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Ziergarten Juli

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NarzissenzwiebelFoto: Die Grüne Kamera Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Brutzwiebeln von Narzissen abzuteilen. Narzissen teilen: Wenn Ihre Narzissen nicht mehr richtig blühen wollen, ist es an der Zeit, die Zwiebeln zu teilen. Sobald das Laub eingezogen ist, können Sie die Zwiebeln aus dem Boden nehmen. Um die ursprünglich gepflanzte Zwiebel sollten nun eine oder mehrere Tochterzwiebeln erkennbar sein. Diese können Sie vorsichtig mit der Hand abtrennen und bis zum Herbst in einer Kiste mit feuchtem Sand lagern.

Verblühte Stauden schneiden: Stauden können ein zweites Mal im Jahr blühen. Werden remontierende Arten, wie z.B. der Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) nach der Blüte eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten, treiben sie innerhalb weniger Wochen einen zweiten Blütenflor. Gleiches funktioniert auch bei Sporn­blume (Centranthus), Jakobsleiter (Polemonium), Dreimasterblume (Tradescantia) oder Rittersporn (Delphinium). Tipp: Eine Düngergabe gibt den Stauden Kraft für die Nachblüte.

Staudensamen aussäen: Jetzt können Sie noch Samen von winterharten Stauden im Freiland aussäen. Das ist natürlich etwas arbeitsintensiver, selbst gezogene Stauden sind aber meist robuster als gekaufte. Achten Sie darauf, dass Sie feine Samen weniger tief als größere säen.
Halten Sie das Beet nach der Aussaat gleichmäßig feucht.


PassionsblumenFoto: lennardjanson/FotoliaPassionsblumen richtig pflegen: (gvi) Wenn Ihre Pas­sions­blu­me (Passiflora) plötzlich ihre Blütenknospen abwirft, ist meist zu viel oder zu wenig Wasser der Grund. Denn die Pflanzen vertragen weder Staunässe noch Trockenheit, deshalb sollte der Erd­ballen immer gleichmäßig feucht sein. Geben Sie außerdem bis August einmal wöchentlich Flüssigdünger ins Gieß­was­ser.

Duftende Kübelpflanze: (gvi) Eine besondere Kübelpflanze, die den ganzen Sommer über die Nase mit dem intensiven Duft vieler Blüten verwöhnt, ist die Folterpflanze (Araujia sericifera). Am wohls­ten fühlt sich die schnell wachsende Kletterpflanze im Halbschatten in einem nährstoffreichen Substrat. Den ungewöhn­lichen Namen trägt die Pflanze übrigens, weil ihre Blüten einen be­son­de­ren Klemmmechanismus besitzen, der Schmetterlinge so lange festhält, bis die Blüten bestäubt sind.

So bilden Schmucklilien reichlich Blüten: (gvi) Schmucklilien (Agapanthus) brauchen während der Sommermonate reichlich Wasser und bis August einmal pro Woche Flüssigdünger, damit sie optimal gedeihen. Kurz vor den ersten Frösten im Herbst wer­den sie dann ins Winterquartier gebracht. Eine möglichst kühle Überwinterung (0–8 °C) ist dabei besonders wichtig, denn nur so bilden sich die Blütenansätze.


Nelken vermehrenFoto: Flora Press/GWI Nelken können Sie jetzt ganz leicht über Kopfstecklinge selbst vermehren. Frisch gepflanzte Bodendecker zurückschneiden: Bodendecker wie Zwergmispel (Cotoneaster), Efeu (Hedera) oder ­Immergrün (Vinca), die Sie im Frühjahr gepflanzt haben, bilden zunächst sehr lange und unverzweigte Triebe. Aus diesem Grund sollten Sie die Pflanzen spätestens Anfang dieses Monats um etwa die Hälfte zurückschneiden. Denn so verzweigen sich die Triebe besser und bilden schneller einen dichten Teppich.

