bei kühlen Temperaturen auch leuchtend braunrot gefärbte Blätter haben z.B. die Rubin-Bergenien ‘Eroica’ und ‘Bressingham Ruby’. Sie bleiben den ganzen Winter über erhalten. Dazu schmücken sich diese robusten, niedrigen Bodendecker zweimal im Jahr, sowohl jetzt als auch im späten Herbst, mit wunderschönen rosa Blütendolden.


„Duftblumenmischung“Foto: Stein Im Fachhandel sind fertige, schnell wachsende Blumenmischungen erhältlich, die auch im Mai noch gesät werden können; hier zu sehen die „Duftblumenmischung“.

Pro und Contra von Stauden und Sommerblumen

(bs) Stauden gelten als pflegeleicht, weil sie mehrere Jahre überdauern. Doch ihre kurze Blütezeit (manchmal nur eine Woche) erweist sich als Nachteil, wenn man Wert auf pflegeleichte Dauerblüher legt. Sommerblumen (Beetpflanzen) müssen zwar vorgezogen und gepflanzt werden, dafür blühen sie auch monatelang von Mai bis zum Frost und – wählt man moderne Sorten – sogar ohne Pflege.

Soll eine Blumenrabatte immer Farbe zeigen, füllen Sie am besten die Lücken zwischen Stauden mit einjährigen Sommerblumen. Wer keine vorgezogenen Pflanzen hat, kann jetzt noch problemlos schnell wachsende Mi­schun­gen aussäen, die es im gut sortierten gärtneri­schen Fachhandel gibt.

Als Beispiele seien hier die folgenden fertigen Mi­schun­gen genannt: „Duft­blumen“ (Höhe ca. 50 cm), „Niedrige Wildblumen“ (Hö­he ca. 30 cm), „Japanischer Blumenrasen“ (Höhe ca. 50 cm) oder die artenreiche Mischung ‘Länd­licher Charme’ (Höhe 80 cm).

 


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Orangenblume Die Orangenblume (Choysia ternata) sorgt auf Terrasse und Balkon für herrlich frischen Zitrusduft.

Die Sinne wollen schnuppern

(bs) Lieben Sie Düfte, dann probieren Sie die Orangenblume (Choisia ternata) aus. Das glänzend dunkelgrüne Laub ist über und über mit weißen, stark nach Zitrus duftenden Blüten bedeckt ein Juwel für sonnige und halbschattige Plätze.

(bs) Haben Sie schon Duftgeranien ausprobiert? Sie eignen sich beson­ders für Sitzplätze. Diese Pflanzen können im Sommer die lästigen Flie­gen vertreiben. Weniger die Blüte als gänzlich unterschiedliche Aromen machen diese Topfpflanzen so in­te­res­sant. Die vielen Arten mit Rosenduft, Zitronen-, Zimt-, Pfefferminz- oder Kampferaroma verlocken zum Sammeln.

 
Jetzt noch Rhododendren pflanzen

(bs) Die Rhododendren (Rhododen­dron) stehen in voller Blüte. Es lohnt sich vor allem bei kleineren Exemplaren die verwelkten Blütenstände aus­zu­brechen und damit die Samenbildung zu verhindern. Noch kann man gut neue Exemplare pflanzen. Neue Züchtungen gedeihen auch auf kalkhaltigen Böden, vorausgesetzt sie wurden auf kalktolerante Inkarho-Unterlagen veredelt.

(gvi) Entdecken Sie an Ihren Rhododendren abgestorbene, braune, mit schwarzen Stacheln überzogene Knospen, sind sie von der soge­nann­ten Knospenbräune befallen. Dabei handelt es sich um einen Pilz (Pycnostysanus azaleae), der vermutlich durch Rhododendron­zi­ka­den über­tra­gen wird. Um die Zikaden zu bekämpfen, sollten Sie ab Ende Mai Gelbtafeln an Stäben dicht über die Pflanzen hängen. Brechen Sie außerdem frühzeitig die befallenen Knospen aus, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.


Eisheilige abwarten

(bs) Wärme und Sonnenschein wecken jetzt in uns die Freude auf angeneh­me Tage. Die Blütenfülle der Sträucher, Bäume und der Frühlingsblumen darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass bis zu den Eis­heiligen die Macht der Fröste noch nicht gebrochen ist. Daher gilt die Regel: Alles, was keinen Frost verträgt, darf erst um den 20. Mai an die Frühjahrsluft. Also bis zur Monatsmitte die drangvolle Enge im Gewächshaus, im Wintergarten oder auf der Fensterbank geduldig ertragen.


Beet- und Balkonsaion eröffnet

(bs) Nach Mitte Mai ist die Freiluftsaison für frostempfindliche Pelargonien (Pelargonium), auch als Geranien bezeichnet, Petunien (Petunia-Hybriden), Begonien (Begonia), Fuchsien (Fuchsia), Margeriten (Leucanthemum) und viele andere Balkon- und Kübelpflanzen eröffnet. Sorgen Sie jedes Jahr neu für frische, unverbrauchte Pflanzerde, die mit Hornspänen, Knochenmehl oder einem Langzeitdünger angereichert ist.

