Praxistipps von Experten
Liebe Leserinnen und Leser, die Redaktion vom „Gartenfreund" befragte die auf dem 4. Deutschen Gartenfachberater-Tag vertretenen Firmen nach einem speziellen Praxistipp für Sie. Lesen Sie hier, was die Experten Ihnen empfehlen.
Im August für die Herbsternte pflanzen
Zum Thema Salat empfiehlt Ihnen Raimund Schnecking von der Firma Bruno Nebelung Kiepenkerl-Pflanzenzüchtung, Everswinkel, Folgendes:
„Die Monate Mai und August sind ideal, um Salat zu pflanzen. Wenn Sie im August Salat pflanzen, haben Sie etwas Frisches für den Herbst." Geeignet seien z.B. Endivien, Feldsalat oder Asia-Salate. Ein Vlies als Schutz sei dabei auf jeden Fall sinnvoll. Wer nicht selbst säen will, könne auch gut vorgezogene Pflanzen setzen.
„Wichtig ist, dass die Pflanzen einen eigenen Ballen haben und nicht wurzelnackt in den Boden kommen," erklärt Raimund Schnecking. Eventuell sei es sogar einfacher und sicherer, vorgezogene Pflanzen zu verwenden. Wer Salat selbst sät, müsse die Pflanzen pikieren und dann ebenfalls darauf achten, dass sie mit einem Ballen in die Erde kommen.
Weitere Infos unter Tel. 02582/670-0, www.kiepenkerl.de
Reiche Tomatenernte
Heinrich Müller von der Firma Floragard, Oldenburg, gibt Ihnen folgenden „Tomaten"-Tipp:
„Um eine reiche Ernte an Tomaten zu erzielen, ist es besser, jedes Mal beim Wässern eine geringe Menge Tomatendünger zuzugeben und nicht ab und zu eine größere Menge." Der Floragard Tomatendünger besitze eine milde Nährstoffkonzentration, die speziell auf die Bedürfnisse der Pflanzen abgestimmt sei. Damit sorge er für naturgemäßes, arttypisches Wachstum, so Heinrich Müller. Der Tomatendünger sei auch für Paprika, Gurken und Zucchini verwendbar.
Weitere Infos unter Tel. 0441/2092-0, www.floragard.de
Erdbeeren jetzt pflanzen
Friederike Weinert von der Firma Häberli, Neukirch-Egnach (Schweiz), hat Tipps zur Pflanzung von Erdbeerkulturen für Sie:
„Von Mitte Juli bis Ende August ist der optimale Zeitpunkt, Erdbeeren zu pflanzen, um im nächsten Jahr eine ertragreiche Ernte zu erhalten." Erdbeerpflanzen bilden bereits im September Blütenknospen und müssen zu diesem Zeitpunkt fest verwurzelt sein, erklärt sie.
Bei einer Pflanzung im Frühjahr handele es sich um einjährige Pflanzen, die im Folgejahr schon zweijährig seien und daher nur noch eine geringere Ernte erbrächten, erläutert die Obst-Expertin. Ausnahmen bildeten dabei allerdings die immer tragenden Sorten.
Und sie ergänzt: „Lassen Sie Erdbeeren nicht zu lange auf dem Beet stehen. Bereits nach zwei Jahren können Sie von den Ausläufern ihrer eigenen Kulturen frische Pflanzen gewinnen.
Weitere Infos unter Tel. 0041/ 71/4747070, www.haeberli-beeren.ch
Mit Netzen schützen
Sabine Klingelhöfer von der Firma Neudorff, Emmerthal, empfiehlt Ihnen für Ihr Gemüse:
„Schützen Sie Ihre Gemüsekulturen so früh wir möglich im Jahr z.B. mit dem SchädlingsschutzNetz von Neudorff." Die Netze seien preiswert und einfach in der Anwendung. Werden sie direkt nach der Aussaat oder Pflanzung auf die Kulturen gelegt, lasse sich der Schädlingsbefall auch ohne Pflanzenschutzmittel erheblich verringern, so Sabine Klingelhöfer. „In diesem Jahr gab es viele Erdflöhe, die die Kulturen geschädigt haben, gegen sie wäre das SchädlingsschutzNetz sehr wirksam gewesen", ergänzt sie.