Nelken vermehren: Nelken (Dianthus) lassen sich jetzt leicht durch Stecklinge vermehren. Schneiden Sie dafür ca. 10 cm lange, blütenlose Triebspitzen ab und entfernen Sie die unteren Blätter. Anschließend stecken Sie die Stecklinge einfach in Töpfe mit Anzuchterde. An einem sonnigen und warmen Platz bilden sich nach vier bis fünf Wochen neue Wurzeln.

Blaukissen vermehren: Auch Blaukissen (Aubrieta) lassen sich nun gut vermehren. Allerdings ist hierbei die Stecklingsmethode nicht zu empfehlen, da die Stecklinge leicht faulen. Stattdessen sollten Sie die Pflanzen leicht mit einer Mischung aus Sand und Kompost überstreuen. Regelmäßig feucht gehalten, bilden die Triebe bereits nach kurzer Zeit Wurzeln. Gegen Ende August können Sie die Triebe dann von der Mutterpflanze abtrennen.


JuliFoto: Lali/Fotolia.com Am schönsten wirken Stockrosen, wenn Sie mehrere Farben miteinander kombinieren.

Stockrosen jetzt aussäen

(gvi) Stockrosen (Alcea) gehören zu den Zweijährigen. Das bedeutet, wenn Sie sie jetzt noch aussäen, blühen sie erst im kommenden Jahr. Säen Sie die Samen zunächst in Anzuchtschalen oder Einzeltöpfe aus und bedecken sie anschließend leicht mit Erde. Im September können Sie die jungen Pflanzen dann an ihren endgültigen Platz im Garten pflanzen. Düngen Sie die Pflanzen im zeitigen Frühjahr mit Kompost.


Bart-Iris teilen, so geht`s

(gvi) Je nach Sorte können Sie Ihre Bart-Iris (Iris barbata) zwischen Ende Juli und Anfang September teilen. Der günstigste Zeitpunkt dafür ist etwa vier Wochen nach der Blüte. Graben Sie zunächst die Rhizome aus und teilen Sie sie mit einem scharfen Messer in ca. 10 cm lange Stücke. Setzen Sie die Teilstücke anschließend in ein vorbereitetes Pflanzloch ein und bedecken Sie sie wieder mit Erde. Am einfachsten ist es, wenn Sie im Pflanzloch einen kleinen Hügel formen, auf dem Sie das Rhizom platzieren können. Denn es sollte immer ein Stückchen aus der Erde schauen, die Wurzeln sollten aber nach unten reichen.


Duftwicken für die Vase schneiden

(gvi) Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe können Sie schlagen, wenn Sie regelmäßig ihre Duftwicken für die Vase schneiden. Zum einen holen Sie sich so ein Stück vom Garten in Ihre Wohnung, und zum anderen werden die Pflanzen laufend zur Bildung neuer Blüten angeregt.

 


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SchmetterlingsfliederFoto: Breder Der Schmetterlingsflieder ist ein wertvoller Nektarlieferant für viele Schmetterlingsarten, wie etwa für den Admiral.

Sommerflieder "ausputzen"

(gvi) Die Blütezeit des Sommer- oder Schmetter­lings­flie­ders (Buddleja davidii) lässt sich bis in den Herbst hinein ausdehnen, wenn Sie jetzt regelmäßig die abgeblühten Blütenstände herausschneiden. Die Pflanzen bilden dann neue Seitentriebe, an denen sich wiederum neue Blüten entwickeln.


Dahlien pflegen

(gv) Auch Dahlien blühen länger, wenn Sie die verwelkten Köpfe laufend ent­fernen. Führen Sie bei der Gelegenheit auch gleich eine Schädlings­kon­trol­le durch. Bei Trocken­heit nisten sich an den Trieb­spit­zen häufig Blatt­läuse ein, bei feuchtem Wetter sind es dagegen die Schnecken, die sich an den Pflanzen zu schaffen machen.

 

Kuckucksspeichel verbirgt Schaumzikaden

(gvi) Entdecken Sie in diesen Tagen einen Schaum an Ihren Stauden oder Rosen, dann handelt es sich um den sogenannten „Kuckucks­speichel“. Dieser Schaum wird von Schaumzikaden als Schutz produziert, damit sie darunter ungestört an den Pflanzen saugen können. Entfernen Sie einfach die befallenen Stellen und entsorgen Sie die Pflanzenteile im Hausmüll.


