Neophyten im Portrait: Topinambur
Foto: Spohn Topinambur wird bis zu 3 m hoch |
Eine alte Kulturpflanze macht nun auch als invasive Art von sich reden: der (oder auch die) Topinambur (Helianthus tuberosus). Die Pflanze wächst bis zu 3 m hoch, der Stängel ist rund und rau behaart. Die gestielten Blätter sind breit-lanzettlich, am Rand gesägt, oberseits rau und unterseits fein weichhaarig. Sie werden bis zu 25 cm lang und 10 cm breit und stehen im unteren Bereich des Stängels gegenständig, oben wechselständig.
Die Blütenkörbchen sind aufrecht und haben einen Durchmesser von 4 bis 8 cm. Zungen- und Röhrenblüten sind gelb. Die Pflanze blüht von September bis Oktober.
Was Topinambur für den Menschen so interessant gemacht hat, sind seine länglich spindelförmigen oder rundlichen, essbaren Knollen. Sie sind es auch, die der Pflanze zu ihrer Verbreitung verhelfen. Da die Pflanze spät blüht, kommen die Samen in unserem Klima oftmals nicht zur Reife. D.h. Topinambur vermehrt sich bei uns hauptsächlich vegetativ über die Knollen. Mit fließendem Wasser, über Nagetiere oder über Gartenabfälle und Erdtransporte werden die Knollen verbreitet.
Stand:01.09.2008







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