- Pflanzenschutz
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Sklerotinia-Fäule bei Gemüse
Foto: Vietmeier
Gemüsekulturen werden manchmal von der Sklerotinia-Fäule befallen. Besonders anfällig sind Buschbohnen, Kopfsalat, Feldsalat, Möhren, Sellerie, Gurken und Tomaten. Nach einer Infektion mit der Pilzkrankheit welken die Gemüsepflanzen zunächst und brechen anschließend in sich zusammen. Am Strunk und an den Stielen der kranken Pflanzen finden Sie ein weißes, watteartiges Pilzmyzel und die schwarzen Dauerkörper (Sklerotien) des Schadpilzes. Mithilfe der Sklerotien überdauert der Pilz im Boden.
Bei einem Befall entfernen Sie die kranken Pflanzen möglichst schnell und vollständig. Es dürfen keine infizierten Pflanzenreste im Boden zurückbleiben. Entsorgen Sie die Pflanzenteile möglichst über den Hausmüll. Achten Sie im Gemüsegarten außerdem darauf, einen ausreichenden Fruchtwechsel einzuhalten. Auf Gemüsebeeten, auf denen die Sklerotinia-Fäule schon einmal festgestellt wurde, können Sie außerdem vorbeugend Kalkstickstoff streuen, um die Befallsgefahr zu verringern.
Andreas Vietmeier
Landwirtschaftskammer NRW