Wacholderblasenrost/Birnengitterrost
![]() Foto: Hoyer Auffällig gefärbt sind die Fruchtkörper des Wacholderblasenrosts |
Jedes Jahr sind im April die auffälligen Fruchtkörper des Wacholderblasenrosts zu sehen. Dieser Schadpilz führt an bestimmten Wacholderarten (Juniperus) zu Triebschwellungen.
Zurzeit der Birnenblüte zeigen sich an diesen verdickten Stellen auffällig gelbe bis orange gefärbte, gallertartige, unförmige Gebilde. Es handelt sich hierbei um die Sporenlager des Pilzes.
Die Sporen werden mit dem Wind verbreitet. Gelangen sie auf ein Birnenblatt, so befallen sie es. An der Birne ist der Pilz unter dem Namen Birnengitterrost bekannt. Im Mai kann man anhand der gelblich orangefarbenen Flecken deutlich erkennen, welche Blätter vom Wacholder aus infiziert wurden.
Dieses Phänomen, dass ein und derselbe Rostpilz für seine Entwicklung zwei verschiedene Wirtspflanzen benötigt, wird als Wirtswechsel bezeichnet. So können nur Sporen vom Wacholder die Birne infizieren, und umgekehrt ist ein Befall des Wacholders nur über die Sporen des Birnengitterrosts möglich.
Eine Bekämpfung des Wacholderblasenrostes ist nicht möglich. Ist der Befall noch gering, können Sie befallene Sträucher bis ins gesunde Holz zurückschneiden.
Gelegentlich wird auch gefordert, dass Wacholdersträucher gerodet werden sollten, da sie eine ständige Befallsquelle für die Birnen darstellen. Aus praktischer Sicht verspricht diese Maßnahme wenig Erfolg, da die Sporen auch über weite Strecken herangeweht werden können.
Wer im Ziergarten nicht auf Wacholderarten verzichten möchte, sollte solche Arten und Sorten pflanzen, die von der Krankheit kaum oder gar nicht befallen werden. Eine detaillierte Auflistung finden Sie unter folgender Internetadresse: http://www.stadtentwicklung.berlin. de/pflanzenschutz/merkblaetter/de/download/birnengitterrost.pdf
Christoph Hoyer
Stand:01.04.2006






Social Bookmarks