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Obstgarten September

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Birnen erntenFoto: Mykola Mazuryk/Adobe Stock Ernten Sie Birnen, solange sie noch fest sind, das verhindert Druckstellen.

Birnen nachreifen lassen: Verpassen Sie bei Birnen nicht den idealen Pflückzeitpunkt, denn sonst werden die Früchte schnell mehlig. Gerade bei Sorten, bei denen kein Farbumschlag stattfindet, ist das schnell mal passiert. Zudem können Sie die weichen Früchte kaum ohne Druckstellen vom Baum holen. Ernten Sie Birnen daher am besten, solange sie noch fest sind, und lassen Sie sie anschließend nachreifen. Je nach Sorte und Lagerbedingungen (von zimmerwarm bis kühl) kann es von einer Woche bis zu mehreren Monaten dauern, bis die Früchte bei leichtem Druck etwas nachgeben und genussreif sind.

Herbstpflege für Beerensträucher: Bevor der Winter kommt, sollten Sie im Obstgarten noch ein paar Pflegearbeiten erledi­gen. Bei Johannisbeeren sollten Sie schwache und krumme Triebe entfernen. Schneiden Sie abgetragene Ruten von Sommerhimbeeren ganz ab und lichten Sie die neuen Triebe auf sieben bis zehn Stück pro Meter aus. Bei Brombeeren sollten Sie ebenfalls überzählige Triebe entfernen und bei Stachelbeeren von Mehltau befallene Zweige ausschneiden.

Apfelsorten richtig lagern: Lagern Sie Herbstäpfel wie ‘Hol­stei­ner Cox’ oder ‘Gravensteiner’ nicht zusammen mit späten Sor­ten wie ‘Boskoop’ oder ‘Gloster’. Denn die reiferen Äpfel bilden Ethylen, das den Reifeprozess bei den Sorten beschleunigt, die länger lagern sollen. Lagern Sie Äpfel am besten bei 6–8 °C und hoher Luftfeuchtigkeit.


Kipp-ProbeFoto: Pixavril/Adobe Stock Ob ein Apfel reif ist oder nicht, können Sie mit der Kipp-Probe feststellen.

Reif oder nicht reif?:
Viele Gartenfreunde richten sich bei der Reifebestimmung von Äpfeln noch immer nach den Kernen – je brauner, desto reifer. Doch diese Methode ist ungenau und daher nicht empfehlenswert. Gleiches gilt für die Bestimmung nach der Deckfarbe. Denn je nach Witterung (warme Nächte) kann die Reife auch vor einer entsprechenden Fruchtausfärbung erfolgen. Die beste Möglichkeit zur Bestimmung des Reifegrades ist daher immer noch die Kipp-Probe. Kippen Sie die Frucht am Zweig um bis zu 90 Grad hoch bzw. zur Seite. Löst sich der Apfel dabei leicht, ist er reif.


Steckholzvermehrung:
Üblicherweise werden einige Obstgehölze erst im Winter durch Steckholz vermehrt. Das gilt je-doch nicht für Frucht- und Zierjohannisbeeren. Denn sie bewurzeln sich besser, wenn Sie sie bereits jetzt schneiden und in den Gartenboden oder einen Topf stecken. Als Steckholz eignen sich ca. 20 cm lange Teilstücke kräftiger diesjähriger Triebe. Das obere Ende sollten Sie dicht über einem Auge, das untere etwas schräg unter einem Auge abschneiden.


Krautbewuchs reduzieren:
Ein dichter, trockener Bewuchs auf der Baumscheibe wird häufi g von Mäusen als Winterquartier genutzt. Sie sollten ihn deshalb jetzt zumindest in Stammnähe entfernen, damit sich dort keine Mäuse einnisten. So können Sie mögliche Fraßschäden an der Stammbasis sofort erkennen.


Erntezeit der AnanaskirscheFoto: Marina Lohrbach/Fotolia Erntezeit für die Ananaskirsche ist, sobald die Schutzhüllen pergamentartig werden und mitsamt den Beeren abfallen.