Schwarzäugige SusanneFoto: Breder Die Schwarzäugige Susanne und andere Sommerblumen in Töpfen und auch in den Beeten brauchen jetzt ausreichend Wasser und Dünger.

Durstige Kübelpflanzen

(gvi) Wenn die Tage jetzt heiß sein sollten, sind Oleander (Nerium oleander), Engels­trompete (Brugmansia), Hibiskus (Hibiscus) und Fuchsie (Fuchsia) besonders durstig. Sie können ihnen etwas Gutes tun, wenn Sie sie morgens mit kalkfreiem Wasser be­sprü­hen. Das reduziert die Ver­duns­tung und kühlt die Pflanzen. Achten Sie aber darauf, dass dann nicht die Sonne auf die Blätter scheint, sonst kommt es zu Verbrennungen.

(bs) Damit Sommerblumen in Kästen oder im Staudenbeet und Kübelpflanzen bis zum Herbst in voller Blüte stehen, benötigen sie Dünger und regelmäßig Wasser. Einfach ist es, dem Gießwasser alle zwei Wochen Flüssigdünger beizumischen. Abgeblühtes sollte stets entfernt werden. Dabei auf Schädlinge oder Krankheiten achten und bei Bedarf rechtzeitig bekämpfen.

 

Hecken jetzt schneiden

(bs) Im Juli, spätestens bis Mitte August – so eine Gärtnerregel –, sollten die Schnittarbeiten an langsam wachsenden Hecken wie Buchsbaum (Buxus) oder Eiben (Taxus) durchgeführt werden, damit die neuen Triebe genügend ausreifen. Sträucher, die im Frühjahr blühen, erhalten ebenfalls einen kräftigen Rückschnitt.

Schneiden Sie die seitlichen Trie­be auf drei bis vier Blätter zurück. Der Nährstoffstau bewirkt einen starken Reiz, Blüten anzusetzen, außerdem werden die restlichen Triebe besser belichtet.


Blumen für Herbststräuße trocknen

(bs) Viele Sommerblumen eignen sich für Trockensträuße. Man schneidet sie, wenn sich die Blüten noch nicht ganz geöffnet haben, und hängt die Stiele gebündelt kopfüber an einem schattigen, vor Regen geschützten Platz zum Trocknen auf.


FedernelkenFoto: Spohn Federnelken bilden üppige, je nach Sorte 20–40 cm hohe Polster und schmücken sich im Sommer mit duftenden Blüten.

Pflanzen mit besonderen Düften

(bs) Düfte entfalten sich an heißen Sommertagen besonders intensiv, etwa bei den Staudennelken. Es gibt sie mit roten, weißen, lila- und rosafarbenen Blüten und in vielen Schattierungen. Nelken­arten bieten sich als Unter- und Zwischenpflanzung in Beeten an. Die üppige Polster bildenden Federnelken (Dianthus pluma­rius) sind als Einfassung beliebt. Mit ihrem grasähnlichen, grau­grünen Laub sehen sie auch nach der Blüte noch gefällig aus.

 

(ikv) Heiße Sommertage lassen Düfte verströmen. Duftpelargonien (Pelargonium) duften bei Hitze besonders intensiv, wenn man sie berührt. Lavendel, Zitronenverbene und verschiedene Kräuter wie Minzen, Salbeiarten, Thymianarten etc., die als Blattschmuckpflanzen auch zwischen Blütenpflanzen Verwendung finden, entfalten ihren Duft.

 


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Taglilie Hemerocallis-Hybride ‘Cologne Fire’Foto: Stein Wochenlang jeden Tag neue Blüten – das bietet die Taglilie Hemerocallis-Hybride ‘Cologne Fire’.

Ein langer Blütenspaß

(bs) Taglilien (Hemerocallis-Hybriden) blühen monatelang mit präch­tigen Farben. Obwohl der Auftritt jeder einzelnen Blüte nur einen Tag dauert, sind doch genügend da, um über lange Zeit einen präch­tigen Anblick zu bieten.