(bs) Düngen und gießen Sie ab jetzt wieder regelmäßig. Oleander (Nerium oleander) lässt bei Trockenheit Blätter und Blüten fallen, Zitrus­pflan­zen hingegen sind durch zu viel Nässe gefährdet.

(ikv) Wählen Sie aus dem vielfältigen Angebot möglichst Pflanzen aus, die nicht nur gut aussehen, sondern auch Biene und Co. mit Pollen und Nektar versorgen. Das Kapkörbchen (Osteospermum)
‘Lachende Lucy’ sorgt mit leuchtend gelbem und sich stetig erneuerndem Flor für Sommerlaune und verträgt sonnige und sogar heiße Standorte. Düngen Sie die Pflanzen stetig und zupfen Sie Verblühtes aus.


Buntnesseln trumpfen im Schatten auf

(bs) Auf schattigen Beeten will oft nichts so recht gedeihen. Probieren Sie einmal die exotische Buntnessel (Solenostemon, syn. Coleus), die mit zartblauen Blütchen überrascht, aber eher wegen der herrlich gefärbten Blätter in Gefäßen und auf Beeten verwendet wird. Wunderschöne neue Sorten werden Ihnen bestimmt gefallen.

 


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Ampelbegonie ‘Champagne’Foto: Stein Die Ampelbegonie ‘Champagne’ ist robust und bezaubert mit großen, locker gefüllten Blüten und überhängendem Wuchs.

Schneckenresistente Alleskönner in Sachen Licht

Eisbegonien (Begonia semperflorens-Hybriden), Knol­len­be­go­nien (Begonia x tuberhybrida) und Drachenflügelbegonien (Begonia ‘Dragon Wing’) bilden schon bald nach der Pflan­zung ein dichtes Blü­tenmeer. Sie passen sich sonnigen Plätzen an, gedeihen aber ebenso gut im Halbschatten und Schatten und werden nicht von Schnecken gefressen. Ähnliches gilt für Fleißige Lieschen (Impatiens walleriana), als Samen und Pflanzen erhältlich, und die großblütigen Edel­lies­chen (Impatiens-Neuguinea-Hybri­den).

Speziell die „Oldies“ unter den Eisbegonien (Begonia semperflorens) überzeugen mit gefüllten Sorten als lange blühende Farbbringer auf Beeten, für Einfassungen, in Schalen und Balkonkästen. Sie ha­ben einen kugeligen Wuchs und sind robust. Versorgt mit genügend Wasser und Nährstoffen brau­chen sie keine weitere Pflege.

Etwas Besonderes ist die Ampelbegonie ‘Champagne’. Sie ge­fällt durch große, locker gefüllte Blüten, überhängenden Wuchs und eine aparte Pfirsichfarbe. Selbst bei Regen und im tiefen Schatten versagt sie nicht.


Selbstreinigende Sommerblumen sparen Arbeitszeit

(bs) Für die Sonne hat sich Mittagsgold (Gazania) ‘Daybreak Orange’ als Dauerblüher bewährt, ebenso die Schneeflockenblume (Sutera diffusa), Männertreu (Lobelia) und Duftsteinrich (Lobularia) ‘Snow Crystals’. Durch Züchtung wurde erreicht, dass sich die Pflanzen selber „putzen“, das heißt Abgeblühtes abstoßen oder durch neue Knospen überwachsen.

 

Qualitätserde mit StrukturverbesserernFoto: PdM Qualitätserden enthalten Strukturverbesserer für eine gute Belüftung im Wurzelraum.

Wurzeln brauchen Luft

(ikv) Es gedeihen eigentlich alle Pflanzen sowohl im Beet als auch in einem Gefäß. Bei einer Pflanzung in ein Gefäß ist der Pflegeaufwand höher. Ganz wichtig ist ein ausreichend großes Gefäß mit Wasserabzug. Staunässe verträgt keine Pflanze, da die Wurzeln faulen. In ein größeres Gefäß kann mehr Erde gefüllt werden, die dann ausreichend Platz für die Wurzelbildung lässt und durch das größere Erdvolumen auch besser Wasser und Nährstoffe speichert.

Das Substrat sollte nicht zu viele Feinanteile besitzen, da es sonst sehr zusammenfällt und nicht mehr genügend Luftporen vorhanden sind. Bewährt haben sich Kübelpflanzenerden, die auch kleine Steine, gebrochenen Blähton oder anderes mineralisches Material beinhalten. Auch ist eine Drainageschicht sinnvoll, damit die Pflanzen nicht im Wasser stehen. In der Regel enthalten die Erden Dünger, sodass Sie erst nach etwa vier bis sechs Wochen nachdüngen müssen.

 


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GladiolenFoto: Reinhard-Tierfoto/Fotolia/dementevajulia Wer Gladiolen mehrmals mit zeitlichen Abständen pflanzt, kann sich über eine lange Blühperiode freuen.