Ananaskirschen ernten:
(gvi) Die Ananaskirsche (Physalis pruinosa) hat gegenüber anderen Obst­ar­ten einen echten Vorteil: Ihre lampionartigen Hüllen schützen die innen liegenden Früchte vor der Kirschessigfliege. Erntezeit ist, sobald die Schutzhüllen pergamentartig werden und von der Pflan­ze mitsamt den goldgelben Beeren abfallen. Übrigens gehört die Ananaskirsche wie die Tomate zu den Nachtschattengewächsen und hat ähnliche Ansprüche an Boden und Klima.

Indianerbananen ernten:
(gvi) Ab Monatsanfang reifen die ersten Sorten der Indianerbanane (Asimina triloba). Dabei handelt es sich um einen winterharten, nordamerikanischen Strauch, dessen Früchte wie eine Mischung aus Ananas, Aprikose, Banane und Vanille schmecken. Haben Sie dieses in­te­res­san­te Gehölz bisher noch nicht in Ihrem Garten, dann ist von jetzt bis ca. Mitte Oktober die richtige Pflanzzeit.

Überalterte Pfirsichbäume:
(gvi) Überalterte Pfirsichbäume erkennen Sie an zahlreichen ver­trock­ne­ten Ästen im Kroneninneren und kräftigen Wasserschossern im unteren Bereich. Wollen Sie den Baum verjüngen, sollten Sie die Schnittarbeiten dafür auf mehrere Jahre verteilen, da sie teils recht radikal sind. Andernfalls könnte der entstehende Saftstau den Baum absterben lassen.


Birnen rechtzeitig ernten:
(gvi) Bei Birnen ist der richtige Erntezeitpunkt entscheidend. Wird er verfehlt, lassen sich die weichen Früchte kaum noch ohne Druckstellen vom Baum pflücken, außerdem schmecken überreif gewordene Birnen nicht mehr so gut. Ernten Sie Birnen daher lieber, solange sie noch hart sind, und lassen Sie sie im Zimmer nachreifen. Falls Sie die Früchte lagern möchten, legen Sie sie an einen dunklen und möglichst kühlen Platz.


KornelkirschenFoto: mauritius images/McPHOTO/Hans-Roland Müller Ernten Sie Kornelkirschen noch nicht, wenn sie wie hier nur leicht rot schimmern, sondern erst, wenn sie dunkel- bis schwarzrot sind.


Kornelkirschen ausreifen lassen:
(gvi) Kornelkirschen sollten Sie bis zur Ernte komplett ausreifen lassen, also, bis die Früchte dunkel- bis schwarzrot sind. So lassen sie sich besser pflücken und sind zudem weicher und süßer. Auch die Steine lassen sich besser vom Fruchtfleisch lösen. Emp­feh­lens­wer­te Sorten sind z.B. ‘Dublany’, ‘Devin’ oder ‘Jolico’.

Obstlager vorbereiten:
(gvi) Jetzt geht die Erntezeit beim Kernobst so richtig los. Wollen Sie Früchte einlagern, sollten Sie vorher das Lager reinigen. Bürsten Sie Holzstiegen und Schubladen or­dent­lich ab oder waschen Sie sie mit etwas Wasser und Seife gründlich und lassen sie anschließend trocknen.


Lagerobst bei trockenem Wetter erntenFoto: lightpoet/Fotolia.com Lagerobst sollten Sie nach Möglichkeit immer bei trockenem Wetter ernten, um Druckstellen zu vermeiden.

(gvi) Fraßschäden an Erdbeeren: Fraßschäden durch Rau­pen an den Blättern von Erdbeerpflanzen sind selten, können aber vorkommen. Wenn Sie bei der Kontrolle dann keine Tiere finden können, sind möglicherweise Erdraupen am Werk. Die Tiere verkriechen sich tagsüber im Boden und kommen abends zum Fressen an die Oberfläche. Tipp: Suchen Sie nachts mit einer Taschenlampe nach den Schädlingen, dann können Sie die Raupen leicht entdecken und absammeln.

(gvi) Lagerobst ernten: Pflücken Sie Obst, das Sie einlagern möchten, möglichst bei trockenem Wetter, denn dann sind die Früchte weniger druckempfindlich. Wenn Sie erst gegen Abend ernten und sich die Früchte tags­über durch die Sonne stark erwärmt haben, sollten Sie sie vor dem Einlagern zunächst abkühlen lassen, da sie sonst zu „schwitzen“ beginnen.