Frauenmantel remontiert

(bs) In ähnliche Umgebung passt der Frauenmantel (Alchemilla mollis). Er fungiert an vielen Gar­ten­plät­zen als Bodendecker, Wegbegrenzer und Dauerblüher mit üppigen, duftigen Blü­ten­wol­ken. Ist Anfang August die Blüte vorbei, kann man die Blätter zurückschneiden, und in Windeseile wachsen neue nach, die sich bis zum Oktober in aller Frische präsentieren.


Hochsaison für Phlox und Sonnenbräute

(bs) Mexikanische Minze (Agastache-Hybriden) und Staudenphlox (Phlox paniculata) ziehen mit angenehm duftenden pollen- und nektarreichen Blüten viele Schmetterlinge und Bienen an. Roter Sonnenhut (Echinacea) lockt Massen von Hum­meln und Faltern an, ebenso Sonnenbraut (Helenium) und Steppen­salbei (Salvia nemorosa). Von all diesen Stauden gibt es schöne, neue Züchtungen, die mit großem Ballen in Töpfen angeboten werden und ihre Vorgänger an Blü­ten­reich­tum, kompaktem Wachstum und an Blühdauer übertreffen. Sie eignen sich zum Nach­pflan­zen, zum Komplettieren von Farbgärten und zum Lückenfüllen.


Astrantia majorFoto: Gräfin von Zeppelin Astrantia major.

Blühfreudiges im Schatten

(bs) Für halbschattige Bereiche im Gar­ten empfehlen sich Sterndolden (Astrantia major) in Rosa, Rot und Silber. Die zierlichen Blühstauden kommen Dank neuer Züchtungen gerade wieder in Mode. Sie passen hervorragend an den Rand kleiner Gewässer, in den Halbschatten, zu Farnen und Rhododendren. Mit dem Armenischen Storchschnabel (Geranium psilostemon) gesellt sich ein weiterer Superblüher dazu.


Mit Garten-Vlies gegen Unkraut vorgehen

(bs) Vorbeugen ist leichter als bekämpfen. Geben Sie Unkraut-Sämlingen und Wurzelunkräutern in Beeten, zwischen Gehölzen, Rosen und auf Wegen keine Chance. Gut bewährt hat es sich, den Boden mit schwarzem, lichtundurchlässigem Garten-Vlies abzudecken. Das dünne Gewebe lässt Wasser, Luft und Nährstoffe durch, doch das Austrocknen verzögert sich. Anschließend deckt man die Oberfläche mit gefällig aussehendem Rindenmulch ab (nicht zu verwechseln mit Rin­den­hu­mus – beide entstehen aus gehäckselter Baumrinde).

Rindenmulch enthält keine Dünger, aber saure Gerbstoffe, die Unkraut un­terdrücken. Eine 5–8 cm dicke Schicht beschattet zu­dem den Boden und hält ihn feucht. Bringen Sie vor dem Abdecken zu­sätzlich Dünger und Kalk aus, damit den Kulturpflanzen keine Nähr­stoffe entzogen werden.
 
Rindenhumus ist dagegen eine lockere, gut strukturierte Pflanz­erde, die kompostiert und mit Kalk und Nährstoffen aufbereitet wurde. Er wird wie Kompost zur Bodenverbesserung verwendet, Gartenpflanzen wachsen darin hervorragend.


Stiefmütterchen mit Verdunstungskälte anziehen

(bs) Die Aussaat von Stiefmütterchen ist in heißen Sommern nicht ganz einfach, denn die optimale Keimtemperatur liegt bei 15–16 °C. Mit einigen Tricks gelingt es trotzdem. Die Samen sind von einem keimhemmenden Ölfilm umgeben. Reibt man das Saatgut mit etwas Sand in den Händen, lässt sich der Ölfilm ent­fernen. Säen Sie ganz flach in 1–1,5 cm tiefe Rillen. Den Samen nicht bedecken, nur andrücken, denn Stiefmütterchen brauchen viel Sauerstoff und etwas Licht, um zu keimen. Nach der Aussaat werden die Beete deshalb mit feuchten Jutesäcken, Vlies oder einem mit Gewebe bespannten Rahmen abgedeckt. Hält man die Abdeckung bis zur Keimung – etwa eine Woche – schön feucht, senkt die Verdunstungskälte die Temperatur. Die Abdeckung nach der Keimung herunternehmen, damit sich die Keime nicht im Gewebe verfangen.


