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Was bedeutet Veredelung und wie funktioniert sie?

Wenn man Gemüsepflanzen oder kleine Obstbäumchen in Gärtnereien oder Online-Shops betrachtet, fällt einem vielleicht bei der einen oder anderen Pflanze das Wörtchen „veredelt“ auf. Meist sind diese Pflanzen auch ein wenig teurer als die nicht veredelten Varianten. Doch was bedeutet „veredelt“ und inwieweit unterscheiden sich veredelte von den nicht veredelten Pflanzen?

Die Technik, Pflanzen zu veredeln, fand bereits in der Antike Beachtung. Im Mittelalter wurden wohl vor allem Obstbäume oder andere Gehölze veredelt. Mittlerweile ist die Veredelung von Pflanzen eine beliebte Methode von professionellen Gärtnern aber auch Hobbygärtnern, um Pflanzen robuster und widerständiger zu machen. Gerade bei schwer kultivierbaren Sorten wie Melonen oder Gurken lohnt sich die Veredelung, da es einerseits die Wuchskraft und den Ertrag steigert und andererseits die Vitalität und Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten erhöht.

Was bedeutet Veredelung und welche Vorteile haben veredelte Pflanzen?

Bei einer Veredelung entsteht quasi aus zwei verschiedenen Pflanzen eine neue Pflanze: Während die eine Pflanze mit ihren Wurzeln und dem Stamm die Basis der veredelten Pflanze bildet, stellt die andere Pflanze die Kultursorte dar, die von der Veredelung profitiert.

Die Unterlage bildet eine besonders robuste Pflanze, während die Kulturpflanze eine besonders aromatische Sorte ist.

Um zwei Pflanzen auf diese Weise zu einer Pflanze zu verbinden, sollte es sich um Jungpflanzen aus der gleichen Pflanzengattung handeln. So werden beispielsweise Kürbispflanzen als Unterlage für Melonen genutzt, wohingegen bei Auberginen vitale Tomaten die Basis bilden. „Die beiden Jungpflanzen wachsen bei dem Prozess der Veredelung zu einem Organismus zusammen. Die beiden Organismen bilden nun zusammen ein neues Individuum“, erklärt Raimund Schnecking. Der studierte Gartenbauingenieur hat sich auf Gemüse- und Obstpflanzen spezialisiert und arbeitet für das bekannte Pflanzenzuchtunternehmen Volmary.

Um Melonen, Pfirsiche, Nektarinen, Tomaten, Auberginen oder auch Kräuter wie Basilikum zu veredeln, müssen die Jungpflanzen wichtige Eigenschaften mitbringen: „Die Pflanzen, die als Unterlage für die jeweiligen Kultursorten fungieren, sind durch eine ausgesprochen hohe Wuchskraft und Widerstandsfähigkeit gegen viele bodentypische Krankheiten gekennzeichnet“, sagt Raimund Schnecking. Aufgrund dieser guten Eigenschaften eignet sie sich hervorragend als Basis für die jeweilige Kultursorte. Die Kultursorten wiederum zeichnen sich hingegen durch ihre hohe Qualität und ihre aromatischen Früchte aus. Die Kombination aus Pflanzen mit einem ausgesprochen robusten Wurzelwerk und Kulturpflanzen mit besonders schmackhaften Früchten führt dazu, dass die daraus entstehende Pflanze alle Vorteile miteinander vereint: Sie ist sehr wüchsig und vital, bringt viele aromatische Früchte hervor und besitzt eine hohe Resistenz gegen Wurzelkrankheiten.

Vergleich: Nicht veredelte Tomate (links) und die gleiche Tomatensorte mit Veredelung (rechts)

Aus dem Grund gibt es in vielen Gärtnereien oder Gartenbaucentern auch immer eine Auswahl an veredelten Gemüsesorten wie der beliebten Nektar-Cherrytomate ‘Solena® Sweet‘, der Aubergine ‘Madonna‘ oder der Schlangengurke ‘Dominica‘. In gut sortierten Gärtnereien oder in dem Online Shop von Volmary  findet man auch veredelte Raritäten wie die Mini-Wassermelone ‘Mini Love‘ oder die Schokoladen-Tomate ‘Kakao‘. Auch kleine veredelte Obstbäumchen wie die verschiedenen Balkon-Pfirsichbäumchen der Serie ‘Fruit Me® Peach Me‘, die Aprikosenpflanze ‘Fruit Me® Apricot‘ oder das Mandelbäumchen ‘Nut Me® Almond‘ gibt es in dem Pflanzen Online Shop von Volmary.