(gvi) Scharka an Pflaumen: Die Scharka-Virose an Pflaumen und Zwetschen führt dazu, dass Sie die Früchte nicht mehr verwerten können. Einen Befall erkennen Sie daran, dass die Früchte kurz vor der Reife abfallen und Deformationen aufweisen, unter denen das Fruchtfleisch braun und zäh ist. Übertragen wird das Virus von Blattläusen. Eine Bekämpfung ist allerdings sinnlos, denn der einzige wirksame Schutz sind widerstandsfähige Sorten wie ‘Hanita’ oder ‘Felsina’.


Äpfel sind pflückreifFoto: Ingo Bartussek/Fotolia Äpfel sind pflückreif, wenn sich der Stiel mit einem seitlichen Kippen leicht vom Ast ablösen lässt.

Obsternte macht Spaß

(bs) Pflaumen, Äpfel, Birnen und Wein sind erntereif. Den richtigen Erntezeitpunkt bestimmt man am einfachsten durch Reinbeißen. Das Fruchtfleisch beim Apfel sollte fest und aromatisch sein und eine gewisse Süße haben. Zu früh geerntete Früchte haben kein Aroma, schmecken „grasig“ oder nach Stärke und welken oft bei der Lagerung. Zu spät geerntetes Obst wird schnell mürbe und weich. Pflücken Sie schonend, indem Sie jede Frucht einzeln greifen und den Stiel um 90 Grad abknicken. Dieser sollte als Verdunstungsschutz an der Frucht bleiben.

(bs) Holunderbeeren sollten sofort nach dem Pflücken verarbeitet werden, sie sind druck­em­pfind­lich und schimmeln leicht.

(hbw) Die derzeit robusteste Tafeltraubensorte ‘Muscat bleu’ reift bereits Anfang des Monats. Die sehr haltbaren Früchte können lange am Stock verbleiben, sodass man bis Ende des Monats immer wieder frische Trauben ernten kann.

(hbw) Bei keiner Kernobstart sind alle Früchte gleichzeitig reif. Deshalb erntet man in mehreren Durchgängen immer nur die gut reifen Früchte: Sie bieten am meisten Aroma und Ge­sund­heits­stoffe.

ZwetschenFoto: Stein Zwetschen sind frisch verzehrt besonders lecker. (bs) Jetzt ist die Haupternte von Zwetschen. Bei Äpfeln und Birnen sind die Herbstsorten reif. Baumreife Früchte lösen sich bei leichtem Dre­hen oder Anheben vom Fruchtholz, ohne dass dies beschädigt wird.

(hbw) Äpfel ernten Sie schonend, indem Sie die Frucht einzeln mit der ganzen Hand greifen und dann den Stiel um 90 Grad nach oben abknicken. Das Pflücken mit den Fingern führt zu Druckstellen, das Abreißen hat meist den Verlust des Stiels zur Folge. Der Stiel wirkt jedoch als Verdunstungsschutz und verhindert, dass hier Fäulniserreger in die Frucht eindringen. Nach der Apfelernte sollten Sie alle heruntergefallenen Früchte, die nicht mehr verwertbar sind, auf dem Kompost entsorgen, denn unter den Bäumen liegendes Obst lockt Feld- und Wühlmäuse an.


Letzter Pflegetermin für Beerensträcher

(bs) Wenn noch nicht geschehen, werden Jo­han­nis­beer­trie­be jetzt um ein Drittel gekürzt. Abgetragene Ruten von Himbeeren ganz abschneiden und neue Triebe auf sieben bis zehn Exemplare pro laufenden Meter auslichten. Entfernen Sie überzählige Brombeertriebe und schneiden Sie bei Stachelbeeren von Mehltau befallene Triebe aus.


Früher Obstfall deutet auf Maden

(bs) Zwetschen, Äpfel und Birnen fallen frühzeitig vom Baum, wenn Sie von Maden befallen sind. Entsorgen Sie dieses Fallobst rasch in der Biotonne, nicht auf dem eigenen Kompost.


Ernte-Wettrennen um die heimischen Nüsse

(bs) Wer Haselnüsse im Garten hat, sollte zügig ernten, bevor Eichhörnchen und Vögel die Nüsse davontragen. Zu lange Triebe können gleich eingekürzt werden.