Rasenpflege im Hochsommer

(bs) Bei Hitze benötigt der Rasen wöchentlich eine gründliche Wassergabe. Wenn man aber einmal das Wässern vergisst, wird er nicht eingehen, sondern nach dem nächsten Guss erneut sprießen. Mähen Sie nicht so tief, 5–6 cm Schnitthöhe beugen gegen Verbrennen vor. Bei 25 °C verdunstet eine Rasenfläche täglich 3 l/m², bei 30 °C sind es schon 5 l. Ende Juni ist ein Nachdüngen erforderlich, wenn bei der Frühjahrsdüngung kein Langzeitdünger verabreicht wurde.

(ikv) Um den Rasen gesund und grün zu erhalten, sollten Sie ihn regelmäßig mähen. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht zu tief mähen. Bei anhaltender Trockenheit schädigt das die Gräser, und sie verfärben sich braun. Etwas höheres Gras, etwa 5 bis 6 cm, schützt die Wurzeln, damit der Rasen später wieder genügend Kraft zum Austreiben hat.

Anfallendes Schnittgut lässt sich übrigens gut als Mulchmaterial verwenden. Nicht nur auf Gemüsebeeten, auch auf freien Stellen in Staudenbeeten oder unter Hecken findet das angetrocknete Gras in dünnen Schichten Verwendung. Das Mulchen schützt den Boden vor Austrocknung, und mit der organischen Masse „füttern“ Sie das Bodenleben, das wiederum Nährstoffe für die Pflanzen freisetzt und verfügbar macht.

 


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Samenbildung raubt Kraft

(ikv) Damit sommerblühende Balkonpflanzen in Gefäßen bis zum Frost Blüten tragen, sollten Sie Verblühtes regelmäßig entfernen. Die Samenbildung benötigt zu viel Kraft. Und auch wenn keine Samen gebildet werden, kann das Verblühte leicht faulen, oder es bildet sich Grauschimmel (Botrytis), was die Pflanze schwächt.


Hübsches im Schatten genießen

(ikv) Der Ziergarten im Juli An heißen Sommertagen genießt man die lauschigen Plätze im Garten. Pflanzen, die Schatten vertragen, wie Funkien (Hosta) und Farne, aber auch Hortensien (Hydrangea) zeigen sich hier von der besten Seite.


BlauregenFoto: PdM So wollen Gartenfreunde ihren Blauregen sehen: üppig blühend.

Dem Blauregen auf die Sprünge helfen

(bs) Chinesischer Blauregen (Wisteria sinensis), auch Glyzine genannt, bringt manchen Gartenbesitzer durch spär­li­ches Blühen zur Verzweiflung. Die Gründe können viel­fältig sein: Kalk im Boden (kenntlich durch helles Laub), zu gute Nährstoffversorgung, aus Samen gezogene Pflanzen (veredelte Pflan­zen blühen besser) oder man­geln­der Schnitt.

Schneiden Sie jetzt die seitli­chen Triebe auf drei bis vier Blätter zurück. Der Nährstoff­stau bewirkt einen starken Reiz, um Blü­ten anzusetzen, außerdem werden die restlichen Triebe besser belichtet. Im Winter können Sie den Blauregen nochmals rigoros auf seitliche Stummel mit drei bis vier Augen zurückschneiden.


Bei Hitze richtig gießen!

(ikv) Der Juli ist meistens der heißeste, trockenste Monat im Jahr. Gießen Sie Ihre Pflanzen nie in den heißen Mittagsstunden, sie könnten einen Schock erleiden. Einzelne Wassertropfen auf den Blättern wirken zudem wie Brenngläser. Ein Teil des Wassers ist bereits verdunstet, bevor es an die Wurzeln gelangt.

Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen. Die Pflanzen sind durch die Nacht­tem­pe­ra­tu­ren abgekühlt, sodass kühles Gießwasser ihnen nicht schadet. Das Wasser wird tagsüber für die Photosynthese benötigt. Blätter und Erdreich trocknen oberflächlich schnell ab. Das be­hin­dert ganz nebenbei auch die Fortbewegung der Schnecken. Gießen Sie möglichst direkt auf die Erde im Wurzelbereich, und zwar durchdringend und dafür lieber nicht so oft. Pflanzen, die in Gefäßen wachsen, sind besonders auf Wasser und Nährstoffe angewiesen, die Sie ihnen geben. Auch hier gilt: am besten in den Morgenstunden gießen.

(bs) Gießen und Düngen sind jetzt in der heißen Jahreszeit das Wichtigste. Gründliches und durchdringendes Wässern alle drei bis vier Tage ist besser als eine leichte Du­sche, die lediglich die Oberfläche benetzt. Damit werden die Pflanzen auch gezwungen, sich in der Tiefe selbst um Nachschub zu bemühen.

Mit morgendlichem Gießen wird der beste Erfolg erzielt. In der Hit­ze der Mittagszeit verdampft zu viel, außerdem kann es zu Ver­bren­nungen kommen (Brennglaswirkung) und bei empfindlichen Pflan­zen zu Kälteschocks. Nützlich und nicht allzu teuer ist eine Tröpfchenbewässerung für die Beete.

 


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Katzenminze und RoseFoto: Themenbild Katzenminze und Rose - ein harmonisches Paar.

Rosenbegleitstauden jetzt begutachten

(bs) Schauen Sie sich jetzt in den Gärten um und überlegen Sie, was auch Ihnen als Begleitpflanzen zu Rosen am besten gefallen würde. Blauer Rittersporn (Delphinium) zu weißen, roten oder rosa Rosen ist ein Klassiker, ebenso die blaue Kat­zen­min­ze (Nepeta), Läuse abwehrender Lavendel (Lavandula) und verschiedene Salbeiarten (Salvia nemorosa, S. sclarea u.a.), Glockenblumen (Campanula portenschlagiana) sowie das herrliche Schleierkraut (auf niedrige Arten achten, wie z.B. Gypsophila repens ‘Rosenschleier’).


Mit fiedrigen Blättern auflockern

(bs) Auch Gräser, locker zwischen die Beete gepflanzt, sehen phantastisch aus. Schon weniger üblich sind silberblättrige Wermutarten wie Artemisia ludoviciana (1 m hoch, leider etwas wuchernd) oder A. schmidtiana nana (polsterartig, nur 20 cm hoch).


Nachwuchs sichern

(bs) Jetzt ist die beste Zeit, um bei Balkon- und Kübelpflanzen für Nachwuchs zu sorgen. Wan­del­rös­chen (Lantana) oder Oleander (Nerium), aber auch Balkonpflanzen wie Fuchsien (Fuchsia) oder Pelargonien (Pelargonium), früher Geranien genannt, schließen jetzt mit dem Wachstum ab. Unter jedem Blattknoten haben sie einen Vorrat von Nährstoffen für den nächsten Austrieb ge­spei­chert. Zur schnellen Bewurzelung von Kopfstecklingen ist das ideal. Gut geeignet sind Trieb­spit­zen mit zwei bis fünf Blättern, die abge­schnit­ten und in sandig feuchtes Substrat gesteckt werden, um zu bewurzeln.


WaldrebenFoto: Stein Waldreben sind Ende Juni verblüht. Schneiden Sie die Triebe jetzt nicht zurück, die Pflanzen blühen im Herbst noch einmal.

Clematis düngen

(bs) Waldreben (Clematis-Hybriden) sind Ende Juni abgeblüht. Sie ­entwickeln meist eine zweite Blüte von September bis Oktober. Schneiden Sie daher die Triebe nicht zurück, geben Sie nur etwas Dünger, damit das Wachstum ungebremst weitergeht.


