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Pflanzenschutztipp: Pflaumenwickler
Foto: Vietmeier
Die Früchte von Pflaumen und Zwetschen werden häufig vom Pflaumenwickler (Cydia funebrana) befallen. Der Pflaumenwickler ist ein kleiner, graubrauner Falter, der von etwa Ende April bis Mitte Mai auftritt. Er legt seine Eier an den jungen Pflaumenfrüchten ab. Die schlüpfenden Larven bohren sich dann in die Früchte hinein. Befallene Früchte weisen zum Teil ein Bohrloch mit einem farblosen Gummitropfen auf. In der Frucht befindet sich ein Fraßgang und manchmal die Raupe des Schädlings. Die zweite Generation des Pflaumenwicklers fliegt ab Anfang Juli.
Um stärkeren Schäden vorzubeugen, beseitigen Sie möglichst die befallenen Früchte und das Fallobst. Mit Trichogramma-Schlupfwespen aus dem Handel können Sie den Pflaumenwickler direkt bekämpfen. Die Schlupfwespen legen ihre Eier in den Eiern des Pflaumenwicklers ab. Zu empfehlen ist der Einsatz der Schlupfwespen vor allem gegen die stärker schädigende zweite Generation des Schädlings.
Andreas Vietmeier
Landwirtschaftskammer NRW