Steckhölzer jetzt "reif"

(bs) Der September bietet sich zum Vermehren von Obstgehölzen an. Für Steckhölzer von Jo­han­nis­bee­ren schneiden Sie kräftige, ein­jäh­rige, ausgereifte Triebe von ge­sun­den Pflanzen. Diese werden ent­blät­tert, in 25 cm lange Stücke geschnitten und bis zum oberen Au­ge in lockere Erde gesteckt. Hal­ten Sie das Steckholzbeet gut ­feuc­ht, so bilden sich rasch Wurzeln.


KornelkischenFoto: Stein Vollreif geerntete Kornelkischen können Sie zu Säften, Marmeladen und Gelees verarbeiten oder frisch verzehren.

Kornelkirschen nicht alle den Vögeln überlassen

(bs) Leuchtend rote, saftige Steinfrüchte im Herbst, voller Vitamine und gesunder Vitalstoffe, machen die heimische Kornelkirsche (Cornus mas) zu einem begehrten Futtergehölz für Vögel. Großfrüchtige Sorten, wie z.B. ‘Jolico’ oder ‘Cornella, sind auch für den menschlichen Verzehr interessant. Nach dem Kochen und der Beigabe von Zucker entstehen herb-süße Säfte, leckere Marmeladen und delikate Gelees.

Die Früchte schmecken auch frisch gepflückt sehr angenehm. Allerdings sollte man sie bis zur Vollreife am Strauch belassen und erst kurz vor dem Abfallen ernten.


Erdbeeren durchpflegen

(hbw) Im Erdbeerbeet ist nochmals das Unkraut zu entfernen und zu prüfen, ob sich weitere Ausläufer gebildet haben. Sie müssen abgeschnitten werden, da sie stark von der Mutterpflanze zehren und so den Ertrag des Folgejahres schmälern können.

(bs) Erdbeeren bilden jetzt die Blütenanlagen aus. Deshalb ist es wich­tig, noch einmal zu düngen und bei Trockenheit zu gießen.


CranberriesFoto: Stein Cranberries sind immergrün und eignen sich als fruchttragende Bodendecker.

Cranberries im Moorbeet pflanzen

(bs) Die Kranichbeeren (Vaccinium ma­crocarpon), besser als Cranberries bekannt, sind fruchttragende Bodendecker für Herbst und Winter. Ihren deutschen Namen verdankt die Pflanze den elegant gebogenen weißen Blütchen, die an einen ge­bogenen Kra­nich­hals erinnern. Ihre Früchte sind leuchtend rot oder purpurn und deutlich größer als z.B. unsere hei­mi­schen Prei­selbee­ren, von denen es ebenfalls garten­taugliche Sorten gibt.

Jetzt ist Zeit, die immergrünen Cranberries zu pflan­zen. Sie benö­tigen einen sonnigen bis halbschat­tigen Platz und sandig humosen, torfreichen, kalk­armen Boden. Kra­nichbeeren und Preiselbeeren pas­sen in ihren Ansprüchen gut zusammen und eignen sich als Unterpflanzung von Himbeeren und Hei­del­bee­ren. Auch unter Brombeeren ist dies möglich, doch nur auf sandigen Böden.


Steinobst nicht mehr schneiden, Walnüsse aber schon

(hbw) Steinobstgehölze, die bis Ende August nicht geschnitten worden sind, sehen die Schere frühestens Mitte März wieder. Denn Steinobst ist stark gefährdet durch Pilze und Bakterien, die über Schnittstellen eindringen. Im Herbst und Winter wachsen Schnittwunden zu langsam zu, sodass diese Eintrittspforten lange offen stehen. Die Bäume reagieren auf eingedrungene Schaderreger mit Absterbeerscheinungen einzelner Äste oder ganzer Baumpartien im nächsten
Frühsommer.
Anders ist es bei der Walnuss. Hier sind Schnitteingriffe Mitte bis Ende September ideal, da der Baum nun kaum noch Saftfluss entwickelt.


Robuste Herbsthimbeere ‘Pokusa’Foto: Das Gartenarchiv/H.-R. Müller Eine robuste Herbsthimbeere mit großen Früchten ist die Sorte ‘Pokusa’.