Düngen - wenig und regelmäßig

(ikv) Regelmäßiges Düngen ist nun wichtig, da in der Regel die Nährstoffe in den Erden verbraucht sind. Es ist besser, bei jedem Gießen ein bisschen Dünger beizumischen, als einmal in der Woche eine große Menge.


Rosen ausschneiden und einkürzen

(bs) Beet- und einmal blühende Kletterrosen werden nach der Blüte eingekürzt. Entfernen Sie bei mehr­fach blühenden Rosen Verblühtes bis zum ersten fünfteiligen Blatt. Dort ist in der Achsel schon der Trieb für die nächste Blüte angelegt.

 
Stauden festbinden

(ikv) Der Juli bringt uns immer wieder kräftige Sommergewitter mit Starkregen und stürmischen Böen. Binden Sie deshalb höhere Stauden rechtzeitig an. Nach einem Gewitter sollten Sie Ihren
Garten inspizieren und abgebrochene und beschädigte Pflanzenteile entfernen, um den Befall mit Grauschimmel (Botrytis) zu verhindern.

(bs) Viele Stauden, Knollengewächse und Kletterpflanzen fallen jetzt auseinander und brauchen Halt. Staudenstützen und variable Pflanzenringe unterstützen dezent, Bambusstäbe wirken natürlich und passen zu Stauden, Dahlien und Gladiolen. Verzierte Stäbe setzen zusätzlich dekorative Akzente im Garten. Wichtig: Die Stängel beim Anbinden nicht abschnüren!

 


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fotokate/Adobe Stock Küchenkräuter wie Thymian oder Salbei können auch Staudenbeete bereichern.
Aromatische Kräuter

(ikv) Bei großer Hitze duften viele Pflanzen besonders intensiv – und zwar nicht nur ihre Blüten, sondern oft auch die Blätter. Küchenkräuter wie Thymian, Minze, Salbei, Majoran, Bohnenkraut und viele andere sind es daher wert, gelegentlich „gestreichelt“ zu werden, damit sie ihren Duft verströmen. Mit ihren dekorativen Blüten machen sie auch im Staudenbeet eine gute Figur. Bei den Minzen gibt es, genau wie bei Thymian und Salbei, eine riesige Auswahl an Arten und Sorten. Da Minze Ausläufer bildet, sollten Sie sie jedoch immer mit einer Wurzelsperre versehen oderin Töpfe pflanzen. Weniger verbreitet, aber ebenfalls frisch und „minzig“ duftend, ist der reich blühende Steinquendel (Calamintha nepeta).
 

Richtig und ausreichend gießen

(ikv) Besonders bei trockener und sehr warmer Witterung ist der bewusste Umgang mit Wasser wichtig. Die Devise für Pflanzen, die im Garten stehen, lautet: lieber weniger oft, aber dafür durchdringend gießen. Ein oberflächliches Benetzen der Erde und der Pflanzen sorgt zwar momentan für eine kleine Abkühlung, die Pflanzenwurzeln haben jedoch nichts davon. Auch für Stauden ist es besser, wenn sie nur alle zwei Wochen mit 20 l/m² gewässert werden, als täglich mit 2 l. So gelangt die Feuchtigkeit auch in tiefere Erdschichten und zu den Wurzeln. Gehölze gießen Sie seltener, dafür aber noch durchdringender. Allein schon durch die Pflanzenauswahl kann ein ressourcen- schonender Umgang mit dem Wasser erfolgen. So können Sie in Gebieten mit geringen Niederschlägen trockenheitsverträgliche Gehölze und Stauden wählen und auf solche mit hohem Wasserbedarf verzichten.
Kübel- und Topfpflanzen müssen Sie ohnehin regelmäßig mit Wasser versorgen, da der Wurzelraum sehr begrenzt ist. Je größer der Topf ist, umso mehr Wasser kann die Erde speichern  – sehr kleine Pflanzengefäße benötigen hingegen an heißen, windigen Sommertagen oft sogar zweimal täglich Wasser.