Gladiolen in mehreren Sätzen pflanzen

(gvi) Wenn Sie sich längere Zeit an blühenden Gladiolen erfreuen wollen, dann können Sie von jetzt bis etwa Mitte Juni alle 14 Ta­ge Knollen setzen. So blühen immer wieder neue Pflanzen auf, während andere schon abblühen.


Jetzt noch Stauden pflanzen

(gvi) Ein schön angelegtes Staudenbeet erfreut nicht nur uns Menschen, sondern bietet einer Vielzahl von Insekten den ganzen Sommer über ein reiches Nahrungsangebot. Wenn Sie jetzt noch neue Stauden pflanzen möchten, können Sie das bis etwa zur Monatsmitte mit geteilten oder wurzelnackten Pflanzen tun. Später im Jahr, wenn die Temperaturen deutlich sommerlicher sind, sollten Sie nur noch die etwas teureren Containerpflanzen verwenden. Diese Pflanzen haben einen intakten Wurzelballen und können so auch in trocke­ne­ren Perioden anwachsen.


Der richtige Platz für den Zierlauch

(ikv) Der Zierlauch schiebt jetzt seine weißen, rosa oder violettroten Blütenkugeln hoch über die nun kräftig wachsenden Stauden hinaus. Gerade beim Zierlauch ist es besser, wenn er nicht zwischen niedrigen Stauden sitzt, denn seine Blätter werden schnell gelb und unansehnlich. Durch höhere Stauden werden die braunen Blätter verdeckt, und nur die Blütenkugeln bleiben sichtbar.


Die richtige Erde für Balkonkästen

(ikv) Im Mai können Sie auch Ihre Balkonkästen und anderen Gefäße mit Sommerblumen bepflanzen. Um das Wurzelwachstum zu fördern, müssen Sie darauf achten, dass die Erde einen guten Luft-Wasser-Haushalt hat. Splitt, Ton, Lavagrus (poröses vulkanisches Gestein, auch bekannt als Lavalit®), Ziegelsplitt und andere Materialien sorgen für Strukturstabilität, damit die Erde nicht „zusammenfällt“.


Vermehrungsfreudige Blattläuse

(ikv) Nach den ersten heißen Tagen macht sich die enorme Vermehrungsfreudigkeit der Blattläuse bemerkbar. Einfacher als die Bekämpfung der dann auftretenden Läusemassen ist die frühzeitige
Kontrolle empfindlicher Pflanzen: Entdecken Sie erste Blattläuse, zerdrücken Sie sie schon mit den Fingern.

 


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Vorsicht bei Spätfrösten

(ikv) Hellgrüne Blätter zieren nun Stauden, Sträucher und Gehölze. Doch gerade wenn der April schon sonnig und warm war, können frostige Nächte den jungen Trieben schaden. Die Sommerblumen für den Balkon wie Pelargonien (als Geranien bekannt), Petunien oder Begonien vertragen überhaupt keinen Frost. Empfehlenswert ist es deshalb, sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai zu pfl anzen, auch wenn Supermärkte und Baumärkte schon im April das gesamte Sortiment anbieten. Ansonsten sollten Sie für kalte Nächte vorsorgen: Rücken Sie die Pfl anzgefäße ans Haus und decken Sie die jungen Pflanzen mit Vlies ab. Oft hilft auch eine mehrlagige Abdeckung mit Zeitungspapier.
 

Keil-Vierheilig Süßkartoffel-Ziersorten haben schönes, herzförmiges Laub und liefern zusätzlich im Herbst einige essbare Knollen.

Sortenwahl für Insekten

Bei der Pflanzenauswahl können Sie einen Beitrag zur Insektenvielfalt leisten, indem Sie Arten bevorzugen, die Nektar und Pollen für Bienen, Schmetterlinge und Co. bereithalten. Dabei können Sie problemlos Obst und Gemüse mit Kräutern, Stauden und Sommerblumen kombinieren, z.B. Erdbeeren und Polsterglockenblumen mit Schnittlauch und Thymian. Es gibt viele Arten, die sowohl dekorativ als auch essbar sind. Ein gutes Beispiel ist die Süßkartoffel (Ipomoea batatas). Spezielle Ziersorten bilden sehr dekorative hellgrüne oder ganz dunkelrote Laubblätter aus. Und im Herbst ernten Sie zusätzlich noch einige essbare Knollen.
 

Kaum geblüht, schon geschnitten

Kaum sind die ersten Blüten verwelkt, kann auch schon geschnitten werden. Frühjahrsblühende Gehölze wie die Forsythie sollten Sie im Mai auslichten. Das fördert die Blühwilligkeit für das nächste Jahr. Entfernen Sie auch die abgeblühten Blütenstände frühjahrsblühender Zwiebelblumen wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen. Die Blätter sollten Sie jedoch bis zum völligen Vergilben stehen lassen, damit genügend Reservestoffe in die Zwiebel eingelagert werden.