Pflanzzeit für Beerenobst

(bs) Für viele Beerensträucher wie Himbeeren, Ho­nig­bee­ren, Heidelbeeren, Brombeeren, Cranberries, Preiselbeeren, Josta-, Johannis- und Stachelbeeren ist jetzt Pflanzzeit. Vergessen Sie nicht, nach der Pflan­zung gut anzugießen und die Pflanzen in den fol­gen­den Wochen ausreichend mit Wasser zu versorgen, damit sie gut anwachsen. Bei den Himbeeren sollten Sie sowohl Herbst- als auch Sommersorten pflanzen. So können Sie mehr als vier Monate ernten.


Himbeeren: Pflege nach Bedarf

(bs) Sommertragende Himbeer-Sorten schneidet man gleich nach dem Abernten bis zum Boden zurück. Junge Triebe auslichten, nur sieben bis zwölf gute Pflanzen pro laufenden Meter belassen, später an Drahtspalieren anbinden. Herbsttragende Sorten werden erst im Winter dicht über dem Boden abge­schnit­ten. Im Frühjahr er­scheinen die neuen ein­jäh­rigen Triebe, die noch im gleichen Jahr Ertrag bringen.

(bs) Gleich nach der Himbeer­ernte wer­den abgetragene Ruten abgeschnitten. Die neu aus­ge­trie­be­nen Ruten für die Ernte im nächs­ten Jahr begrenzt man auf zehn Stück pro laufenden Meter. Dabei werden zu lange und starke sowie schwa­che Ruten über dem Boden abgeschnitten oder herausgerissen. Mit­telstarke Jungruten sind op­timal, besonders fruchtbar und am frost­be­stän­digs­ten.


Brombeeren auf Gallmilben kontrollieren

(hbw) Sind Ihre Brombeeren mit Gallmilben befallen, sollten Sie nach dem Ende der Ernte die Altruten abschneiden und vernichten, um den Befallsdruck im nächsten Jahr zu senken. Ist der Bestand gesund, lassen Sie die Altruten bis kurz vor dem Neuaustrieb im Frühjahr stehen. Die alten Ruten, deren Blätter meist den Winter über noch an den Trieben hängen bleiben, bieten einen guten Frostschutz für die Jungruten, die im Folgejahr fruchten sollen.


Birnen ‘Gute Luise’Foto: Stein „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Gar­ten stand“ – schon Fontane wusste den Wert dieses Obstes zu würdigen, wenn es vielleicht auch nicht die Sorte ‘Gute Luise’ war, die er beschrieb.

Birnen jetzt samtweich und zuckersüß

(bs) Die ersten Birnen schmecken vom Baum am besten. Züchter un­ter­schei­den zwischen Lagersorten und Ta­fel­obst zum Frischverzehr vom Baum – solche Sorten halten sich nur wenige Tage oder Wochen. Beispiele für frühe Sorten sind bei Birnen ‘Harrow Delight’, ‘Amanlis Butterbirne’ und ‘Frühe von Trevoux’. Die meisten Züchtungen sind bei der Ernte jedoch noch fest, und der volle Geschmack bildet sich erst, wenn man die Früchte einige Tage nachreifen lässt.

Wie der Volksmund sagt, soll man Äpfel und Birnen nicht vergleichen. Tun wir es als Gärtner doch einmal, so hatte die Birne bisher immer das Nachsehen. Äpfel stehen in jedem Garten. Wer jedoch auch einen Birnbaum hat, der weiß den Wohlgeschmack seiner Früchte zu schätzen.

Birnen enthalten deutlich weniger Säure als Äpfel und sind somit süßer. Außerdem enthalten sie B-Vitamine, Vitamin C sowie reichlich Calcium und andere Mineralstoffe. Ihre Früchte lassen sich jedoch nicht so lange lagern wie Äpfel. Die Sorte ’Gute Luise’ hat einen besonders fruchtigen Geschmack und weich schmelzendes Fruchtfleisch. Sie reift ab Mitte September und liebt ein warmes Lager. Etwas später reif, dafür robuster ist die aromatische, weit verbreitete Sorte ’Conference’.


