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Erfrieren Schädlinge im Winter?
Foto: Vietmeier
Hobbygärtner glauben häufig, dass nach einem kalten Winter weniger Schädlinge im Garten auftreten: Ein strenger und lang anhaltender Winter soll die Anzahl an Schädlingen angeblich reduzieren. Dies ist aber leider oft nicht so.
Viele Schädlinge überdauern die kalte Jahreszeit im Boden oder an anderen geschützten Orten. Dort können sie tiefe Temperaturen bis etwa –20 °C ohne Weiteres überstehen. Die Schädlinge überwintern entweder als Ei, Larve, Puppe oder als ausgewachsenes Tier. Blattläuse und Frostspanner überdauern etwa als Ei an den Trieben von Gehölzen. Schnecken legen ihre Eier zur Überwinterung im Boden ab. Auch die Puppen der Kohl- und Möhrenfliege sowie die Larven des Dickmaulrüsslers überwintern im Boden.
Ungünstiger als tiefe Temperaturen wirken sich aber stark schwankende Temperaturen im Frühjahr oder ein verspäteter Kälteeinbruch aus. Werden Schädlinge frühzeitig aus der Winterruhe aktiv, schaden ihnen diese Witterungsbedingungen dann häufig deutlich.
Andreas Vietmeier
Landwirtschaftskammer NRW