Wie kann man Pflanzen selbst veredeln? – Eine Beschreibung am Beispiel einer Tomate

Je nach Pflanze gibt es verschiedene Veredelungstechniken. Obstbäume werden anders veredelt als zum Beispiel Tomaten. „Bei der Veredelung spielen viele Aspekte wie Luftfeuchtigkeit, Helligkeit und Wärme eine Rolle“, sagt Raimund Schnecking, „so sollte es nicht mehr als 21-23 °C warm sein und der Prozess sollte nicht unter voller Sonneneinstrahlung, sondern lieber im Schatten durchgeführt werden. Außerdem sollte die optimale Luftfeuchtigkeit 95 Prozent betragen.“ Die Veredelung findet statt, wenn beide Jungpflanzen entsprechend ausgebildete Triebe entwickelt haben, wobei die Unterlage optimalerweise zwischen 1,5 und 2,0 cm lang ist. „Wenn sie größer ist, besteht die Gefahr, dass die Pflanzen zur Seite kippen. Ist sie jedoch kürzer, kann es passieren, dass die Kultursorte selbst in die Erde wurzelt“, sagt Experte Raimund Schnecking. Die Erde der Unterlage muss vor der Veredelung bewässert werden. Da es bei der Veredelung wichtig ist, dass sehr sauber gearbeitet wird, wäre es gut, die Hände vorher zu waschen und sauberes Werkzeug zu verwenden.

Nach den getroffenen Vorbereitungen kann die Veredelung beginnen: Die Unterlagensorte wird mit der Rasierklinge in einem Winkel von 45 Grad abgeschnitten. „Wenn die Veredelung bei viel Licht und warmen Temperaturen stattfindet, empfiehlt es sich, die Unterlage nicht oberhalb, sondern unterhalb der Keimblätter abzuschneiden“, ergänzt Raimund Schnecking. Anschließend wird die Veredelungskammer auf die Unterlage gesetzt. Nun wird die Kultursorte, das kann zum Beispiel die aromatisch schmeckende Nektar-Cherrytomate ‚Solena® Sweet Red‘ sein, ebenfalls in einem 45 Grad Winkel abgeschnitten. „Durch den schrägen Schnitt der Pflanzen gibt es eine größere Kontaktfläche, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass die Pflanzen miteinander verwachsen, steigt.“ Die Kultursorte wird nun von oben in die Veredelungsklammer gesetzt. „Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass keine ‚Luft‘ zwischen der Unterlage und der Kultursorte bleibt“, weiß der Fachmann für Gemüse und Obst, „ansonsten wächst die Kultursorte nicht richtig mit ihrer Unterlage zusammen und geht ein.“

Nach der Veredelung…

Nach der Veredelung stülpt man der neu entstanden Pflanze am besten eine Plastiktüte über, die für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt. Nun kann man die Pflanze ins Gewächshaus stellen – hier herrschen gute Bedingungen vor, die den Prozess des Zusammenwachsens unterstützen. Damit die Pflanzen gut zusammenwachsen, darf der Topf nicht direkt in die Sonne gestellt werden. Die Temperatur sollte für die nächsten Tage konstant bleiben. „Am besten lässt man die Pflanze für die nächsten sieben Tage unter der Plastiktüte ruhen“, rät Raimund Schnecking. Es ist also nicht ratsam, alle paar Tage die Folie abzunehmen und an der Pflanze zu ziehen, um zu prüfen, ob sie bereits zusammengewachsen ist – wenn sie allerdings schlapp aussieht, kann man die Pflanze leicht mit Wasser besprühen.

Sind die Pflanzen gut zusammengewachsen, kann es jedoch passieren, dass ein Trieb unterhalb der Veredelungsstelle ausbricht. Bei Kräutern wie Basilikum wäre das kein Problem – da kann man sich dann einfach über zwei verschiedene Basilikumarten freuen. Bricht jedoch bei einer Melone die Kürbisunterlage durch, sollte man den Trieb der Unterlage mit einem Messer entfernen, damit die Pflanze ihre ganze Kraft auf das Wachstum der Kulturpflanze legen kann. Die Kürbisse, die eventuell aus der Unterlage entstehen könnten, sind auch nicht zum Verzehr gedacht, da sie viele Bitterstoffe enthalten.

Durch die Veredelung erlangen die Pflanzen also eine bessere Wuchskraft, sie sind resistenter gegen Krankheitserreger, überzeugen durch höhere Erträge und begeistern mit besonders aromatischen Früchten.

Arabelle, Volmary

Veredelte Mini-Wassermelone ‘Mini Love‘

Veredelte Cherry-Nektartomate ‘Solena® Sweet‘

Veredeltes Aprikosenbäumchen ‘Fruit Me® Apricot‘

Veredeltes Mandelbäumchen ‘Nut Me® Almond‘

 

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