QuittenFoto: Pixabay Wenn Quitten so goldgelb leuchten, sind sie reif für die Ernte.

Start der Quittenernte

(gvi) Je nach Witterung beginnt ab Monatsende die Quittenernte. Dass die Früchte pflückreif sind, erkennen Sie daran, dass sie sich von gelb­lich grün nach goldgelb verfärben. Wenn Sie einen Quitten­baum im Garten pflanzen möchten, warten Sie damit bis zum Frühjahr, denn die jungen Bäume sind frostempfindlich.


Auf Brombeergallmilben achten

(gvi) Färben sich Brombeerfrüchte nicht gleichmäßig schwarz, deutet das auf einen Befall durch die Brombeergallmilbe hin. Beson­ders spät reifende Sorten zeigen oft starke Symptome. Befallene Früchte sind ungenießbar und sollten abgesammelt werden, um eine weitere Aus­brei­tung der Gallmilben zu verhindern. Auch ein kräftiger Rück­schnitt der Pflanze ist zu empfehlen, denn so werden die Win­ter­ver­stecke der Milben vernichtet.


Extra Sonne für Wein und Kiwis

(gvi) Weinreben und Kiwis sind über den Sommer so stark gewachsen, dass die Früchte durch die Blätter beschattet werden. Damit die Reife in den kommenden Wochen nicht beeinträchtigt wird, müssen Sie die Pflanzen beschneiden. Dazu entfer­nen Sie alle Seitenäste und Blätter, die Schatten auf die Früchte werfen.


Mulchschicht erneuern

(gvi) Unter Beerensträuchern und auf Baumscheiben können Sie jetzt noch einmal die Mulchschicht erneuern. Entfernen Sie dabei rund um den Stamm auch gleich unerwünschte Gräser und Kräuter, damit sie sich nicht aussamen.


Tafeltrauben richtig ernten

(hbw) Ab September reifen die mittelfrühen bis mittelspäten Tafeltraubensorten. Die elastisch zähen Traubenstiele schneiden Sie am besten mit einer spitzen Traubenschere, behelfsweise auch
mit der Rebschere oder einem scharfen Küchenmesser ab. Abbrechen ist nur bei ganz wenigen Sorten möglich. Damit die Frische signalisierende Wachsschicht nicht verwischt, fassen Sie die Trauben nur am Stiel an und legen sie vorsichtig nebeneinander in das Erntegebinde, möglichst in nur einer Lage.


Krautbewuchs der Baumscheiben zum Herbst reduzieren

(hbw) Krautiger Bewuchs oder dicke Mulchschichten auf der Baumscheibe oder auf Baumstreifen sind beliebte Winterquartiere für Nager. Sie sollten sie deshalb zumindest in Stammnähe entfernen, damit sich hier keine Mäuse einnisten. So können Sie auch mögliche Nageschäden an der Stammbasis sofort erkennen.


Obst ernten, lagern …

(hbw) Im Oktober kann es bereits richtig nasskalte Tage geben – aber es ist leider immer noch warm genug, dass sich Pilzkrankheiten ausbreiten können. Morgennebel, Tau und Nieselregen tragen zudem dazu bei, dass sich Pilze vermehren. Am augenfälligsten ist Rußtau auf Äpfeln und Birnen. Allerdings ist der schwarze Belag nur äußerlich, Sie können die Früchte mit einem Tuch 
sauber reiben.


(hbw) Wenn Sie generell alle Äpfel und Birnen, die Sie einlagern wollen, mit einem heißen Tuch gut abreiben, entfernen Sie die meisten Sporen auch von Erregern anderer Pilzkrankheiten, etwa von Lagerschorf oder Lagerfäulen. Alternativ können Sie das Lagerobst ganz kurz in 50 bis maximal 53 °C warmes Wasser tauchen. Das vernichtet Pilzsporen ebenfalls, die so behandelten Früchte sind dann länger haltbar. Natürlich dürfen sie keinerlei Druckstellen oder sonstige Schalenverletzungen haben, und auch der Stiel muss noch daran sein.