Weitere Infos unter Tel. 0180/ 5638367 (1 Min. = 0,12 Euro für Anrufer aus dem deutschen Festnetz), www.neudorff.de
Jäten, lockern, häufeln
Von der Firma WOLF-Garten, Betzdorf, hat Nina Jud einen Tipp zur Bodenbearbeitung für Sie:
„Zum Unkraut Jäten und zum Lockern des Bodens zwischen Ihren Gemüsekulturen empfehlen wir Ihnen die Doppelhacke iL-M 3 von WOLF-Garten." Mit den spitzen Zinken lasse sich der Boden zwischen den Reihen gut lockern, damit Licht, Luft und Wasser in den Boden gelangen. Mit dem breiten Hack- und Häufelblatt können Sie häufeln und jäten.
Für die Hacke empfiehlt Nina Jud den Stil ZM 15. So sei eine rückenschonende, ziehende Arbeitsweise möglich.
Weitere Infos unter Tel. 02741/ 281-0, www.wolf-garten.com
Nicht Pilz, sondern Kalzium-Mangel
Ronald Keth von der Firma Spiess-Urania, Kleinkarlbach, empfiehlt Ihnen für Ihren Obst- und Gemüseanbau Folgendes:
„Viele Gartenfreunde ärgern sich, wenn Triebspitzen oder Blätter verbräunen, Ränder von Salatblättern vertrocknen, Tomatenfrüchte faulen oder das Fruchtfleisch von Äpfeln Punkte aufweist", berichtet er. Der erste Verdacht sei, dass es sich um einen Pilzbefall handele. Doch häufig sei es kein Pilz, sondern die Pflanze leide unter Kalzium-Mangel.
„Mit dem neuen wasserlöslichen Blattdünger Düngal von Spiess-Urania, der einen hohen Anteil an Kalzium und anderen wichtigen Mineralien aufweist, erhalten Sie gesundes Obst und Gemüse", sagt der Fachmann.
Düngal beuge u.a. Blattflecken und vorzeitigem Blattfall vor und mindere Schalen- und Fruchtbräune bei Äpfeln. Und im Gemüsebeet verhindere Düngal die Blütenendfäule bei Tomaten und Innenbrand an Salat. Der beste Zeitpunkt, den Dünger auszubringen, sei zwischen März und August.
Weitere Infos unter Tel. 06359/ 801-0, www.spiess-urania.com
„TC statt WC"
Wolfgang Hoffmann von der Firma Separett, Kassel, erläutert Ihnen das Prinzip einer Trocken-Trenn-Toilette:
„Nach dem Motto ,TC statt WC‘ erhalten Sie mit einer TockenTrennToilette von Separett eine Sanitärlösung, ohne Abwasser zu verursachen", sagt Hoffmann.
Das Besondere an den Separett-Toiletten sei, eine umweltfreundliche Aufbereitung zu ermöglichen und Geruch zu vermeiden. Die flüssigen und festen Ausscheidungen blieben in der Toilette getrennt, könnten separat einer Weiterbehandlung zugeführt und schließlich hygienisch einwandfrei dem Naturkreislauf wieder eingegliedert werden, erläutert er.
„Die Separett-Toiletten haben zu diesem Zweck im vorderen Bereich eine eigene Auffangschale und Ableitung für den Urin, die festen Ausscheidungen werden in einem eigenen Behälter im Innern der Toilette aufgefangen."
Weitere Infos unter Tel. 0561/ 6029482, www.separett.de
Stand:01.09.2005







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