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Gummifluss bei Steinobst

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Gummifluss bei SteinobstFoto: Vietmeier

Bei Kirschen sowie bei Pfirsich- und Aprikosenbäumen kommt es manchmal zu einem sogenannten Gummifluss. Dabei tritt aus der Rinde am Stamm und an den Ästen eine helle bis bernsteinfarbene, gummiartige Substanz aus. Die Substanz ist zunächst weich und klebrig und verhärtet später zunehmend. Der Gummifluss tritt am Baum vor allem an bereits vorhandenen Wundstellen auf. Dies können Wunden sein, die durch einen Rückschnitt am Baum entstanden sind, sowie durch Frostrisse, Pilze oder Bakterien. Der Gummifluss ist ein Anzeichen für eine Stoffwechselstörung, kann aber auch auf eine andere Erkrankung hinweisen.

Es gibt leider keine Möglichkeit, direkt etwas gegen den Gummifluss zu unternehmen. Sie sollten aber prüfen, ob ein Befall mit anderen Schaderregern vorliegt. Achten Sie vorbeugend darauf, dass empfindliche Steinobstarten nicht in einen schweren und häufig sehr nassen Boden gepflanzt werden. Und verzichten Sie auf einen zu starken Rückschnitt.

Andreas Vietmeier
Landwirtschaftskammer NRW