(hbw) Wichtig für die Haltbarkeit ist auch der Erntezeitpunkt: Je reifer die Äpfel sind, desto geringer ist ihre Lagerfähigkeit. Andererseits haben nur vollreife Früchte das ganze Aroma ausgebildet. 
Für einen knackigen Biss und lange Haltbarkeit müssen Sie hier Abstriche machen – bei den Früchten, die Sie einlagern wollen, darf die Grundfarbe noch nicht völlig aufgehellt sein. Die Früch-
te, die zum Versaften vorgesehen sind, sollten dagegen voll ausgereift sein, dann ist bei vielen Sorten das Zucker-Säure-Verhältnis harmonisch. Verwenden Sie auch für Saft nur ganz gesundes Obst; Faulstellen oder anhaftender Schmutz gefährden die Haltbarkeit des Saftes, zudem kann das in faulen Früchten enthaltene Patulin Kopfschmerzen auslösen.


(hbw) Beim Ernten oder direkt danach sollten Sie alles Fallobst sorgfältig aus dem Baumbestand entfernen. Der Pilz, der an Apfelbäumen Kragenfäule hervorruft, entwickelt sich gerne auf 
Fallobst. Wenn Sie es frühzeitig aufsammeln, können sich die Sporen nicht verbreiten. Kragenfäule erkennen Sie an nässenden, eingesunkenen Stellen direkt über der Veredlungsstelle. Ist ein Stamm bereits befallen, müssen Sie die Stellen großzügig ausschneiden und sofort mit Wundschutzmittel zustreichen, dann stirbt der Baum nicht ab.


Schnittarbeiten sind noch möglich

(hbw) Haben Sie versäumt, Ihre Beerensträucher gleich beim Ernten oder unmittelbar danach zu schneiden, sollten Sie das jetzt gleich zu Monatsbeginn nachholen. Noch ist es so mild, dass die Schnittwunden vergleichsweise rasch abheilen und die Gefahr gering ist, dass Schadpilze eindringen. Auch wenn bei den Süß- und Sauerkirschen oder Pflaumen Äste zu entfernen sind, sollten Sie das unverzüglich erledigen – und dann erst wieder im Frühling direkt vor dem Austrieb zur Schere greifen oder bei der nächsten Ernte. Bei Sommerhimbeeren und Brombeeren sollten Sie ebenfalls nochmals nachschauen, ob verletzte oder kranke Triebe zu entfernen sind. Für all diese Schnittarbeiten wählen Sie am besten einen warmen, trockenen Tag.
 

Brombeergallmilben vorbeugen

(hbw) Achten Sie bei den Brombeerpfl anzen darauf, ob sie mit Brombeermilben befallen sind. Sie erkennen das an den leicht weiß gesprenkelten Blättern und vor allem an den Früchten. Bei Befall verfärben sich Teilstücke oder die ganzen Beeren knallrot und bleiben so. Die weitere Reife unterbleibt, die Früchte sind hart und bitter. Bei diesen Symptomen sollten Sie die alten Triebe vom Vorjahr, die jetzt die Früchte trugen, bodeneben abschneiden. Das senkt den Befallsdruck im nächsten Jahr.
Ist der Bestand gesund, können Sie die Altruten bis kurz vor dem Neuaustrieb im Frühjahr stehen lassen. Diese alten Triebe, deren Blätter meist den Winter über haften bleiben, bieten einen guten Frostschutz für die neuen Triebe, die in der kommenden Vegetationsperiode fruchten sollen.

Foto: Buchter-Weisbrodt Brombeergallmilben verursachen harte, rote Beerenbereiche (r.), während Sonnenbrand zu weichem, weißlichem Fruchtgewebe führt (l.).


Herbstpflege für Erdbeeren

Wie gut die nächste Ernte von Ihrem Erdbeerbeet ausfällt, hängt davon ab, wie vital die Pfl anzen nach der Ernte in den Herbst und Winter gehen. Zu den Pfl egearbeiten gehören regelmäßiges Wässern, das Entfernen von Unkräutern und das Aufbringen bzw. Erneuern einer Mulchschicht. Achten Sie auch darauf, ob sich Ausläufer gebildet haben. Sie zehren von der Mutterpflanze und können so den Ertrag im Folgejahr schmälern. Deshalb sollten Sie solche an langen „Schnüren“ entstehenden Jungpflanzen möglichst zeitig wegschneiden.